Alles muss von irgendwas entstanden sein, geschaffen worden sein. Von was wäre dann Gott entstanden?

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23 Antworten

Hallo foxnewslogo, 

ja, diese Endlosfrage ist nicht neu. Ließe man sich darauf ein, käme nur Frust heraus. 

Dein Ansatz führt zu keiner vernünftigen Lösung, weil Deine Behauptung zu Anfang -  alles muss von irgendwas entstanden/geschaffen sein - falsch ist. 

Die einzige Lösung der Frage,  -  woher kommt das alles, das Universum - und wir? - steht in der Bibel.

Bitte, lies Psalm 90, Vers 2 (vorzugsweise direkt aus der Bibel):

2 Ehe die Berge geboren waren und du die Erde und die Welt erschaffen2 hattest, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du, Gott. 

Wir Menschen können uns gerade noch das ewige Leben in die Zukunft hinein vorstellen. Dass unser Leben nie endet. 

Aber was bedeutet die Ewigkeit in Bezug auf die Vergangenheit? 

Und für Gott? Dass sein Leben keinen Anfang hat? Selbstverständlich. Genau das.  

Gott lebte seit ...jeher, war schon immer existent. Präsent. Omnipotent.

So wie wir akzeptieren, dass der Ewige heute lebt und morgen lebt und übermorgen, und weiter und weiter lebt, so sollte akzeptiert werden, dass die Ewigkeit nicht nur in eine Richtung geht. 

Genau, in der Unendlichkeit kommt auch nicht plötzlich die Abrisskante oder die Mauer. Egal ob du nach Norden gehst oder nach Süden, ostwärts oder westwärts.

Dieser ewige Gott beschloss, vielleicht vor etlichen Milliarden Jahren, etwas Materielles zu erschaffen. Und da er ein wirklich großer Gott ist, schuf er "unser" möglicherweise unendliches Universum.

Mit seinen Milliarden Sonnen und Sternen und Planeten und Monden.

Geplant und geordnet in Galaxien und Systemen. 

So veranschaulicht es die Bibel in Hebräer 3, Vers 4 (NGÜ):

Schließlich hat jedes Haus einen Erbauer, und der, der alles erschaffen hat, ist Gott.

Und noch einmal: Gott lebte seit jeher, war schon immer existent. Präsent. Omnipotent.

Grüße, kdd

Kommentar von Hamburger02
03.11.2015, 13:59

"So veranschaulicht es die Bibel in Hebräer 3, Vers 4 (NGÜ):
"Schließlich hat jedes Haus einen Erbauer, und der, der alles erschaffen hat, ist Gott."
Und noch einmal: Gott lebte seit jeher, war schon immer existent. Präsent. Omnipotent."


Das ist erneut ein Beispiel, dass die Bibel völlig untauglich ist, naturwissenschaftliche Fragen zu klären und lediglich das menschliche Wissen der Antike darstellt, keinesfalls aber die Weisheit einer Göttlichkeit. Paulus kannte damals noch nichts von Selbstorganisation, was wir heute wissen, und deswegen hat er einen solchen wissenschaftlich nicht haltbaren Stuss von sich gegeben. Paulus begeht auch einen Kategorienfehler, der ihn heutzutage bei jedem Wissenschaftler einfach nur lächerlich macht, nämlich den Hausbau mit der Entstehung des Universums zu vergleichen. Das ist die typisch Logik von der Kanzel oder dem Wort zum Sonntag, die auch nur glauben kann, wer sie unbedingt glauben will und dabei den Verstand und das heutige Wissen ausblendet. 
 

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Hallo foxnewslogo,

rein logisch betrachtet, müsste man diese Frage so stellen. Normalerweise ist fast alles, was wir kennen, irgendwann einmal entstanden und hatte somit einen Anfang. Kann man jedoch auch bei Gott von einem Anfang sprechen? Ist Gott durch jemand anderen erschaffen worden?

