Alles geht bergab - das macht mich fertig...

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Hallo SoSohatsDRAUF,

bei Depressionen gibt es eine sog. "bipolare Störung", bei der depressive Phasen von manischen Phasen voller Lebenslust und Unternehmungsgeist abgelöst werden. Ob in Deinem Fall eine solche Störung vorliegt, sollte der Arzt klären.

Im Moment jedenfalls steckst Du wider in einer depressiven Phase. Hast Du schon einmal mit dem Arzt über eine medikamentöse Behandlung Deiner Depressionen gesprochen? Medikamente können sehr hilfreich sein und werden oft als Begleitung zu einer Psychotherapie eingesetzt. Meistens werden Antidepressiva gegeben, die stimmungsaufhellend und antriebssteigernd wirken und nicht abhängig machen. Besonders in der ersten Einnahmephase muss man mit Nebenwirkungen rechnen, die in der Regel jedoch nach 2-3 Wochen abnehmen. Viele empfinden die Einnahme eines Antidepressivums als sehr wirkungsvoll, da es außerdem dabei hilft, Konzentrationsprobleme zu überwinden. Beachte bitte: Die medikamentöse Behandlung sollte unbedingt von einem Facharzt (Nervenarzt oder Psychiater) durchgeführt werden, da er sich am besten mit der Wirkung und Anwendung von Psychopharmaka auskennt.

Über die eben beschriebenen fachlichen Hilfen hinaus, kannst Du selbst einiges tun, um Deine Depression zu überwinden. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es nicht leicht für Dich ist, aktiv zu werden, da die Depression Deine Kräfte lähmt. Sich überhaupt zu irgendetwas aufzuraffen erfordert enorme Kraftanstrengungen, doch Du wirst sehen, es lohnt sich! Es gehört eben zum Wesen einer Depression, das Gefühl zu haben, nicht in der Lage zu sein, in irgendeiner Weise aktiv zu werden. Doch höre nicht auf Dein Gefühl! Dieses Gefühl betrügt dich, da es Dich nur noch tiefer in die Depression treibt. Fang doch mit ganz kleinen Schritten an, z.B. mit einem kurzen Spaziergang.

Es ist ganz verständlich, dass Du so schnell wie möglich wieder aus Deiner Depression herauskommen willst und Du machst Dir womöglich Vorwürfe, dass Du nicht mehr so leistungsfähig bist wie früher. Vielleicht sagst Du Dir innerlich immer öfter: "Ich bin doch zu nichts mehr zu gebrauchen". Doch mit solchen Selbstvorwürfen raubst Du Dir nur Dein Selbstwertgefühl und Du verschlimmerst Deine Depression.

Ganz wichtig ist es gerade jetzt, dass Du nachsichtig und geduldig mit Dir selbst bist. Mach Dir immer wieder klar, dass es eben Zeit braucht, aus Deinem Tief wieder herauszukommen und dass eine Depression nicht ewig dauert. Du kannst sie überwinden und wieder völlig gesund werden! Vergiss das nie!

Da die Depression vorübergehend Deine Leistungsfähigkeit hemmt, solltest Du Dir nie zu viel an einem Tag vornehmen. Lerne es, immer nur kleine Aktivitäten durchzuführen und belohne Dich , wenn Du sie geschafft hast.

Wenn man eine Depression hat, dann saugt man negative Gedanken quasi wie ein Staubsauger in sich auf. Außerdem drehen sich Deine Gedanken wahrscheinlich ständig um Deine eigene schlimme Situation und immer wieder kommt Dir Negatives in den Sinn. Was könntest Du gegen die Negativspirale tun, in der Du gefangen bist?

Versuche doch einmal ganz bewusst über Folgendes nachzudenken: Gibt es etwas in Deinem Leben, wofür Du dankbar sein kannst? Welche Menschen sind für Dich da und lieben Dich? Gibt es weitere Menschen, die Dir helfen könnten? Gibt es etwas, was Dir guttun würde, um Dich für eine gewisse Zeit von Deinen negativen Gedanken abzulenken?

Manchen hilft es, wenn sie im Laufe des Tages mehrmals etwas Schönes und Angenehmes tun und es ganz bewusst wahrnehmen. Ein Beispiel: die geliebte Tasse Tee oder Kaffee in Ruhe trinken und versuchen, die damit verbundene Freude bewusst wahrzunehmen. Oder: In einer sonstigen angenehmen Situation verweilen und das Schöne daran eine ganze Zeitlang bewusst auf sich wirken lassen. Das wirkt wie Streicheleinheiten für Deine Seele! Probiere es doch einmal aus!

