Alleinerziehender Papa bekommt Aufhebungsvertrag, gibt es eine Sperre vom Arbeitsamt?

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13 Antworten

Hallo,

einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben kann tatsächlich eine Sperre bedeuten. Im Einzelfall kann sich das Arbeitsamt auch kulant erweisen, wenn z. B. Gründe wie in deinem Fall vorliegen, das ist aber immer vom Sachbearbeiter abhängig, wenn dieser sich quer stellt, sieht es nicht gut aus. Ich würde die Unterschrift des Vertrags eiskalt verweigern und das deinem Chef auch sagen. Weise ihn nochmal deutlich daraufhin, dass du wegen deiner Tochter nicht in die 3-Schicht wechseln kannst und dass es nicht angehen kann, dass du deshalb einen Aufhebungsvertrag unterzeichnen sollst und du deshalb dadurch anschließend eine Sperre beim Arbeitsamt kriegst. Wenn, dann soll er dich ganz normal und ordentlich kündigen.

Wer sein Arbeitsverhältnis mit einem Aufhebungsvertrag löst, wird genau so behandelt als wenn er selber kündigt - Ergo Du bekommst eine Sperre von 3 Monaten auf den Bezug von AGL1.

Es gibt zwar auch Ausnahmen, so z.B. wenn der Arbeitgeber auf jeden Fall kündigen würde und der Aufhebungsvertrag Dir ermöglicht noch eine kleine Abfindung zu erhalten oder aben wenn andere 'wichtige Gründe' dagegen sprechen, dass das Arbeitsverhältnis weiter besteht. Das können z.B. gesundheitliche Gründe sein, vielleicht kann man die Betreuungssituation Deiner Tochter auch als solchen ansehen - das entscheidet aber im Einzelfall der Sachbearbeiter in der Arbeitsagentur. Auf jeden Fall solltest Du aber BEVOR Du irgendetwas unterschreibst mit jemandem bei der Arbeitsagentur sprechen und Dich beraten lassen. Auch gibt es da das Angebot diesen Aufhebungsbetrag im Detail zu prüfen - zum Teil hängt die Entscheidung ob Du diese Sperre bekommst oder ob es ohne geht eben an bestimmten Formulierungen in diesem Vertrag.

tomdadon 28.03.2012, 09:15

Weisst Du zufällig an welchen bestimmten Formulierungen oder wo ich dazu was im Internet finde?!?

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hapezi 28.03.2012, 09:22
@tomdadon

In dem Fall, den ich kenne war es die Klarstellung, dass das Arbeitsverhältnis auch ohne Aufhebungsvertrag zu dem genannten Datum beendet werden würde - dann eben per Kündigung aus betriebsbedingten Gründen.

Ob es eine Sammlung mit Fallbeispielen im Internet oder sonst wo gibt kann ich dir leider nicht sagen.

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YJYjY 28.03.2012, 09:16

Die Betreuung der Tochter zählt auf jeden Fall zu den wichtigen Gründen!

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Im Prinzip könntest du sogar selbst kündigen und würdest - sofern der Grund deiner Kündigung tatsächlich die Betreuung deiner Tochter wäre - selbst dann keine Sperre bekommen. Allerdings wird dein Fall aber geprüft werden. Das bedeutet für dich, das man dir als erstes natürlich eine Sperre androhen wird und dir auch dazu die Gelegenheit zur Anhörung geben wird. Du wirst also aufgefordert deine Entscheidung zu begründen und die betreuung des Kindes ist definitiv ein Grund die Arbeit aufzugeben, sofern die Betreuung außerhalb der Kita-Öffnungszeiten ein Problem darstellt. Du brauchst also nichts zu befürchten... Das einzige was ich nicht verstehe: Warum unterschreibst du einen Aufhebungsvertrag? Der Arbeitgeber muß (trotz Schichtdienst) alles Mögliche versuchen dich weiterhin zu beschäftigen und erst wenn du unwirtschaftlich und somit nicht mehr tragbar bist darf er dich wegen Unbereitschaft zum Schichtdienst kündigen. In dem du einen Aufhebungsvertrag unterschreibst, macht es sich dein Arbeitgeber natürlich sehr einfach schnell und unkompliziert einen Mitarbeiter loszuwerden. Bei uns in der Firma setzt sich zum Bsp der betriebsrat dafür ein für Sonderfälle einen Sonderdienstplan zu vereinbaren. Solange es irgendwie die Möglichkeit gibt den Mitarbeiter weiterhin zu beschäftigen, ist der Arbeitgeber nicht im Recht einen Mitarbeiter zu kündigen, nur weil er zum Bsp nach 18 Uhr nicht arbeiten kann.

tomdadon 28.03.2012, 09:22

Ich habe nicht unterschrieben, war gestern beim Personalchef und der hat mir eben gesagt das ich entweder 3-Schicht arbeiten muss oder eben den Aufhebungsvertrag. Bevor ich unterschreibe wollte ich mich erst im Internet schlau machen, dann habe ich eben das mit der Sperre gelesen und wollte einfach mal wissen ob man nicht um die Sperre herumkommt, gerade eben wegen meiner Tochter und weil ich einfach nicht weiss wem ich Sie geben sollte wenn ich Nachtschicht arbeiten würde, bis jetzt war es schon immer sehr schwer jemanden zu finden wenn ich Spätschicht bis 22.00 Uhr hatte da der Kindergarten ja nur bis 16.30 auf hat.