In der Bibel steht folgendes über Gottes Existenz: "Ehe selbst die Berge geboren wurden oder du darangingst, wie mit Geburtswehen die Erde und das ertragfähige Land hervorzubringen, ja von unabsehbarer Zeit bis auf unabsehbare Zeit bist du Gott" (Psalm 90:2). Der hier gebrauchte Begriff "unabsehbare Zeit" hat auch die Bedeutung von "Ewigkeit". Gemäß der Bibel ist es also richtig zu sagen, dass Gott schon immer existiert hat.

Viele halten diese Aussage für unvernünftig und unglaubhaft. Es stimmt, unser Verstand kann einfach nicht erfassen, wie es möglich sein soll, dass Gott schon immer dagewesen ist. Wäre das jedoch wirklich ein Grund, es abzulehnen?

Es gibt vieles andere in unserer Welt, das wir auch nicht völlig begreifen können, von dem wir jedoch überzeugt sind. Denke nur einmal an die Zeit. Wer kann sich vorstellen, dass es Zeit schon immer gegeben hat und auch in der Zukunft kein Ende hat? Dennoch lehnen wir den Zeitbegriff nicht deswegen ab, weil wir nicht alle damit verbundenen Gesichtspunkte völlig verstehen können.

Ebenfalls nicht begreifbar für uns ist die Unendlichkeit des Weltalls. Astronomen finden kein Anfang und kein Ende und je weiter sie in den Weltraum vordringen, desto mehr entdecken sie. Viele sind daher von der Endlosigkeit des Universums überzeugt, obwohl die menschliche Vorstellungskraft nicht ausreicht, das wirklich voll und ganz zu begreifen.

Es gibt auch viele Dinge auf unserer Erde, die uns Rätsel aufgeben. Wir begreifen z.B. noch nicht einmal, was das Leben eigentlich ist oder alle Aspekte der Funktionsweise des menschlichen Gehirns, um nur zwei Beispiele zu nennen. Dennoch sind wir bereit, die Tatsachen anzuerkennen.

Der Forschergeist des Menschen scheint zwar keine Grenzen zu kennen, doch sollte man den menschlichen Verstand auch nicht als das Maß aller Dinge ansehen. Es mag sein, dass wir bestimmte Dinge niemals vollständig verstehen werden, egal wie lange wir forschen oder darüber nachdenken. Die Bibel sagt, dass der Mensch "das Werk nie herausfinde, das der [wahre] Gott gemacht hat vom Anfang bis zum Ende" (Prediger 3:11). Das mag vielleicht ein wenig frustrierend klingen, doch erinnert dieser Text die Menschen daran, dass sie gewissen Grenzen unterworfen sind. Nichts desto trotz wird es in alle Ewigkeit immer wieder Neues zu entdecken und erforschen geben.

Wenn wir also schon in unserer materiellen Welt auf vieles stoßen, das den menschlichen Verstand übersteigt, können wir dann erwarten, von einem Gott, der das unermessliche Weltall und die unzähligen Formen des Lebens ins Dasein gebracht hat, alles zu wissen und zu begreifen, wie z.B. seine Ewigkeit?

LG Philipp

Bei Gott gibt es keine zeit.
Die Zeit ist erst mit der enstehung der Erde gekommen.
Bei Gott gibt es keinen Anfang und kein Ende.
Also war Gott schon immer da und wird auch immer da sein

Gott ist vom Menschen entstanden. Genaugenommen ist die Idee eines monotheistischen Gottes erst c.a. 3.000 Jahre alt und findet ihre Schöpfer im Judentum.

Nur weil etwas entsteht muss es nicht geschaffen worden sein, ein Gedanke den Gläubige offenbar nicht ertragen können.

Kommentar von DerBuddha
02.11.2015, 10:10

der monotheistische gott ist nicht aus dem judentum entstanden sondern aus der ägyptischen mythologie, und der stammvater der christen, juden und muslime ist abraham gewesen, der mit den tausenden göttern der ägypter aufwuchs und dann aus irgend einem grund den monotheismus erfand..........deshalb redet man bei allen drei religionen auch von der abrahamitische religion.......weil alle drei religionen behaupten, die monotheistische religion entstammt aus ihrer..........:)

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Unser Schöpfer ist nicht "entstanden" sondern lebt "ewig" (zeitlos).

