Alles Sinnlos. Was mach ich nur?

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6 Antworten

Ich kann dich gut verstehen, denn ich und andere haben das was du da beschreibst sicherlich auch schon so erlebt denke ich.

Und natürlich enttäuscht es einen wenn man auf der einen Seite hilft und diese Hilfe auf der anderen Seite, gerade wenn man wirklich Hilfe braucht, nicht zurückbekommt aber das ist irgendwo auch etwas was zum Leben dazugehört und durch das wir an Reife gewinnen.

Ich war übrigens am meisten enttäuscht wenn ich Freunden denen ich geraten hatte so oder so vorzugehen (bei Problemen mit Ämtern, dem Vermieter usw.) danach bei mir waren und erzählten wie sie ihr Problem gelöst hatten, das dann aber so rüber brachten als ob es ihre Idee war und i der ganzen Zeit ein Satz wie - genauso wie du es mir geraten hattest nicht drin vorkam und auch kein Danke oder so zu hören war (es war dann wie diese berühmte, sich mit fremden Federn schmücken, Situation für mich). Und so was hab ich nicht nur einmal erlebt.

Woran das genau lag weiß ich nicht vielleicht hatten die einfach einen Klatsch weg und es deshalb nicht gecheckt oder aber sie waren es einfach gewohnt das ihnen andere aus der Patsche halfen und deshalb zu abgestumpft um danke zu sagen. Ich hab mir danach abgewöhnt ihnen Tipps zu geben, denn das musste ich mir echt nicht länger antun (man hat ja auch seinen Stolz).

Heute helfe ich zwar immer noch aber nicht mehr ohne weiteres. Ein Kumpel der inzwischen verstorben ist hatte z. B. ständig Hilfe von mir bekommen aber er gab sie auch zurück wenn ich seine Hilfe brauchte. Und Hilfe kann ja ganz
unterschiedlich gelagert sein. Manchmal braucht man nur jemanden der zuhört, ein anderes mal vielleicht nur etwas Geld bis zum nächsten Ersten
und ein anderes mal jemanden der anpacken kann wenn man allein davor steht – beim Keller entrümpeln z. B.

Aber einer Nachbarin z. B. von der er meinte das wir sie unterstützen müssen (vielleicht weil sie eine Frau war und er Anfangs auf sie stand) half ich z. B. nur wenn sie mich fragte, denn ich muss niemanden meine Hilfe aufzwängen, was dann vereinzelt auch vorgekommen ist. Aber danach ging ich wieder meiner Wege.Mein Kumpel hat ihr allerdings über einen längeren Zeitraum immer wieder mal geholfen und war zuletzt richtig enttäuscht gewesen, weil nie was zurückkam, denn sie hatte ihm wiederum noch nie ihre Hilfe angeboten wenn er mal irgendein Problem hatte aber das brauchte er halt um daraus zu lernen. 

Was ich z. B. immer wieder festgestellt habe ist das viele Leute oft einfach nur zu faul waren um dies oder das zu tun, denn das ach so große Problem war meistens eher lächerlich und so oder zu lösen, was ich denen dann auch sagte. Und nachdem ich sie nach ca. 3-4 Wochen wiedersah und sie noch immer von diesem Problem quatschten war mir klar das sie sich was in die Tasche lügen, denn im Grunde ging es ihnen in Wirklichkeit nur darum irgendein Problem als Alibi vorzuschieben, damit sie, wenn sie gefragt worden wären wieso sie dies oder das nicht gemacht haben sagen konnten, wenn das Problem nicht wäre dann hätte ich schon längst… usw.

Also einfach gesagt eigentlich bin oder kann ich ja dies und das blablabla aber seit ich dieses Problem habe sind mir die Hände gebunden.

Mich stört gar nicht mal das sie faul sind (ich bin auch gerne mal faul) aber das sie sich anderen gegenüber dann jedoch so darstellen als hätten sie die Arbeit erfunden, das nervt mich in der Tat, denn ich arbeite gern. Und wenn man realisiert hat das er lediglich ein Schnacker ist, mache ich sofort einen Cut denn mit solchen Leuten sollen andere (meinetwegen seine Kumpels) ihre Zeit verplempern.

