alles peinlich kein selbstvertrauen -->motivation? & seltsame ängste

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4 Antworten

Da du dir bewusst bist, dass du ein Problem hast, kannst du es evtl. sogar ohne Psychologen lösen. Du kannst es ja mal versuchen, und wenn du es nicht schaffst, kannst du immer noch professionelle Hilfe suchen.

So wie das für mich klingt, hast du durch eine deiner Sorgen mit dem Nachdenken angefangen und dann ist dir aufgefallen, was alles in deinem Leben problematisch ist. Das kommt vor - wenn man sich darauf konzentriert, Negativaspekte zu finden, schafft man es auch, und nicht zu knapp. Von einem externen Standpunkt aus ist das tatsächlich eine Art von Reinsteigern, das heißt aber nicht, dass du kein ernstzunehmendes Problem hast. Du solltest es aber vor allem selbst ernst nehmen und dir Gedanken machen - Gedanken zur Lösung, nicht Gedanken, die um all das Schlechte kreisen und sich zu nichts entwickeln. Der Punkt ist, zu erkennen bzw. sich in Erinnerung zu rufen, dass es auch anders geht - aber nur, wenn man sich um seine Probleme kümmert.
Ein Großteil deiner Probleme entsteht dadurch, wie du selbst mit den Gegebenheiten umgehst. Das macht es schwer, etwas zu unternehmen, weil du dir selbst am meisten im Weg stehst, zugleich kannst du aber davon ausgehen, dass eine Änderung möglich ist, denn dich selbst zu ändern liegt in deiner Macht. Und es muss nicht alles auf einmal geschafft sein. Es ist wie mit einem Knäuel: wenn du es schaffst, ein paar Knoten zu lösen, wird das Ganze lockerer, irgendwann fällt es einfach auseinander. Du musst jetzt nur noch herausfinden, wo du am besten anfängst.

Grundsätzlich solltest du dir überlegen, welche Qualität deine Probleme haben, also wieso sie überhaupt Probleme sind und ob sie das sein müssen.
Gehen wir sie mal der Reihe nach durch. Da sind einerseits die Probleme, die mit der Welt, wie sie eben ist, zusammenhängen. Diese sind für dich nicht prinzipiell lösbar, weil du die Naturgesetze nicht außer Kraft setzen kannst (zumindest nicht ohne weiteres, Philosophie und Religion sind mit dergleichen beschäftigt, aber das ist für eine 17-Jährige mit mangelndem Selbstvertrauen eine Ecke zu groß). Die menschliche Sterblichkeit ist ein Problem, das jeden irgendwann einmal belastet, und das bisher von niemandem umfassend gelöst wurde (also so, dass es für alle anderen logisch nachvollziehbar und nachahmbar wäre). Es ändert aber nichts an deiner Sterblichkeit, wenn du an ihr verzweifelst. Du wirst einen rollenden Felsen nicht aufhalten, indem du darüber lamentierst, dass er rollt. Vielleicht kannst du aus dem Weg springen, vielleicht ist er gar nicht so gefährlich, wie du denkst, vielleicht kannst du ihn zerschlagen, das ist eine Frage, mit der man sich separat befassen kann, nachdem man mit dem Unter-der-Tatsache-leiden aufgehört hat. Und wie der menschliche Verdauungsapparat funktioniert, lässt sich vielleicht mit viel Technik umgehen, aber für ein normales Leben ist es wünschenswert, wenn man das nicht muss. Dass leckeres, gut aussehendes Essen durch ätzende Flüssigkeiten in Exkremente verwandelt wird, ist natürlich nicht gerade ästhetisch, aber - wie auch bei den anderen Problemen - dabei wird ein Gutteil außer Acht gelassen: Unser Körper trennt das Bekömmliche von den Abfallstoffen und bringt damit alles zum Laufen, wodurch wir überhaupt erst in der Lage sind, unsere Existenz zum Leben zu machen. Würde unser Körper nicht tun, was er tut, wäre auch alles andere für uns unmöglich.
Das sind also Dinge, die du nicht prinzipiell ändern kannst. Der Rat trifft selten zu, aber in diesem Fall ist es das sinnvollste, die Gegebenheiten zu ignorieren. Das Befassen mit dem Tod ist etwas für stabile Gemüter. Er kommt irgendwann von selbst, du brauchst dich also erstmal nicht darum zu kümmern, sondern kannst dich damit befassen, was du bis dahin tun willst. Wenn du dein Leben einigermaßen im Griff hast, ist der Tod auch nur noch halb so erschreckend. Und hast du ein langes und glückliches Leben, verliert er seinen Schrecken ganz. Was das Essen betrifft: konzentrier dich nicht darauf, was mit dem Essen geschieht, sondern darauf, was mit dir geschieht. Iss etwas, das dir schmeckt, trink klares, kaltes Wasser und fühl, wie es dich sättigt und erfrischt. Koche etwas, das lecker aussieht und gut riecht, und gib dich ganz der Vorfreude darauf hin, es zu verspeisen. Hilfreich und auch für deine Figur von Vorteil ist es natürlich, die Finger von Junkfood zu lassen, gegen etwas Schokolade ab und zu ist aber nichts einzuwenden.