Ein anderes Wort dafür gibt es nicht prosaisch wird in Offb.21,6  und 22,13 der Ausdruck gebraucht: "Ich bin das A und O,  der Anfang und das Ende".

Da Gott "zeitlos" ist, umschreibt das die Ewigkeit (Offb.22,5).

Da Gott (Jes.45,22) aus Geist besteht, der ewig existiert, können wir physische Menschen das (jetzt) nur wenig begreifen...(Kol.1,17).


Wenn Gott enstanden wäre, müsste er einen Anfang haben. Aber Gott ist das Alpha und das Omega. Der Anfang und das Ende.

Kommentar von DerBuddha
02.11.2015, 10:18

durch unser jetziges verständnis über das universum und der entstehung dessen, haben wir keine idee was am ende des universums vorhanden ist, denn wenn es sich immer weiter ausbreitet, was ja bewiesen ist, braucht es auch platz dazu..........würde es sich diesen platz selbst erschaffen, wäre das universum dann gott?.....denk mal drüber nach............*g*

oder anders gefragt, was existiert ausserhalb des universums?.............vielleicht gibt es sogar multiversen, parallelwelten? egal was existiert, es ist auf keinen fall ein gott wie wir menschen ihn uns vorstellen, denn fakt ist, würde es einen gott geben, wir wären ihm egal, denn er hätte ganz andere prioritäten, denn er hat das universum ja so erschaffen wie es ist, mit allen kosmischen katastrophen drain, mit allen endlichen abläufen, denn wenn unsere sonne mal stirbt, ist es völlig egal wie viele menschen dann auf diesem planeten leben und an einen gott glauben, den es so nicht gibt..........und in dem moment, wo wir andere lebensformen im universum nachweisen, ist der ganze schwachsinn, von wegen wir sind die krone der schöpfung usw. im hintern.........*g*...denk auch darüber mal nach

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Kommentar von Hamburger02
03.11.2015, 14:18

"Wenn Gott enstanden wäre, müsste er einen Anfang haben."



Hat er auch. Die Idee eines Einzelgottes lässt sich bis auf die Hyksos zurückverfolgen. Der Gott Moses, Jahweh, hat seinen Anfang bei einem Berg- und Wettergott auf dem Sinai, den Mose übernommen und ihm den Namen Jahweh gegeben hat. Bei Mose war das auch noch kein Einzelgott sondern einer von vielen als wahr angenommenen Göttern. Erst in der babylonischen Gefangenschaft haben die Israeliten diesen Gott zum einzigen, allmächtigen und ewig existierenden Gott gemacht, der er heute ist.
Das Ende dieser Fantasiegestalt dürfte eng mit der fortschreitenden Bildung der Menschheit korrespondieren. Er ist ja bereits stark auf dem absteigenden Ast, zumindest hierzulande.
 

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Wenn man annimmt, dass ALLES aus etwas entstanden sein muss, und dieses Gesetz immer und überall gilt, so muss man sich natürlich folgerichtig immer weiter fragen, aus was denn dieses Etwas entstanden ist, was man gerade in seiner Überlegung betrachtet. Da dieses Axiom (alles ist aus etwas entstanden) zu einem unendlichen Regress führt, muss man es hinterfragen. Wann gilt es? Wo gilt es? Für welche Entitäten gilt es?  

Der Mensch kann sich viele Dinge (und ganz allgemein viel Seiendes und viele Vorgänge) vorstellen, die es nicht geben kann. Im Traum kann man z.B. ohne Hilfsmittel unter Wasser atmen, oder man kann ohne Hilfsmittel fliegen, oder einen Winkel dreiteilen nur unter Benutzung der klassischen Hilfsmittel u.s.w., aber in Wirklichkeit geht das nicht.

So kann sich der Mensch auch ein allmächtiges Wesen vorstellen. Aber diese Vorstellung ist ein Widerspruch in sich. Ein allmächtiges Wesen kann es nicht geben. Der Beweis kann schon allein mit den zur Zeit von Menschen erkannten logischen Gesetzen geführt werden. In späteren Jahrtausenden wird die Menschheit noch viel mehr logische Gesetze erkannt haben und der Beweis wird sich dann wesentlich vereinfacht haben.