Bei der Behandlung einer Depression hat es sich sehr bewährt, sich möglichst mehrmals am Tag körperlich zu bewegen. Anfangs kann das ein kurzer Spaziergang sein, den Du im Laufe der Zeit etwas ausdehnen könntest. Das Laufen schafft das Gefühl, etwas geleistet zu haben und baut Dein Selbstwertgefühl auf. Ganz abgesehen davon, was die frische Luft und das Licht in Deinem Körper bewirken, wirst Du feststellen, dass beim Laufen Deine Grübeleien über Negatives nachlassen oder sogar ganz verschwinden. Andere Möglichkeiten der Bewegung wären z.B. Radfahren, Schwimmen oder Gartenarbeiten. Auch wenn es Dich anfangs große Überwindung kostet Dich in Bewegung zu setzen, wirst Du feststellen, dass sich Deine Stimmung mehr und mehr aufhellt.

Fortsetzung...

Fortsetzung...

Ich möchte Dich bei dem Thema Depressionen noch auf einen anderen, wichtigen Aspekt aufmerksam machen. Obwohl die Bibel kein medizinischer Ratgeber ist enthält sie dennoch einige sehr ermunternde Aussagen und eine kostbare Hoffnung. Immer wieder zeigt die Bibel, dass Gott besonders Niedergedrückte sehr am Herzen liegen. In Psalm, Kapitel 72, Vers 13 und 14 heißt es:" Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, Und die Seelen der Armen wird er retten. Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen, Und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen." Einer meiner Lieblingstexte steht in Jesaja, Kapitel 41, Vers 10: "Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein Gott. Ich will dich stärken. Ich will dir wirklich helfen. Ja, ich will dich festhalten mit meiner Rechten der Gerechtigkeit."

Mir ist bei diesen Texten aufgefallen, dass Gott großes Mitgefühl für Benachteiligte empfindet. Er belässt es jedoch nicht nur dabei, sondern spricht auch davon, ihnen zu helfen. Das bedeutet nicht, dass Gott durch eine Wunder die Krankheit beseitigt, doch er kann einem Kraft und Weisheit geben, besser damit umzugehen und sie zu überwinden.

Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel, dass ich die Bibel ins Spiel gebracht habe. Ich kann jedoch aus eigener Erfahrung heraus bestätigen, dass der Glaube besonders in Krisenzeiten eine große Kraft sein kann, mit all den verschiedenen Belastungen besser fertig zu werden. Ein genauerer Blick in die Bibel zeigt auch, dass die Zeit naht, da Gott all dem Übel, einschließlich aller Krankheiten, ein Ende bereiten wird. Ist das nicht großartig?

Ich wünsche Dir, dass diese Tipps ein wenig helfen, über diese schwierige Zeit hinwegzukommen und es Dir mit Hilfe der Therapie gelingt, Deine Depressionen Stück für Stück zu überwinden!

Liebe Grüße

Philipp

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Also erstmal: Ich kenne mich mit all dem jetzt nicht so gut aus und wahrscheinlich kann ich mich nicht zu 100 prozent in deine lage versetzten aber ich würds so machen:

also bis zu deiner therapie würde ich mich sehr viel ablenken in den schlimmen phasen d.h mit freunden treffen, versuchen spass zu haben und das leben versuchen positiv zu sehen. Außerdem finde ich es einen mega guten anfang in eine therapie zu gehen also ich finde du kannst sehr stolz auf dich sein diesen schritt freiwillig zu gehen. Ich denke, dass sowas auch sehr viel selbstbewusstsein bringt. Ich wünsche dir auf jeden fall viel glück weiterhin

Hallo :)

Mir ging es mal so ähnlich....glaub mir, wenn du dich selbst verletzt, macht es das nur schlimmer! Es kann sein...dass es bei dir daran liegt, dass du dinge verdrängst....wenn ich gemobbt wurde, mir iwas passiert etc hat mir dass auch nie was ausgemacht...und irgendwann kam irgendwas..wo ich mir die tränen nicht verkneifen konnte, geweint habe, ausgerastet bin..nur im bett gelegen bn und alles schei*e war! Mein Tipp an dich...lass immer alles sofort raus wenn dir was nicht gefällt, oder wenn du traurig bist! wenn du wütend bist, dann zeig es auch! friss es nicht in dich hinein... mein zweiter tipp -> achte nicht so sehr darauf wie es anderen geht.....es ist immer noch wichtig wie du dich fühlst ! also lass dich nicht klein machen, was ich damit meine ist, vernachlässige dich nicht! nimm dir zeit für dich, lass es dir mal gut gehen 3. tipp...wenn du wieder in deiner schlechten phase bist...such iergendwas was dich motiviert..musik, ein film, geh laufen...mach was! es gibt immer etwas für das es sich zu leben lohnt ! <3

Hab/ bekomme ich Depressionen?