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tomdadon 28.03.2012, 09:25
@tomdadon

noch was vergessen. ;-) Die Firma will einfach Leute loswerden, deswegen gehn die so ab.

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YJYjY 28.03.2012, 09:23

Unterschreibe also den Aufhebungsvertrag nicht und stelle stattdessen einen Antrag bei deinem Arbeitgeber auf Teilzeit und mit Berücksichtigung einer gesonderten Verteilung der Arbeitzeit! Zu diesem Antrag muß er sich in jedem Fall schriftlich äußern. Sollte das Unternehmen aus mehr als 15 Arbeitnehmern bestehen, dann hast du sogar einen Anspruch auf Teilzeit! Der Arbeitgeber muß also (sofern er dir eine Ablehnung erteilt) diese auch wirtschaftlich begründen können! Gleichzeitig hast du auch etwas schriftliches in der Hand, das du alles Mögliche versucht hast deinen Job zu behalten.

Eine Sperre bekommst du nicht, da man deine Beweggründe prüfen muß bevor du eine Sperre erhälst. Und Kinderbetreuung ist ein solcher beweggrund der akzeptiert wird, denn du hast die Sorgepflicht für dein Kind!

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Wenn du einen Aufhebungsvertrag unterschreibst ist das genauso wie wenn du selbst kündigst. Also ja, es gibt eine Sperre. Mach das bloß nicht! Verweigere das 3-Schicht-System und dann soll dein Arbeitgeber dich halt entlassen, aber sobald du da deine Unterschrift drunter setzt warst du damit einverstanden. Wende dich zur Not ans Arbeitsamt, leg deine Situation dar und lass dich beraten. ABer keinen Aufhebungsvertrag. Ich war selbst in so einer Situation und hab beim Arbeitsamt angefragt, die meinten damals ich sei "schön blöd" wenn ich das unterschreiben würde. Und dein Chef lässt nicht mit sich reden, wenn du ihm das erklärst?

tomdadon 28.03.2012, 09:06

Mein Chef will mich eigentlich loswerden, der lässt nicht mit sich reden. Er hat mir auch ne Lohnfortzahlung von 2 monaten geboten und würde mich sofort freistellen und dann hat er auch noch 3000 euro abfindung geboten

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Chrissy051988 28.03.2012, 09:11
@tomdadon

Dann ist es wirklich besser, du sprichst beim Amt vor. Vielleicht kannst du die Sperre mit diesem Geld überbrücken. Aber das kann ich dir nicht sagen, denn ich habe damals nicht unterschrieben.

Ich wünsche dir viel Glück mit deiner kleinen Tochter. Das schafft ihr schon :-)

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tomdadon 28.03.2012, 09:37
@Chrissy051988

Das würde sehr schwer werden die Zeit mit dem Geld zu überbrücken, deswegen frage ich hier ja auch ob es irgendwie ohne Sperre geht, aber werde auf jedenfall mal beim Arbeitsamt anrufen und mich erkundigen...

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YJYjY 28.03.2012, 09:53
@tomdadon

Du brauchst nichts zu überbrücken, da ein wichtiger Grund vorliegt und dies wird man auch feststellen wenn du deine Kündigung entsprechend begründest. Du solltest viel lieber versuchen deinen Job zu behalten, statt dich mit der bevorstehenden Arbeitslosigkeit abzufinden!

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Unterschreibe nichts! Leg der der Firma schriftlich dar, dass für dich 3-Schicht-Arbeit nicht infrage kommt und schicke direkt eine Kopie ans Arbeitsamt! Wende Dich auch an den Betriebsrat! Wenn in Deinem Arbeisvertrag "2-Schicht" steht, können die Dich nicht zu Nachtschicht zwingen! Ansonsten müssten sie eine Änderungskündigung aussprechen! Diese könntest Du dann aber beim Arbeitsamt vorlegen, und die Sperre wäre vom Tisch! Viel Erfolg!

Wenn du ein Aufhebungsvertrag unterschreibst bekommt man eigentlich ne Sperre, war bei mein Mann damals auch so

aber dadurch das du ne Tochter hast, und du dich um sie kümmern musst, können die das nicht so einfach machen, aber ruhig vorher am besten mal beim Amt erkundigen

tomdadon 28.03.2012, 09:00

Ist es nicht besser erst zu einem Anwalt zu gehen bevor man sicht gleich im amt meldet?!?