Der Mensch kann sich auch ein Nichts vorstellen. Aber auch ein Nichts kann es nicht geben. Die Menschheit hat den Beweis, dass es ein Nichts nicht geben kann, erst vor wenigen Jahren formuliert und es gibt nur wenige Menschen, die diesen Beweis verstehen.

Ein Nichts, sofern es dieses gäbe, wurde sofort in ein Etwas zerfallen.

Eine bemerkenswert hochstehende Antwort gibt die christliche Schöpfungsmythologie (bitte nicht mit der jüdischen Schöpfungsmythologie verwechseln). Gemäß Johannes 1, 1 ff ist Gott in einem Logikfeld aus rekursiver Logik entstanden. 

1 Im Anfang war die Logik, und die Logik war bei Gott, und Gott war die Logik. 2 Diese  war im Anfang bei Gott.3 Alle Dinge sind durch diese gemacht, und ohne diese ist nichts gemacht, was gemacht ist. 4 In ihr ist Leben, und Leben ist das Bewusstsein der Menschen. 

Kommentar von WotansAuge
01.11.2015, 22:14

Hinweis: Ein Logikfeld ist die Menge aller wahren Aussagen, z.B. wenn a>b und b>c folgt dass a>c. Diese Aussage ist wahr, unabhängig von Zeit, Raum und Bewusstsein. 

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Warum glaubst du denn, für Gott gilt Dasselbe, wie für alles andere auch? Gott unterliegt überhaupt keinen Gesetzen, schon gar nicht denen der menschlichen Logik.

Kommentar von Quesnay
04.11.2015, 19:58

Dann kannst Du, die Du ein Mensch bist, auch keine sinnvollen Aussagen über ihn treffen.

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Wieso muss? Stellen wir vielleicht nur die Frage verkehrt, weil wir von einem allerersten Anfang ausgehen? Leben kommt von Leben.

Das Pseudo-Paradoxon der Frage "Wer hat Gott erschaffen" ist letztendlich nur der armselige Versuch, Logik soweit zu verbiegen, daß man sie für jeden dämlichen Zweck nutzen kann, den man grad so anstrebt. Zum Beispiel sich für klüger halten als man eigentlich ist.

Bei dieser pseudointelligenten Frage übersieht man nämlich gerne (und meist wohl auch absichtlich), daß Gott kein Geschöpf ist.

Was kein Geschöpf ist kann daher auch nicht erschaffen oder anderweitig entstanden (=einen Anfang haben) sein.

Dasselbe gilt für den Unfug mit dem Stein, den Gott nicht heben können soll und was es da auch sonst noch an nur scheinbar klugen Fragen gibt.

Wenn man über diese beliebten Spott-"Argumente" mal wirklich nachdenkt erkennt man zweifelsfrei die Dummheit, die sich damit offenbart.

Ein Gott, der unser Universum erschaffen (er existiert also schon vor Raum und Zeit!) hat muss nicht zwangsläufig auch denselben Naturgesetzen unterliegen, die er für dieses Universum festgesetzt hat. Immerhin steht er ja grundsätzlich außerhalb seiner Schöpfung.

Und dennoch kommen manche Schlaumeier immer nur mit dieser beschränkten Sichtweise daher, daß es unlogisch wäre, wenn Gott was kann, was uns Menschen unmöglich ist.

Und selbst wenn Gott ebenfalls durch einen übergeordneten Gott erschaffen worden wäre: Unser Schöpfer bleibt dennoch für uns die letzte Instanz in der Befehlskette. Also ist der Gott unseres Gottes für uns nicht relevant.

Alles weitere müssen die Götter nun wirklich unter sich klären. ;)

warehouse14

Kommentar von Quesnay
01.11.2015, 22:43

Deine dürftige Logik wird nicht besser, wenn Du fett schreibst. Und auch nicht, wenn Du Leute beleidigst, die Deine Auffassung nicht teilen.

