Allgemeine Fragen zur Berufsausbildung Fachkraft für Schutz und Sicherheit?

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2 Antworten

Es stimmt zwar, dass die Ausbildung höherwertig ist als der Unterrichtungsnachweis nach §34a GewO, aber die Unterrichtung ist die Grundvoraussetzung, um gewerbsmäßig Leben und Eigentum fremder Personen zu bewachen.

In der Unterrichtung werden die wichtigsten Themen gelehrt, die ein Sicherheitsmitarbeiter wissen muss, um gesetzeskonform agieren zu können: Rechtliche Grundlagen, wie z. B. die Jedermannsrechte (Notwehr, Notstand, Selbsthilfe des Besitzdieners, vorläufige Festnahme durch Jedermann usw.) und deren Abgrenzung zum staatlichen Gewaltmonopol, Grundzüge des Strafrechts (Hausfriedensbruch, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Nötigung, Freiheitsberaubung etc.), zivilrechtliche Themen wie Schadensersatzforderungen.

Außerdem werden deeskalierende Maßnahmen im Umgang mit verschiedenen Menschentypen vorgestellt und Grundzüge der Sicherheitstechnik.

All das sind Themen, deren Unterrichtung sich in der Ausbildung über Monate oder Jahre hinziehen, da es neben den sicherheitsrelevanten Inhalten auch noch die allgemeinen berufsschulischen Inhalte gibt, wie Deutsch und Ethikunterricht und das kaufmännische Know-How.

Im Umkehrschluss bedeutet dies wiederum, dass ein Auszubildender nicht im tagtäglichen Sicherheitsgeschehen tätig werden könnte, bevor er nicht alle gesetzlichen Grundlagen im Unterricht gelernt hätte.


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