"Alles, was noch nicht gewesen ist, ist Zukunft, wenn es nicht gerade jetzt ist." - das behauptet Frau Merkel. Aber was meint Ihr dazu, liegt sie damit richtig?

8 Antworten

Tatsache ist zumindest, dass der einzige Zeitpunkt und der einzige Ort, an dem wir aktiv unsere Realität mitgestalten, das "Hier und Jetzt" ist.

Alles andere ist entweder Vergangenheit, oder noch Zukunftsmusik.

Ob man sich zum passiven Opfer äußerer Umstände macht, oder selbst Verantwortung für sein Leben übernimmt, entscheidet sich jetzt,

Natürlich prägen uns vergangene Dinge und selbstverständlich haben wir Hoffnungen und Ängste im Bezug auf die Zukunft - doch die einzige Realität die wir aktiv beeinflussen können, ist die Gegenwart.

Durch unsere jetzigen Entscheidungen können wir unsere Sicht auf die Vergangenheit ändern und die Grundlage für eine mögliche Zukunft zu schaffen versuchen.

Es steht natürlich jedem frei, der "guten alten Zeit" in idealisierter und verklärter Weise hinterherzutrauern, oder zweifelhafte Wahrsager für einen Blick in die Zukunft zu konsultieren.

Aber die Gegenwart ist unser einziger bewusster Handlungsspielraum, da hat Frau Merkel meiner Meinung nach Recht.

Der Buddhismus sagt letztlich auch nichts anderes und das lateinische "Carpe diem" zeigt in die selbe Richtung.

Besser der komplette epikureische Satz: "Quidquid Agis, Prudenter Agas, Et Respice Finem." = Sei klug in allen Handlungen und entscheide mit Weitsicht. Und genau dieses letzte vermisse ich bei Frau Merkel. Bei der Nachricht "Silvester-Köln-Übergriffe auf Frauen" hält sie sich die Ohren zu und verschließt die Augen.

0

Und was soll diese triviale Darstellung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die so gestelzt daherkommt? Sie hätte besser gesagt: Alles was zukünftige Generationen bereits an aufgehäuften Schulden und längst ausgeschöpften Potentialen vorfinden, haben wir in der Gegenwart schon verschleudert. Wir haben ihnen zu unserer heutigen Bewältigung einer verfehlten Politik Knebelverträge hinterlassen, die sie zu Sklaven der Schuldenländer machen.

Die Lüge von Frau Merkel ist: Die Zukunft ist beileibe nicht offen und die 5. und 6. Milliardenrettung Griechenlands ist schrille Zukunftsmusik aber so gut wie sicher. Neben den Linken in Griechenland verlangt schon der linke Matteo Renzi in Italien Milliardenzuschüsse, formieren sich die Linken in Spanien und Portugal hinter Renzi mit der Behauptung: Merkel hat uns genug diktiert und profitiert und jetzt machen wir lustig Schulden und Deutschland muss zahlen. Daraus lassen sich für 2017 auch in Frankreich schöne Wahlversprechen gegen den FrontNational stricken.

Und Frau Merkel hat abgenickt, dass die (in der Vergangenheit angesammelten) Sicherungsrücklagen der Sparkassen und Volksbanken an die maroden Südbanken ausgeschüttet werden. Man könnte sagen: Was noch nie dagewesen ist, eine dem Wohle des deutschen Volkes verpflichtete Kanzlerin, hat in der Gegenwart dessen Zukunft schon verschleudert! Vom Risiko einer forcierten Zuwanderung einer fremden Kultur, die sich in den Heimatländern gerade gegenseitig zerfleischt, gar nicht zu sprechen.

Ganz neu:

"Modell für Europa: Banken-Crash führt zur Enteignung von Kleinsparern
In Italien sind erstmals Kleinsparer bei einer Banken-Abwicklung enteignet worden. Die Rechtsgrundlage ist europäisches Recht. Der Mechanismus wird künftig in allen Euro-Staaten zur Anwendung kommen.
In Italien sind erstmals kleine Sparer wegen einer Banken-Abwicklung enteignet worden. Zu Beginn des Jahres 2016 trat die europäische Bankenabwicklungs-Richtlinie (BRRD – Bank Recovery and Resolution Directive) mitsamt „bail-in“-Regeln in Kraft. Demnach werden Bankgläubiger fortan mit sogenannten „nachrangigen Anleihen“ bei der Schieflage einer maroden Bank zur Sanierung mit herangezogen. Diese Regelung trifft nun in Italien auch Regionalbanken wie die Banca Etruria und deren Kleinanleger mit voller Wucht."

Wenn die Sicherungsrücklagen deutscher Banken, vor allem der Sparkassen und Volksbanken auf alle maroden europäischen Banken verteilt worden sind, reicht es am Ende für keinen Kleinsparer mehr! Wie in Zypern sind die Großen Einleger vorher von ihren politischen Freunden gewarnt worden. Capito?

0

Das stimmt überhaupt nicht. Was nicht gewesen ist, muss doch in der Zukunft nicht sein.

Was soll denn das? In welchem Zusammenhang lässt sie denn so etwas raus? Will sie damit ihre philosophische Ader unter Beweis stellen?

Um jetzt mal spitzfindig zu werden steht da ja: "Alles, was noch nicht gewesen ist, ...".

Um zu beurteilen, was nur nicht und was noch nicht gewesen ist, müsste Frau Merkel natürlich die Zukunft kennen - und das traue ich ihr bei allem Respekt jetzt doch nicht zu.

Ich würde mal darauf tippen, dass uns irgendwas an dem Zitat von dem Fragestellerin falsch übermittelt wurde.

1
@Gronkor

Danke, ja - noch nicht - dann wird sie das in einem bestimmten Kontext gesagt haben, bei dem sie ganz genau weiss, was passieren wird.

1

Was möchtest Du wissen?