Die Frage, wer Gott erschaffen hat, ist nur die naheliegende Replik auf den beliebten "Gottesbeweis", der von der (unbegründeten) Prämisse ausgeht, dass alles, was existiert, von etwas anderem verursacht sein müsse, ergo die erste Ursache Gott sei.

Ist die Prämisse universell richtig, ist die Frage nach der Ursache Gottes zwingend. Gilt die Prämisse für ein Ding (z.B. Gott) nicht, warum sollte sie nicht auch für anderes nicht gelten?

A propos "sich offenbarende Dummheit": Es kann nichts vor der Zeit existieren, da "vor" ein zeitlicher Begriff ist. Aus demselben Grund kann auch nichts außerhalb des Raumes existieren.

Du sagst, Gott sein kein Geschöpf, aber das Universum eine Schöpfung. Du versteckst Deine Folgerungen in den Prämissen. Wie wär's denn mit der anderen These: Das Universum ist keine Schöpfung, aber Gott ein Geschöpf (des Menschen)?

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Kommentar von FreundGottes
03.11.2015, 17:37

Bei dieser pseudointelligenten Frage übersieht man nämlich gerne (und meist wohl auch absichtlich), daß Gott kein Geschöpf ist.

Jede Entität innerhalb des Universums ist aus etwas entstanden, aber das Universum selbst ist nicht innerhalb des Universums. Wenn die Zeit entstanden ist, dann gab es vor ihrer Entstehung keine Zeit. Dann kann sich nichts, was es zeitlich vor der Zeit geben hat, verändert haben, z.B. um einen Gedanken oder einen Entschluss zu fassen. 

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Die Frage wird niemand beantworten können :o , aber gute Frage^^

Kommentar von Red4dead
01.11.2015, 19:50

Richtig. Existenz ist ein Paradoxon.

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Es gibt für die Existenz Gottes unter anderem auch einen kosmologischen Beweis. Der besagt, das alles was existiert eine Ursache hat. Und wenn man Gott als diese Ursache sieht und erkennen kann und will, dann hat man im Grunde seinen Beweis für das Leben ansich. Für die Ungläubigen, Kritiker und Atheisten ist das aber zu wenig. Sie akzeptieren eher, daß etwas aus dem Nichts entsteht, als daß jemand (der das will und kann) einen Anfang setzt. Das ''Problem'' hierbei ist, daß man eben diesen Anfang als gegeben erachten muss, also davon ausgehen müsste, daß der Ursprung und Ausgangspunkt und das Ergebnis bereits vorhanden war und ist. Also Gott! Das nennt man dann einen sogenannten Zirkelschluss, den man immer wieder vorgeworfen bekommt, wenn man anhand dieser, für einen persönlich feststehenden (geistlichen) Tatsachen, anfängt zu argumentieren und zu erklären. Das gipfelt dann letztlich in der unsinnigen Frage, wer denn Gott erschaffen hat? Ist das ein Schwachpunkt im Wort Gottes? Nein, eher das genaue Gegenteil.

Wenn Gott gewollt hätte, daß man ihn unzweifelhaft und vollkommen klar erkennt und wahrnimmt, hätte er für unumstößliche Beweise gesorgt, die selbst der größte Zweifler hätte anerkennen müssen. Aber Gott lebt nicht in Zeit und Raum. Es ist trotzdem nicht so, daß man Gott nicht erkennen könnte. In Römer 1, 19-20 steht: ''Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine Entschuldigung haben''. Es geht im Kern um Offenbarungen. Und zwar in der Weise, daß davor auch immer der Glaube stehen muss, ohne den wir Gott nicht gefallen können - Hebräer 11,6: ''Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt''. Man kann also sagen, der Sinn und Zweck eines sogenannten Zirkelschlusses, den die Ungläubigen als Beweis von Unglaubwürdigkeit erkennen wollen, ist der Fakt, daß so wie Gott in allem am Anfang steht, auch der Glaube am Anfang stehen muss, um durch darauf aufgebaute Offenbarungen, die Wahrheit und Gott selbst zu erkennen.