Damit sind wir bei dem größeren Punkt: die Probleme, die nicht oder nur zum Teil in der Beschaffenheit der Welt liegen, sondern vor allem durch deine Einstellung dazu entstehen.
Mangelndes Selbstvertrauen, Motivationslosigkeit, Probleme mit dem Singledasein, Rückzugsverhalten, Prüfungsangst, Schulstress - das sind alles Probleme, die damit zusammenhängen, wie du mit ihnen umgehst. Natürlich ist da immer auch eine Gegebenheit der Welt vorhanden, aber sie ist für das jeweilige Problem nicht ausschlaggebend.

Fortsetzung folgt.

Fangen wir mit etwas Einfachem an: Schulstress. Du sagst, du hast deswegen Angst, weil du faul bist (runtergekürzt). Das ist gut, denn wenn du selbst für dein Problem verantwortlich bist, kannst du es auch aus der Welt schaffen. Klar, das ist leichter gesagt als getan, aber alleine die Tatsache, dass die Möglichkeit zur Änderung besteht und in den eigenen Händen liegt, kann - wenn man sich das mal klarmacht - einen ordentlichen Motivationsschub geben. Die Lösung für dein Schulstress-Problem ist so einfach wie schwierig: sei weniger faul. Nimm den unangenehmen Zustand, in dem du dich jetzt befindest, zum Anlass, den beschwerlichen Weg, der aus ihm herausführt, auf dich zu nehmen. Es kann bereits motivieren, sich in Erinnerung zu rufen, wie schlecht es einem geht, wenn man nicht motiviert ist. Noch hilfreicher ist allerdings, wenn du einen positiven Grund dafür weißt, warum du etwas tust. Du willst nicht nur gut in der Schule sein, um nicht als Versager dazustehen, sondern, um mit deiner Bildung den Beruf ergreifen zu können, der dir wirklich gefällt. Du weißt vielleicht jetzt noch nicht, welcher das ist, aber je besser die Basis ist, auf der du aufbauen kannst, desto weniger Sorgen hast du - jetzt und später. Denn deine Probleme hängen ja zusammen. Wenn du besser in der Schule bist, hast du weniger Stress mit deinen Eltern, du hast weniger Probleme damit, deinen Lehrern und Mitschülern zu begegnen, und deine Prüfungsangst nimmt ab.
Deine anderen Probleme haben damit aber natürlich auch zu tun, denn du könntest ja leichter lernen, wenn du ein besseres Selbstvertrauen hättest oder du mehr Unterstützung durch andere erfahren würdest. Es ist also sinnvoll, für alle deine Probleme über Lösungen nachzudenken.

Selbstvertrauen aufzubauen hängt stark damit zusammen, wie gut man sich selbst kennt, wie sehr man sich seiner selbst bewusst ist (Selbst-Bewusst-Sein). Der zweite wichtige Aspekt ist Skepsis gegenüber der Konvention. Was ich damit meine ist, dass man etwas nicht als ausschlaggebend betrachten muss, bloß weil es im Fernsehen gesagt wird. Nur weil jemand in einem Hochglanzmagazin abgedruckt und vielleicht sogar reich ist, heißt das nicht, dass dessen Lebensweise die richtige für dich (oder sogar für denjenigen selbst) ist. Noch muss so jemand automatisch weise oder glücklich sein (was zu einem Gutteil dasselbe ist). Du bist nicht zu dick, bloß weil dir ein überteuertes Designerkleid nicht passt, das für Menschen angefertigt wurde, die ihre Gesundheit ruinieren, weil ihr Aussehen alles ist, mit dem sie ihre steigende Angst vor der Vergänglichkeit verdrängen. Zu dick bist du evtl. (!) dann, wenn du nicht mehr in einen Kinosessel passt, wenn du keine Treppe mehr raufgehen kannst, ohne außer Atem zu kommen, oder wenn du deine Füße nicht mehr siehst. Dann wäre es für dich, deine Gesundheit, dein Wohlbefinden, sinnvoll, abzunehmen - aber nicht, weil dich jemand komisch anguckt oder auslacht, sondern weil du mehr vom Leben hast, wenn du dich auch etwas bewegen kannst.
Was das Singledasein betrifft, ist es natürlich schade, ohne Partner auskommen zu müssen, aber ein Grund zum Verzweifeln ist auch das nicht. Es ist besser, Single zu sein und die Uneingeschränktheit zu nutzen, als mit jemandem zusammen zu sein, den man eigentlich nicht liebt, nur damit man sich nicht so alleine fühlt oder - noch schlimmer - weil man ja eine gesellschaftlich vorgegebene Deadline fürs Entjungfern hat. Liebe ist etwas Wunderbares, warum sich das kaputt machen durch eine absolut unnötige Torschlusspanik? Wir leben in einem Zeitalter, in dem frau entscheiden kann, was sie mit ihrem Leben macht, und in dem sie nicht danach beurteilt wird (bzw. sich nicht danach beurteilen lassen sollte), wann und wie oft sie sich um ihre Fortpflanzung bemüht hat. Wir sind doch zu so viel mehr in der Lage...