Mein Kumpel z. B. war arbeitslos aber er gab zu das er zu faul zum arbeiten ist und das kann man jetzt sehen wie man will, er war zumindest ehrlich und gab nicht vor eigentlich dies oder das zu sein und genau deshalb waren wir auch jahrelang befreundet.

Du siehst also so ganz allein bist du mit deinen schlechten Erfahrungen nicht und obwohl ich auch von vielen Leuten enttäuscht wurde und ab und an immer noch enttäuscht werde, habe ich dennoch viel Spaß im Leben.

Keine Ahnung wie du deine Zeit so nutzt aber du schreibst ja du würdest nur deshalb arbeiten gehen um deine Ruhe beibehalten zu können und so gesehen steht also schon ein tieferer Sinn dahinter.

Es ist aber zugegeben etwas ag wenig und das würde mir auf Dauer auch nicht gefallen, denn man bracht hin und wieder irgendjemanden mit dem man sich ausquatschen kann – muss nicht mal eine feste Partnerin sein aber ein guter Kumpel halt.

Aber auch ich habe Tage wo ich mich ebenso zurückziehe und manchmal tagelang niemanden sehe oder auch spreche (also in dieser Zeit auch nicht ans Telefon gehe) nicht weil ich dann wieder die ganze Welt hasse, sondern weil ich mich ausgedehnt meinen Hobbys widmen möchte und mich
anderes (auf Partys oder so zu gehen) nur davon abhalten würde, denn ich lebe mein Leben ja in erster Linie für mich und mache das was mir Spaß macht und nicht das was andere von mir erwarten und ich hasse es wenn ich dadurch meine Hobbys vernachlässigen muss.

Aber meine Freunde wissen dass ich manchmal so ticke und respektieren es auch. Und wenn ich mich dann eine zeitlang mit meinem Kram beschäftigen konnte, will ich auch wieder unter Leute – und da ich generell nicht gerne telefoniere besuche ich den einen oder anderen (wohlgemerkt ich besuche sie, weil dann kann ich wieder abdüsen wenn mir danach ist und umgekehrt würden sie mir auf der Pelle hocken und mir die Zeit stehlen und mich von irgendwas abhalten, denn ich hab ja immer was um die Ohren).

Bei dir ist es schwierig zu sagen was du tun kannst um deinen Trott aufzudröseln, denn du scheinst auch nicht zwingend nach einer Partnerin zu suchen und über Hobbys denen man nachgehen kann wirst du sicherlich auch schon nachgedacht haben und diese entsprechend umgesetzt denke ich.

Aber vielleicht fehlt dir einfach mal ein Tapetenwechsel um wieder nach vorn zu schauen. Ich meine keinen fetten Urlaub in eine Touristenhochburg, denn da würdest du dich vermutlich nicht wohl fühlen  sondern eher wo ruhige Plätze sind und man nicht permanent auf Massen an Leuten trifft. Schottland z. B. wäre vielleicht was für dich. Da gibt es wunderschöne Landschaften die dünn besiedelt sind wodurch man oft nur wenige Menschen zu Gesicht bekommt wenn man unterwegs ist.

Aber bevor du das angehst würde ich dir raten dich erstmal hier an den Gedanken zu gewöhnen indem du unsere Landschaft bereist und um zu sehen ob dir das überhaupt gefallen würde ansonsten fährst du nach Schottland und stellst da dann womöglich fest das es dir gar nichts gibt.

Nee das sollte wirklich erstmal im Kleinen ausgetestet werden. Ich würde das so machen dass ich z. B. in der Lüneburger Heide oder auch die Gegend um Husum als Ziel anvisiere und dort nach Möglichkeit eine kleine Pension ins Auge fasse. Der Vorteil ist das man nicht ganz allein ist weil man mit den Vermietern, die ja selbst darin wohnen Kontakt halten kann und auf diese Weise wieder etwas lockerer wird, denn das ganze ist eher familiär da man oftmals gemeinsam Mahlzeiten einnehmen kann (muss man natürlich erfragen). Und je nachdem kann man von sich selbst erzählen oder sie erzählen dir etwas von sich.