Und wenn Christen dann kommunizieren, daß sie tatsächlich errettet und erlöst und angenommen sind, ist das etwas, was für Außenstehende auch wieder nur eine Zirkelschluss-Logik ist. Aber sie stimmt eben trotzdem und gerade deshalb. Paulus schreibt in Römer 8, 16-17: ''Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Wenn aber Kinder, so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir wirklich mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden''. So ist uns also das Ende und Ziel des Glaubens (unsere ewige Seligkeit) jetzt schon bekannt. Sozusagen bestätigt der Geist Gottes den Zirkelschluss, indem er klar sagt, daß der Anfänger und Vollender des Glaubens Gott selbst ist in Jesus Christus (Hebräer 12,2).

Kommentar von Hamburger02
03.11.2015, 14:28

"Es gibt für die Existenz Gottes unter anderem auch einen kosmologischen Beweis. Der besagt, das alles was existiert eine Ursache hat."

Da erkenne ich doch sofort den Gläubigen: eine unbelegte Behauptung wird als Beweis genommen. Für einen Beweis bedarf es aber deutlich mehr und das, was du als kosmologischen Beweis anführst, ist gar keiner. Dieser angebliche Beweis geht davon aus, dass das Kausalitätsprinzip immer und überall gilt. Dass das Kausalitätsprinzip aber nur in der Nähe des Thermodynamischen Gleichgewichtes gilt, aber nicht für lebende Systeme ud Systeme fernab des Thermodynamischen Gleichgewichtes,  wurde inzwischen in der Theorie Dissipativer Strukturen, die 1977 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, ausreichend gezeigt. Wirkungen können auch durch Emergenz und Selbstorganisation entstehen, bei denen es keinen kausalen Ursache-Wirkungszusammenhang mehr gibt.  

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entstehen und erschaffen sind zwei unterschiedliche Begriffe.

Entstehen trifft es nach wissenschaftlichen Erkenntnissen korrekt, denn wie man inzwischen weiß, kann die Natur Neues aus sich selber entwickeln, ohne dass dafür ein Eingriff von außen erforderlich wäre. Die zugehörige physikalische Theorie ist die Theorie Dissipativer Strukturen, die 1977 den Nobelpreis erhielt.

Erschaffen bedeutet, da gibt es etwas oder jemand, der neues von außen in die Welt bringt. Dafür gibt es aber keinerlei Indiz, Beobachtung oder gar Beweis.

Gott ist pur Geist, genau genommen der Urgeist. Ein Erklärungsversuch, das Gott schon immer war, also keinen Anfang hat, ist für das menschliche Aufnahmevermögen  nicht gerade einfach - und dennoch ist es so. Ich denke aber, man kann ohne die Beantwortung dieser Frage auch ganz gut leben. Und wenn der Mensch einmal in einer höheren Dimension ist, dann kann er auch die Antworten solcher Fragen problemlos verstehen. Wir können in diesem Leben Vieles nicht verstehen, aber es wird auch die Zeit kommen, wo der Mensch alles verstehen kann.

Es ist sehr menschlich daran zu glauben, das alles rational, logisch und kausal abläuft und nach entsprechenden Mustern organisiert ist.

  • Manche Religionen sagen, es gibt einen Schöpfer
  • Manche Wissenschaftler sagen, es gab einen Urknall.

Beides sind unterschiedliche Ansätze, den Ursprung der Welt zu erklären. In beiden Fällen geht man als Laie von einer logischen Kette aus.

  • Gott - Schöpfer - Schöpfung
  • Urknall - Expansion - Evolution

Aber es ist nicht klar, wie weit wir mit diesem Denkmuster tatsächlich kommen können.

Ich denke, früher oder später kommt ein Element hinzu, dass man als "Zufall", vielleicht auch "kreatives Chaos", oder "Abweichung, "Unschärfe" oder wie auch immer bezeichnen kann.

An diesem Punkt wird dann vielleicht deutlich, dass die wirklich großen Zusammenhänge letztlich unkalkulierbar sind und unser lineares Denken nur in einem sehr engen Rahmen funktioniert.

Letztlich ist es dann eben doch unbegreiflich.

Ich kann mit diesem Gedanken gut leben.

