Alles nur eine Kopfsache?

10 Antworten

Hallo thebiggestnoob,

vielen fehlt, genau wie Dir, ein gesundes Maß an Selbstachtung. Ein Mangel an Selbstvertrauen ist jedoch kein unabänderliches Schicksal! Es ist zunächst wichtig, dass verstehst, wodurch Selbstzweifel entstehen und dann die richtigen Schritte in Richtung mehr Selbstwertgefühl tust. Was könnte Dir denn helfen, Dein Selbstvertrauen zu stärken?

Versuche Dich z.B. möglichst nicht mit anderen zu vergleichen. Niemand ist genauso wie Du. Jeder hat gewisse Persönlichkeitsmerkmale vererbt bekommen und ist in einer anderen Umgebung aufgewachsen. Aufgrund Deiner Einzigartigkeit ist es daher wenig sinnvoll, wenn Du Dich mit anderen vergleichst.

Einem Idealbild von Dir hinterherzulaufen, trägt ebenfalls nicht zu einer gesunden Selbstachtung bei. Solch ein Idealbild hast Du Dir höchst wahrscheinlich nicht selbst erdacht, sondern stammt von denen, die Dich erzogen oder auch anderweitig beeinflusst haben.

Besser wäre es, wenn Du selbst entscheidest, wer oder was Du sein möchtest - sei also ganz Du selbst! Das gibt Dir eher ein Gefühl von Stärke und Sicherheit. Nachfolgend möchte ich Dir noch ein paar Tipps geben, die Du einmal ausprobieren könntest:

Nimm Dir z. B. eine kleine Sache vor (Zimmer aufräumen, Arbeiten im Haushalt etc.) und zieh sie durch. Je öfter Du das tust, desto mehr kleine Erfolgserlebnisse wirst zu haben. Der Erfolg wiederum stärkt Dein Selbstvertrauen.

Suche auch regelmäßig nach einer Möglichkeit, Dich körperlich zu betätigen und auszupowern. Vielleicht versuchst Du es ja mal mit schwimmen, Fahrrad fahren, joggen etc. Das führt zur vermehrten Ausschüttung von Endorphinen, was wiederum Glücksgefühle auslöst.

Eine andere Möglichkeit wäre, wenn Du Dich kreativ betätigst. Baue oder bastele etwas Sinnvolles. Etwas zustande gebracht zu haben, hebt das Selbstbewusstsein. Wie wäre es damit, einmal etwas Neues auszuprobieren?

Du könntest z. B. an einem Kurs teilnehmen, ein Musikinstrument erlernen o. ä. Dabei kommst Du mit anderen Menschen zusammen und erwirbst neue Fähigkeiten und Fertigkeiten. Auch das könnte Deinem Selbstvertrauen einen neuen Schub geben.

Vielen, denen es an Selbstwertgefühl mangelt, haben kein gesundes Verhältnis zum eigenen Ich. Sie haben ständig an sich etwas auszusetzen und sind nie mit Ihren Leistungen zufrieden. Sie denken permanent schlecht von sich und lassen kein gutes Haar an sich selbst.

Wenn es Dir auch so ergeht, dann wird es höchste Zeit, das Steuer herumzureißen. Statt Dich selbst zu verurteilen und schlecht zu Dir zu sein, versuche es doch einmal mit dem Gegenteil: Sei gut zu Dir, gönne Dir bewusst etwas Schönes und habe Verständnis für Deine Fehler und Schwächen.

Probiere doch einmal die einfache Übung aus, indem Du immer wieder zu Dir selbst sagst: "Ich mag Dich!" Vielleicht kommt Dir das ein wenig albern vor, doch mit der Zeit wird es Wirkung zeigen.

Damit gibst Du Dir das, was Du bisher von anderen zu wenig oder gar nicht gehört hast. Ein gesundes Selbstwertgefühl kann auch nur dann entstehen, wenn Du Dich selbst bedingungslos annimmst. Knüpfe diese Selbstannahme nicht an Bedingungen, wie z. B. Leistung oder Perfektion. Nimm Dich also auch dann an, wenn Du eben nicht perfekt bist!

Was das Selbstvertrauen enorm stärkt, sind, wie bereits erwähnt, Erfolge. Da jeder Mensch irgendwo Erfolge erzielt, sie aber nicht immer wahrnimmt, sollte er es lernen, sie sich bewusst zu machen. Wenn Du glaubst, nicht erfolgreich zu sein, dann könnte es daran liegen, dass Du einfach nicht von Deinen Fähigkeiten und Leistungen überzeugt bist. Lerne es daher, an Dich zu glauben. Versuche auch an frühere Erfolge anzuknüpfen.