Es ist eine andere Art der Gastfreundschaft (nicht so anonym wie im Hotel). Mach das ein paar mal am Wochenende und check dann selbst ob dir das was bringt aber mich würde es sehr überraschen wenn nicht.

Und wenn dir das gefällt verlagerst du das irgendwann nach Schottland z. B.

Und ähnlich wie es bei uns hier die Pensionen gibt es dort Bed and Breakfest Angebote wo du dann zu ähnlichen Bedingungen wohnen kannst.

Es geht nicht darum das es billiger ist da zu wohnen sondern nur darum das man zumindest generell einen kleinen Bezug zu den Menschen dort hat, denn ganz allein in einem fremden Land zu sein kann schon missmutig machen. Ich bin damals mit einem Zelt unterwegs gewesen und das war auf der einen  Seite zwar schön weil man ungebunden war aber es war auf Dauer auch ziemlich einsam (nachts allein im Zelt) so dass ich für den Rest der Zeit in eine Jugendherberge ging.

Ganz zum Ende meines Trips kam ich bei einer Familie unter die mich für ein paar Tage aufnahm, nachdem ich sie kurze Zeit vorher und eigentlich auch nur ganz zufällig kennengelernt hatte.

Die Mentalität dieser Menschen ist interessant und schon deshalb lohnte sich diese Reise für mich. Am bewundernswertesten fand ich übrigens die Bescheidenheit dieser Menschen, denn sie schienen so was wie Neid usw. wie das hier bei uns oft der Fall ist nicht zu kennen.

Bei dir könnte ich mir vorstellen dass es dir auch gefällt und wer weiß vielleicht findest du dort sogar eine Frau fürs Leben und bekommst durch sie den tieferen Sinn in deinem Leben, den die ticken ja ganz anders als deutsche Frauen und gewinnst dadurch neuen Lebensmut und ganz neue interessante Hobbys. Aber du musst es halt ausprobieren sonst wirst du es nie wissen.

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Zunächst wäre ich geneigt zu sagen: Es liegt nicht an Dir, es ist diese Welt, diese Gesellschaft, in der wir für die "Butter auf dem Brot" eine (oft wenige befriedigende) Arbeit machen müssen (unseren "Job"). Wir kommen ziemlich KO nach Hause und die Kraft reicht kaum noch für weitere Dinge. Der Lebensrhythmus, den uns die Arbeitsgesellschaft aufzwingt, ist ungesund. So geschwächt frustrieren wir uns gegenseitig. Früher gab es noch einen gewissen gesellschaftlichen Zwang zu heiraten, und sei es nur, um wirtschaftlich über die Runden zu kommen. Dieser Zwang ist weitgehend weggefallen: Wir können, rein materiell betrachtet, unser ganzes Leben alleine verbringen, uns dem Rumstreiten mit anderen Menschen entziehen. lupus est homo homini - Ein Wolf ist der Mensch den Menschen.

Diese Einsamkeit ist eine Chance, in einem weit aus größerem Maße als es früher möglich war, nach den eigenen Wünschen zu fragen. Du hast keine Lust dich für andere zu engagieren? - Du musst es nicht. Du hast keine Lust, deine Probleme einem Berufs-Zuhörer (Psychologen) zu erzählen - Du musst es nicht. Wenn Du schon sagst, du kannst es dir "an fünf Fingern abzählen", was er dir ein Berufs-Zuhörer sagen wird, spar dir den Aufwand.

Wenn uns unser letztes, wohl auch einsames, Stündlein geschlagen hat, dann haben wir zumindest niemanden geschadet. Und die Welt produziert soviel Leben, da kommt es auf unser kleines, unbedeutenes nicht an. Lass uns das ganz, ganz kleine Vergnügen genießen - das, was halt möglich ist.