Kommentar von DerBuddha
02.11.2015, 09:57

zumal gerade im wissenschaftlichen bereich in den letzten 50 jahren ein riesensprung gemacht wurde und leute, die damals von dunkler energie oder dunkle materie oder sogar von lichtgeschwindigkeit sprachen, ausgelacht wurden und heute sind diese dinge ein bestandteil der wissenschaft........:)

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Kommentar von FreundGottes
03.11.2015, 17:29

- Manche Wissenschaftler sagen, es gab einen Urknall. Beides sind unterschiedliche Ansätze, den Ursprung der Welt zu erklären. In beiden Fällen geht man als Laie von einer logischen Kette aus.

Die Urknalltheorie versucht NICHT die Ursache des Universums zu erklären, sondern beschreibt nur, wie das Universum direkt nach seiner Entstehung ausgesehen hat.  

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Vor Gott gab es den heiligen Geist. Dieser steht sogar noch über Gott.

Habe es so verstanden, dass Gott aus ihm hervorgegangen ist.

Er steht über allem, was ist und ist absolut unantastbar.

Kommentar von brettpit
01.11.2015, 20:05

Aua,..wo hast denn diesen lötzinn her, lach.. in der Bibel steht das nicht

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Kommentar von jimmori
01.11.2015, 21:04

Zu brettpitt: O.K. , da habe ich etwas falsch verstanden...kein Grund beleidigend, spöttisch (Gott mag diese Art von Spöttern nicht), anmassend und hochmütig zu reagieren, du nächstenliebender Christ (?) !

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Kommentar von jimmori
01.11.2015, 21:06

Zu Fred...: Danke !

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Allah wurde nicht geschaffen. Das ist so als ob du einem blinden erklären willst wie zB rot aussieht. Wir können und werden es nicht verstehen, weil unsere Gehirn begrenzt ist.

Kommentar von DerBuddha
02.11.2015, 10:30

richtig, weil wir noch nicht alles erklären können, bedeutet es nicht, dass ein gott existieren muss, schon gar keiner, der ein monster laut der bibel ist..........und auch in deinem koran stehen diese dinge, denn ihr habt auch das alte testament darin enthalten und jeder, der beim lesen dieser schlimmen dinge seinen verstand nicht einschaltet und dass hinterfragt, ist entweder ein dummkopf oder erfreut sich diesen schlimmen taten und wenn ich mir so den praktizierten muslimischen glauben heute in der welt so ansehe, dann denke ich, dass ihr gläubigen spass an diesen schlimmen dingen habt, denn wäre es nicht so, würde ein land wie saudi-arabien nicht existieren und bei euch würde es keine blutschande, keinen lächerlichen "ehrenmord" und auch keinen unterschied zwischen frau und mann geben..........und vor allem, es würde keine terroristen geben, die laut diesem schlächterbuch leben und das auch so praktizieren...........fakt ist doch, ihr gläubigen meint immer, dass der sooooo allwissende gott alle menschen liebt und dass seine schriften für alle verständlich sind.....WARUM streiten sich dann selbst gelehrte über die schriften und ihre deutung und WARUM können terroristen die schriften so auslegen, das sie immer wieder dummköpfe finden, die das glauben, weil ja viele textstellen so in den schriften stehen und selbst gott schlimme dinge tat?

stimmt, wir werden vieles noch nicht verstehen, aber irgendwann schon.......und dann werden wir auch verstehen, dass der glaube an gott nur einem dient..........dem, der dadurch macht und geld besitzt und dass mit dem glauben auch noch vermehren kann.........

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Kommentar von Hamburger02
03.11.2015, 14:06

Klar wurde Allah geschaffen. Das war zuerst ein heidnischer Berg- und Wettergott auf dem Sinai, wo ihn Moses aufgegabelt und ihm den Namen Jahweh gegeben hat. Erst rund 1000 Jahre später in der babylonischen Gefangenschaft wurden diesem Allah dann die Eigenschaften zugedichtet, die man heute kennt. Genau diesen Gott haben später die Christen und danach die Moslems übernommen.

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Kommentar von Geansehaut
03.11.2015, 14:26

Niemand von uns hat hier Beweise deswegen bringt das  alles nichts.

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