Solltest Du Dir angewöhnt haben, Dich mit anderen zu vergleichen, dann fügst Du Deinem Selbstvertrauen Schaden zu. Vergiss nicht, dass jeder Mensch einzigartig und wertvoll ist. Dein eigentlicher Wert hängt nicht davon ab, dass Du genauso viel kannst und leistest wie andere.

Jeder hat andere Talente und Fähigkeiten mitbekommen und ist in einer anderen sozialen Umgebung aufgewachsen. Allein schon aus diesen Gründen bringt es nichts, sich mit anderen zu vergleichen. Besser ist es, auf das zu blicken, was Du im Laufe Deines Lebens alles zustande gebracht und erreicht hast. Bestimmt gibt es auch Dinge, die Du besonders gut kannst, besser als die meisten anderen.

Neben all den genannten Tipps solltest Du auch eines nicht aus dem Blickfeld verlieren (falls Du an Gott glaubst): Du bist wertvoll in Gottes Augen! Das geht z. B. aus den Worten Jesu hervor, durch die er seinen Jüngern klar machen wollte, welchen Wert sie in Gottes Augen hatten.

Jesus sagte: "Verkauft man nicht fünf Sperlinge für zwei Münzen von geringem Wert? Doch nicht einer von ihnen wird vor Gott vergessen. Aber sogar die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Fürchtet euch nicht; ihr seid mehr wert als viele Sperlinge" (Lukas, Kapitel 12, Verse 6 u. 7).

Die Redewendung "die Haare eures Hauptes sind gezählt", bedeuten, dass Gott sich so sehr für jedes Detail unseres Lebens interessiert, als ob er gleichsam die komplette Anzahl unserer Haare wüsste. Ist das nicht ein sehr schöner Gedanke, der einem helfen kann, sich in einem anderen Licht zu sehen?

Wie Du also siehst, gibt es Möglichkeiten, etwas gegen Dein mangelndes Selbstwertgefühl zu tun. Fange am besten noch heute damit an! Ich wünsche Dir viel Erfolg mit diesen Tipps und hoffe, dass sie Dir dabei helfen, Dich selbst in einem besseren Licht zu sehen.

LG Philipp

Es ist schön, zu lesen, dass Du beide Seiten in Dir wahrnimmst!

Es ist auch toll, dass Du Hilfe annimmst, Du musst nämlich nicht alles alleine hinbekommen.

Eine Krise ist immer auch eine Chande, und wenn Du nach einem Klinikaufenthalt wieder mehr Klarheit und Kraft hast, dann kannst Du Deine guten Ziele auch in kleinen überschaubaren Schritten erreichen, wenn Du das willst!

Ziele, die Dich wirklich innerlich erfreuen, sind leichter zu erreichen, als Ziele solche, die Du bei anderen siehst. Jeder Mensch hat andere Talente, Stärken und Ziele und wenn Du herausfindest, welches Deine sind, dann hast Du das wichtigste geschafft und der Rest ist gut erreichbar.

Wenn Du solch ein erreichtes Zel feierst, gibt Dir dass bereits Kraft und Energie um weitere geeignete Ziele zu erreichen oder in Freude das zu geniessen, was Du erreicht hast!

Ich bin sicher, das Du bereits heute Dinge hast, die Du geschafft hast - und sonst frag die Menschen um Dich herum, ob Sie welche benennen können. Jeder Mensch, der lebendig ist hat großes geschafft, seine Existenz und seine Geburt, und du hast die Schule und Kindheit überlebt ;) das ist schon sehr viel!

Ich wünsch Dir viel Ruhe um Klarheit zu bekommen und das Du immer öfter den positiven Blick auf Dich selbst einnehmen kannst <3 <3 <3 <3 <3 denn so sieht Dich auch Gott.

Ich wünsch Dir seinen reichen Segen!

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Richtig es ist immer eine Kopfsache.

Vergiss nicht das du dir selber dein bester Freund und gleichzeitig dein Schlimmster Feind bist.

Wenn du dich weiterhin in jederlei Hinsicht als Versager betrachtest wirst du auch so wahrgenommen.

Versuch wenigstens die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Glaub mir ich verstehe wie du dich fühlst, zumindest glaub ich das.

Und Vergleich dich nicht mit anderen das bringt dich nicht weiter.

Nur weil es Menschen gibt die es besser hingekriegt haben bedeutet das noch lange nicht das du irgendwie weniger wert bist.

Es wird immer jemanden geben der besser ist.