Hallo...
Ich weiß nicht was mit mir los ist,
Ich fühle mich in letzter Zeit komisch und nicht ich selbst, ich bin die meiste Zeit traurig ohne Grund (natürlich habe ich auch Phasen wo ich glücklich bin aber nur in Bruchstücken), ich bin fast immer müde, lustlos und in letzter Zeit esse ich sehr viel/ zu viel (möchte manchmal auch nicht aufhören) außerdem fühle ich mich manchmal so leer, als würde ein Teil von mir fehlen. Ich hatte auch schon öfters Selbstmord Gedanken und ich habe immer ein Drang mich zu Ritzen/ mich selber zu verletzen  war manchmal ganz kurz davor. Ich konnte dem Drang aber immer wieder wieder stehen also hab ich mich noch nie geritzt/ selbst verletzt, besonders weil mich der Gedanke an eine Person (die ich nur von Bildern bzw Videos kenne) davon abhält. In letzter Zeit bin ich sehr leicht Reizbar. Etwas vllt auch wichtiges ist das ich möchte das mir schlechte Dinge passieren und das ich glücklich bin wenn ich eig traurig sein sollte. Ich habe auch ein paar online Tests gemacht ob ich depressiv bin. Es kam immer raus das ich schwere Anzeichen für eine Depression hab. Ich hab euch ja paar Sachen genannt (wie es mir geht und so). Ich bin mir noch nicht sicher ob ich depressiv bin deswegen könnt ihr mir vielleicht sagen ob ich Depressionen hab?
Danke das ihr euch das alles durchgelesen habt.
Danke auch schonmal im voraus.
LG sxdsth.

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Sind das Suizidgedanken und wenn ja ist das gleich wieder ein Grund für die Klinik?

Ich war neulich für 8Wochen in der Psychiatrie.

Das hat auch ein bisschen was gebracht, aber momentan geht es mir schon wieder richtig schlecht.

Ich habe teilweise auch richtig merkwürdige Gedanken. Irgendwann kam mir mal so urplötzlich in den Sinn: "Wenn du dich umbringst, dann erhänge dich, das ist die beste Möglichkeit, um sich das Leben zu nehmen!"

Ich denke halt auch ziemlich oft über das Thema nach. Also vor ein paar Tagen dachte ich mir, dass ich bevor ich mir das Leben nehme noch ein paar Briefe an bestimmte Personen schreiben muss. Ich habe mir da sogar schon überlegt, was ich schreiben würde.

Ein anderes mal habe ich mir überlegt, WO ich mich umbringen könnte.

Ich denke ständig darüber nach. Das Problem ist, dass ich mich halt selber nicht wirklich ernst nehme. Eigentlich will ich gegen meine Probleme ankämpfen und die Depression besiegen. Ich will stärker sein.

Auf der anderen Seite fühle ich mich so leistungs- und lebensunfähig. Ich kann das gar nicht so beschreiben, aber ich habe einfach das Gefühl nichts auf die Reihe zu bekommen.

Ich fange bald ein langes Praktikum an und habe auch da richtig große Angst vor, weil ich nicht weiß, wie ich das überhaupt auf die Kette kriegen soll. Es macht auch einfach keinen Sinn, weil es eigentlich keinen Grund gibt, der meine Angst zu versagen begründen würde.

Ich denke mir dann auch teilweise schon so etwas wie:"Ich kann das Praktikum einfach nach 6 Monaten abbrechen und dann kann ich noch mal in die Klinik und dann im Sommer die Ausbildung starten!"

Wobei ich auch schon wieder richtig Panik bekomme, wenn ich an die Ausbildung denke. Ich weiß da natürlich auch nicht, wieso ich da so große Angst vor habe.

Ich hasse mich auch, weil ich mich in letzter Zeit häufig selbstverletzt habe. Also heute Abend habe ich 10 Tage ohne SV durchgestanden, aber fast jeder einzelne Tag war ein Kampf. Ich weiß auch nicht, wie lange ich das noch durchstehen kann.

Ich habe nächste Woche noch einen Termin bei einem Psychologen und bei einem Psychiater. Da werde ich das alles auch einmal ansprechen, aber vielleicht hat hier auch schon jemand einen Tipp für mich und kann mir folgende Fragen beantworten:

Zählen diese Gedanken schon als Suizidgedanken? wenn ja, wie gravierend sind diese einzuordnen?

Kann es sein, dass mir wieder nahegelegt wird, dass ich mich aufgrund dieser Gedanken einweisen lassen sollte?

bestünde sogar die Möglichkeit, dass ich eingewiesen werde und zwangsmäßig auf die geschlossene komme?

DANKE :)

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