Es fehlt der Sinn darin? Dein erster Satz: "Alles einfach sinnlos". Ja und Ja und Ja!

Früher war es einfach: Gott stellt dich da und da hin, da hast Du zu leiden bis er dich erlöst. Gar nicht so dumm. Immerhin ist dann Gott schuld gewesen an unserem Leid. Heute haben die meisten diese Ausrede nicht mehr. Jetzt sind wir dummerweise auch noch selber schuld - oder die Arbeitsgesellschaft (siehe oben)...?

Sinnlos - trotzdem geht der Mensch weiter. Der Mensch strebt danach, weniger Leiden zu empfinden. Weniger Schmerz, weniger Hunger, weniger Einsamkeit. Das ist die zentrale Antriebskraft des Menschen. Jemand der Einsamkeit nicht kennt, wirkliche, echte Einsamkeit, wird wohl kaum einem anderen Einsamen helfen können. Weg mit den Berufsschwätzern von der Uni, keine Ahnung vom Leben, nur psychologische Floskeln... Echte Einsamkeit musst Du durchlebt haben. Das heißt nicht, dass Du danach was schlaues sagen kannst. Aber Du wirst Verständnis haben.

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Hey, also ich bin 29 und erkenne mich da auch in einigen Punkten wieder, wie so viele Menschen.

Soziale Kontakte beschränke ich auf das minimum, Veranstaltungen meide ich sowieso... Auch wenn meine Famile mich immer wieder "Langweiler" nennt. Mir ist aber nicht langweilig, das verstehen Extravertierte aber nur schwer ;)

Verbringe auch gern mal Zeit in der Natur, denke über mich nach, über andere, das Universum, die Natur, das Denken, etc etc.... Schaue aber auch gern mal einfach nur tv, oder Lese.

Früher war ich mit mir auch nicht so glücklich, habe immer über die Gesellschaft und an die Anforderungen mir ggü. nachgedacht, aber das ist schwachsinn, warum soll ich mich einer Herde anpassen die ich eh nicht leiden kann, nur um Oberflächlich glücklich zu wirken?

Nein, mich machen einfach andere Dinge zufrieden. Das zu erkennen und zu verstehen hat mein Leben sehr bereichert!

VG

P.S. es gibt auch bestimmt für die die passende Partnerin!

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Kommentar von DanielFx2
09.06.2016, 19:11

Ein Urteil über ein Mensch wird mal ganz schnell gesprochen, das dieser aber wirklich ein Problem hat und dem mit stichellein nicht geholfen ist, wird nicht begriffen bzw. ausgeblendet. Und ich werde nie nach einem Bewegungsmuster gehen was mir täglich aufgezwungen wird. So und so hat man zu sein, wird es bei mir nicht geben.

Naja evl. gibt es einmal einen großen Knall und alles ist anders :)

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Wenn Du keinen Sinn für Dich selbst siehst, kannst Du immer noch für andere Deinen Daseinszweck erfüllen.

Wohltätige Organisationen suchen immer Frewillige.

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Kommentar von DanielFx2
08.06.2016, 22:21

Für mich hat noch nie einer etwas für mich getan aus freien Stücken ausser meiner Familie.  Ich habe früher vielen geholfen und wurde immer und immer wieder vor den Kopf gestoßen, da seh ich leider für mich keinen Sinn drin mich noch aufzuopfern, wenn ich eh schon nicht zurecht komme mit der Umwelt.

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Ein guter Psychologe würde Dir helfen...

Bitte lass es Dir zuliebe auf einen Versuch ankommen.

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Kommentar von DanielFx2
08.06.2016, 22:22

Ich werds versuchen, aber ich zweilf dran das der mir da wirklich helfen kann.

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Hallo, ich würde ganz klar sagen, das sind alles Symptome einer Depression! Lass Dir von einem Psychologen helfen! L G, TheEbu

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