Und mit fast 19 bei seiner Mutter leben ist jetzt schlimm? ^^

Solange du in der Ausbildung bist oder auch weiterhin zur Schule gehst kannst du auch bis 25 da bleiben...wenn juckts? :)

Ich finde das absolut schlimm. Sie ist auch nur ein Mensch und sie verdient auch ihre Ruhe, ihr Freiraum. Doch mir zu liebe, weil sie mich nunmal gezeugt hat, lässt sie mich nicht fallen. Es ist doch egoistisch von mir, wenn ich all das, was sie für mich tut, nicht zurückgeben kann.

.. Mich „juckts“. Ich habe mir meine Zukunft so anders vorgestellt ... wollte mit 18 studieren(war einmal Gymnasiastin und tatsächlich hatte ich solche Träume), Dinge tun, die andere in meinem Alter nunmal auch tun.

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@thebiggestnoob

Ich glaube nicht daß Du egoistisch bist und außerdem gehe ich mal davon aus das Deine Mutter Dich liebt und das beste für Dich will und gerne Dich unterstütz in der Situation in der Du dich zur Zeit befindest und Dir zuliebe auf gewisse Dinge auch freiwillig verzichtet . Sie will Dich einfach wieder glücklicher sehen und denkt gar nicht daran das Du ihr Ihre "Opferbereitschaft "nicht zurückgeben kannst . Sei dankbar das sie für Dich da ist und lass es sie wissen das Du es sehr schätzt und helfe Ihr auch wie es Dir möglich ist .

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@thebiggestnoob

Eltern zu sein bedeutet nun mal auch sich in gewisserweise für den Nachwuchs aufzuopfern.

Oder glaubst du das deine Mutter gleich als sie dich bekommen hat sich dachte "hoffentlich bin ich die mit 18 los"?

Schon mal daran gedacht das deine Mutter das tut weil sie dich liebt und nicht deswegen weil sie "eine Gegenleistung" dafür möchte?

Vielleicht würde es ja deiner Mutter ja gar nicht besser gehen wenn sie allein wer.

Vielleicht bist du ja gar nicht so eine große Belastung für sie so wie es für dich zu sein scheint?

Wenn du deiner Mutter helfen willst, und willst das sie Glücklich ist solltest du erstmal was an deiner Denkweise über dich ändern.

Den wenn du dich die ganze Zeit fertig machst spüren das die Menschen die dich lieben ebenfalls.

Wenn du es allerdings schafen würdest dich aus einer anderen Perspektive zu sehen und das auch nach außen zeigst wird sich das auf deine Mitmenschen auswirken.

Du hast Ziele?

Gut!

Du konntest sie nicht erreichen?

Dan ist das halt so.

Das Leben ist kein Kinderspiel, du musst Stark bleiben und auf keinen Fall in Selbstmittleid versenken.

Du bist dir in moment dein Schlimmster Feind.

Diesen Feind darfst du aber nicht mit Hass begegnen sondern musst lernen in Positiv zu sehen.

Du musst lernen dich so wie du bist und die Lage in der du dich zur Zeit befindest zu akzeptieren.

Mach dir diesen Feind zum Freund glaub mir es wird dein Leben um einiges erleichtern.

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Hilfe?! Ich will nicht mehr? Selbstmord?

Hallo,

ich weiß gar nicht wie ich Anfangen soll... Also ich bin Anfang 20 und will am liebsten nicht mehr da sein. 2015 hat es schlagartig angefangen und seitdem würde ich am liebsten sterben. Ich habe Angefangen mich selbst zu verletzten und wollte mich schon im Januar 2018 umbringen, aber ich feiges stück konnte es nicht durchziehen. Ich weiß nicht warum Ich bin Hoffnungslos... Ich fühle mich leer und ich bin verwirrt. Ich mache mir jeden Tag Gedanken über die Zukunft und eigentlich freue ich mich auch auf so einiges, aber dann kommen schlagartig diese dunklen Gedanken, von wegen du schaffst das eh nicht. Die Zukunft ist schlecht, das stehst du eh nicht durch. Ich lebe noch bei meinen Eltern und habe auch 3 Geschwister mit kindern. Und trotzdem fühle ich mich so allein. Wenn ich ehrlich bin habe ich angst irgendwann alleine zu wohnen. Ich glaube dann würde ich es eines Tages einfach durchziehen und in frieden sein. Ich habe Angst es jemanden anzuvertrauen oder drüber zu reden... das würde sowieso keiner verstehen. Jeden Tag denke ich über Selbstmord nach und plane schon verschiedene Methoden um es durchzuzieren. Ich habe mich eigentlich schon damit abgefunden zu sterben. Am liebsten würde ich ab und zu einfach mal weinen, aber ich kann irgendwie nicht (weis nicht warum). Also wie kann ich mir am besten Mut zusprechen?? oder was soll ich sonst machen??

Tut mir leid für den Text (auch wenn nicht viel Sinn dahinter ist), aber danke fürs lesen.

Mfg

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