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hapezi 28.03.2012, 09:08
@tomdadon

Beraten können auch die Sachbearbeiter beim Amt. Da ist das ganze auch noch kostenlos - Der Anwalt will für seine Dienstleistung ja auch Kohle haben! Auch erwächst einem kein Nachteil, wenn man sich bevor irgendwas passiert an die Arbeitsagentur wendet - eher im Gegenteil. Wenn es dann zur Arbeitslosigkeit kommen sollte, ist 1. die Meldefrist, dass man von dieser bedroht ist sicherlich schon abgedeckt und 2. der Fall ja schon bekannt - also muss nicht erst alles wieder aufgearbeitet werden. Auch kann man bei einem solchen Termin vielleicht schon anfangen nach Alternativen zu der bisherigen Anstellung - bei der die Zukunftsaussichten ja offensichtlich sehr begrenzt sind - suchen.

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Den Aufhebungsvertrag musst du nicht unterschreiben. Normalerweise gäbe es da eine Sperre. Sprich doch mal mit deinem Chef, dass er dich wenn schon kündigen soll.

geh zum Anwalt und nimm den Aufhebungsvertrag mit du musst nicht Unterschreiben außerdem kannste bei einem Aufhebungsvertrag auch Forderungen Stellen. So war es zumindest bei mir und die haben daraufhin den Aufhebungsvertrag nichtgeltend gemacht :)

Bloß nicht Unterschreiben dadurch stehst du da als ob du von selbst gegangen bist.

so einfach kann ein Arbeitgeber das nicht tun... auch von alleinerziehende Frauen mit Kindern wird so was in der Regel nicht verlangt, also auch nicht von alleinerziehenden Vätern! Das ist diskriminierend!! geh auf alle Fälle zur zuständigen Arbeitsagentur und lass dich dort beraten - unterschreibe nichts - und, das leg ich dir sehr ans Herz, wende dich auch an einen Tagesmutterverein und versuch eine liebevolle Tagesmutter zu finden... das wird dir vieles leichter machen...

Und zum Schluss: Wenn dein AG so etwas von dir verlangt, ohne Ansehen der deiner privaten Situation, so wird er dies auch immer wieder mal tun - such dir ne neues Stelle, solange du nicht unter Druck stehst!!

ALLES GUTE DIR UND DEINEM TÖCHTERCHEN!!!

Erst zum Amt und dich beraten lassen!

Normalerweise unterschreibt man keinen Aufhebungsvertrag, weil man damit der Kündigung zustimmt, also wäre eine Sperre möglich.

Dein Arbeitgeber soll dich kündigen, oder dir als Alleinerziehenden einen Einschichtarbeitsplatz gesondert einrichten!

geh erst mal zum amt und erklär das dehnen.die sagen sperre oder nicht,wenn du einen vernünftigen grund hast. oder lass dich kündigen,es gibt immer einen grund

  1. NIE einen Aufhebungsvertrag unterschreiben.

  2. Was steht in Deinem Arbeitsvertrag für eine Arbeitszeit?

  3. Wenn sie wollen, dass Du in den 3-Schicht-Dienst wechselst und Du das aus den angegebenen verständlichen Gründen nicht kannst, müssen sie Dir eine Änderungskündigung anbieten. Da bist Du auf der sicheren Seite und bekommst keine Sperre beim Arbeitsamt. Was Dir bei einem Aufhebungsvertrag aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit passiert.

  4. Könntest Du vielleicht noch eine Abfindung bekommen, wenn Du ordentlich gekündigt wirst.

Eine Bekannte wurde auch zu einem Aufhebungsvertrag gezwungen. Und sie bekam eine Sperre. Da interessierte nicht, dass sie wurde.

tomdadon 28.03.2012, 09:28

Die haben mir auch so eine Abfindung angeboten und dazu noch 2 monate Lohnfortzahlung bei sofortiger Freistellung. Was ist denn genau eine Änderungskündigung?

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Virginia47 28.03.2012, 11:25
@tomdadon

Eine Änderungskündigung: Du bekommst einen geänderten Arbeitsvertrag angeboten. Und wenn Du den nicht akzeptoierst, wirst tritt die Kündigung in Kraft.

Das hatte ich auch mal. Da wollten mich meine Arbeitgeber auf eine halbe Stelle runtersetzen. Da ich auch alleinerziehend war, konnte ich das nicht akzeptieren. Zumal ich mir ziemlich sicher war, dass ich dann ein halbes Jahr später trotzdem die Kündigung bekommen würde. Und dann wäre ich mit niedrigerem Gehalt in die Arbeitslosigkeit gegangen....

Also lass Dir eine Änderungskündigung geben. Sonst bekommst Du eine Sperre beim Arbeitsamt.

Dass sie Dir eine Abfindung und noch zwei Monate zahlen wollen ist ja ehrenwert., Aber was bitte spricht dann gegen eine Änderungskündigung.

Mach Dich mal schlau. Vielleicht könntest Du durch eine reguläre Kündigung sogar noch mehr rausschlagen. Beachte auch die Kündigungsfrist, die sie dadurch eventuell umgehen wollen. Und die Höhe der Abfindung bei einer regulären Kündigung.

Irgendeinen Haken hat das bestimmt, wenn sie so auf Aufhebungsvertrag drängen.

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