Die Frage ist natürlich auch noch immer, was man denn nun konkret tun soll. Die Antwort ist: Nachdenken - das Handeln ergibt sich daraus. Finde heraus, worin genau deine Probleme bestehen, was die Ursache ist, wovor du eigentlich Angst hast und ob das überhaupt musst (meistens musst du es nicht). Lerne dich selbst kennen, erkunde deine Stärken und Schwächen und nutze die einen, um die anderen auszugleichen. Je mehr du darüber weißt, wie und wer du bist, desto leichter wird es, herauszufinden, was du tun kannst, um aus deinem Leben etwas zu machen und glücklich zu werden.

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Kennst du den Auslöser für deine Veränderung? Wenn nicht, ist es wichtig diesen herauszufinden, vielleicht mit psychologischer Begleitung. Gegen deine Panikattacken kannst du Entspannungsübungen machen (zb. Autogenes Training, braucht ein bisschen Übung, hilft dann aber auch wirklich.) Für stärkeres Selbstbewusstsein hilft es, sich kleine Ziele zu setzen, und diese dann auch zu erfüllen. Wenn du dich wirklich zu nichts mehr aufraffen kannst hast du Eventuell eine Depression, Angststörung, oder es ist einfach eine Phase. Ich rate dir wirklich, zum Psychologen zu gehen. Alles gute :)

dankeschön! das mit dem psychologen habe ich mir auch gedacht... nur meine eltern die nehmen mich nicht ernst sagen das ist die pubertät und wir haben auch nicht das geld für therapie außerdem will ich nicht das meine eltern wissen dass ich behandlung brauche weil sie eben meinen ich steigere mich darein

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@gugug

Aber deine Eltern müssen dich nicht ernstnehmen, wenn du tatsächlich zum Psychodoc gehst. Ich mein die werden dir ja kaum im Weg stehen können. Das ist rein eine Sache zwischen dir und dem Arzt. Musst deinen Eltern nicht mal Bescheid geben.

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@gugug

Eine Therapie wird in den meisten Fällen von der Krankenkasse übernommen. Manchmal brauchst du eine Überweisung, die kriegst du von deinem Hausarzt. Du kannst ja einen Termin vereinbaren und zu einem Erstgespräch gehen, davon müssen deine Eltern nichts wissen. Dann schilderst du dem Psychologen dein Problem und auch, dass deine Eltern denken, du steigerst dich darein. Dann kannst du entweder weiterhin "heimlich" zum Psychologen gehen, oder auch mit dem Psychologen zusammen mit deinen Eltern ein Gespräch führen. Eine Therapie verbieten, können deine Eltern nicht..

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@lisaflx129

mein hausarzt ist meine tante und die rechnungen gehen j an meine eltern dann kriegen die das schon mit...

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@gugug

Dann vereinbare direkt einen Termin mit dem Psychologen und bitte ihn, zusammen mit deinen Eltern zu reden. Versuch es einfach mal.. besser als wenn deine Probleme schlimmer werden..

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Hey hier ein paar Ratschläge von mir ich weiß wie du dich fühlst, Ich habe eine abf die hat mit 22 die ist noch jungfrau ich kann nur dir sagen

  1. such dir etwas was dir spaß macht z.b. Fahrrad fahren oder inliner oder schwimmen oder joggen

  2. zum lernen leise Musik anmachen habe ich damals auch gemacht beim lernen hat sogar geholfen

  3. wegen dem Angst vor dem Sterben lebe jeden Tag als wäre es dein Letzter

  4. wegen dem Essen das ist etwas natürliches versuch einfach nicht daran zu denken was damit passiert

hoffe konnte dir etwas helfen LG wenn nicht meld dich mal bei mir

Die anderen haben Recht: Geh als erstes zum Hausarzt und dann lass dir eine Überweisung zu einem Psychologen geben. Ich denke wir können dir da kaum weiterhelfen, weil hinter deiner Beschreibung könnte eine Depression stecken.

Da es immer sehr lange dauert, bis man den Termin bei einem Psychologen wahrnehmen kann (lange Wartezeiten), kannst du dir die Zeit bis dahin ja mit Johanniskrauttabletten überbrücken. Diese sind rein pflanzlich und helfen bei leichten bis schweren Depressionen. Sie sollen sogar besser sein als die Antidepressiva vom Arzt. Du kannst sie dir in der Apotheke rezeptfrei oder in der Drogerie holen.

Keine Sorge, aus diesem Tief kommst du wieder raus.

LG

sind die teuer?

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