Alleinerziehende Mutter mit 3 Kindern - Erziehungstipps?

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18 Antworten

Da hilft wohl nur Konsequenz.

Als meine Kinder mal partout nicht aufräumen wollten, habe ich ihnen gedroht, ihr Spielzeug zu entsorgen. Als nach der festgesetzten Frist nichts passiert ist, bin ich mit einem Müllsack ins Kinderzimmer und habe angefangen, das Spielzeug da rein zu werfen. So schnell habe ich meine Kinder noch nie aufräumen sehen!

Allerdings kannst du von Kindern in dem Alter natürlich noch nicht verlangen, dass sie selbständig aufräumen. Insbesondere ein Kind von 2 Jahren ist damit heillos überfordert. Aber mithelfen sollten sie schon. Da hilft nur eine vernünftige Anleitung. 

Dass es unter Geschwistern Meinungsverschiedenheiten gibt, die sie auch untereinander austragen sollten, ohne dass man als Mutter groß eingreift, ist völlig normal. Allerdings sollte es natürlich nicht in Schlagen und Spucken ausarten. Da müsste man eben doch die Frage stellen "wie es dazu kam". Denn da ist im Vorfeld wohl so einiges an Erziehung falsch gelaufen. Man kann Kindern sehr wohl beibringen, dass man sich nicht gegenseitig anspuckt und dass körperliche Gewalt keine gute Lösung ist.

Wenn man als Mutter gar nicht klar kommt, gibt es übrigens bei verschiedenen Stellen Hilfe, z.B. bei der Caritas, beim Jugendamt etc., und man sollte sich nicht scheuen, diese Hilfe anzunehmen. Das heißt ja nicht, dass man eine unfähige Mutter ist, sondern dass man momentan mit der Situation überfordert ist. Es heißt auch nicht (wie viele befürchten), dass einem die Kinder weg genommen werden), sondern dass man kompetente Hilfe bekommt.

Die Frage "wie es dazu kam" auszuklammern, halte ich in diesem Fall für genau den falschen Weg - denn wenn das nicht klar ist, kann auch nicht an einer künftigen Beziehung gearbeitet werden.

2-Jährige sind in der Trotzphase, 5-Jährige oft in der "Vorschul-Pubertät" und 7-Jährige haben das erste Schuljahr überlebt und meinen, sie sind erwachsen. Da gibt es keine pauschalen Handlungsanweisungen, da muss man schauen, wo genau der "Hase im Pfeffer liegt" und da angreifen.

Es gibt viele Anlaufstellen, um sich Hilfe zu holen - sei es "nur" in der Beratung oder auch in der Praxis oder z.B. durch Seminare. Einige Stellen sind z.B. das Jugendamt, die Caritas oder auch örtliche Beratungen zur Erziehungshilfe.

Alles Gute!

"Wie es dazu kam" kann hier nicht ausgeklammert werden. Die Ursache muß beseitigt werden.

Sie soll zum Jugendamt gehen und um eine Familienhelferin bitten.

Die kommt dann ein oder mehrfach in der Woche vorbei, sieht sich das Ganze an und gibt ihr direkt in der Situation Ratschläge und Anleitung.

Das hier erscheint mir zu komplex, als dass sie das alleine bewältigen kann.

Gelassen bleiben ist der beste Rat den ich bis dahin geben kann.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir recht geben, dass es sehr schwer ist, sich um 3 kleine Kinder alleine zu kümmern. Aber es geht, wir haben das auch hin bekommen.

Ich war wochenlang ja sogar monatelang weg und hatte sogar unser einzigstes Auto dabei. Wir hatten keinerlei Hilfe!

Meine Partnerin musste täglich mehrere Male zu Fuß die Kleine in den Kindergarten bringen und abholen, den Größeren in die Schule bringen und abholen, dazwischen das Kleine wickeln, schlafen legen und versorgen, einkaufen, kochen, rechtzeitig fertig sein, zum Arzt gehen und das bei jedem Wetter.

Unsere Kinder wurden liebevoll, respektvoll und mit guten Manieren erzogen.

Ich will uns jetzt überhaupt nicht übermäßig loben, aber ich will dir aufzeigen, dass die Erziehung trotzdem funktionieren kann. Die Mutter muss wissen, was ihr in der Erziehung wichtig ist und sie muss sich mit liebevoller Konsequenz durchsetzen können.

Bei 2-jährigen ist es normal, dass sie verstärkt körperlich reagierten.
Schließlich können sie sich (noch) nicht (so gut) verbal verständigen.

Wenn es sich beim 5-jährigen Kind um einen Jungen handelt, möchte ich anmerken, dass diese in dem Alter einen erhöhten Testosteronspiegel haben, welcher "aggressiver" macht.

Das 7-jährige Kind steht unter dem Druck der Schule.
Was die Sache nicht einfacher macht.

Statt Erziehungstipps empfehle ich lieber mal etwas über die Entwicklung (körperlich und emotional) von Kindern zu lesen.
Sehr gut eignen sich dafür die Bücher von Herbert Renz-Polster.

Ich finde es schon wichtig, wenigstens etwas von der Vorgeschichte zu kennen.
Sind alle Kinder von einem Vater?
Gibt es Kontakt?
Wenn ja, wie geht der Vater (gehen die Väter) mit den Kindern um?

Konsequenzen (Strafen) vergessen und mal in Beziehung zu den Kindern gehen.

Manieren lernen Kinder übrigens übers Vorleben.
Wobei ich es wichtiger finde, die Bedürfnisse der Kinder zu sehen, anstatt nach "was sollen denn die anderen denken?" zu schielen.

dass diese in dem Alter einen erhöhten Testosteronspiegel haben, welcher "aggressiver" macht.

Mag sein.

Dem kann man trotzdem mit liebevoller Erziehung entgegenwirken.

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@beangato

Ich mag die Methode namens Erziehung nicht.

Stimme allerdings mit einem "liebevollem Umgang" überein.

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Klar ist es wichtig wie es zu dieser Situation kam. Denn genau da muss man ansetzen.

Wenn die Situation so verfahren ist hilft aber oft nur professionelle Hilfe von außen. Zum Beispiel vom Jugendamt. Es keine Schade darum zu bitten, es ist eine es NICHT zu tun.

Manchmal schenken Kinder Regeln keine Beachtung wenn zu viele Regeln aufgestellt wurden. 

Somit würde ich die Erwartungen an die Kinder nochmal runtersetzen und ihnen mehr Freiheiten gewähren.

Außerdem würde ich darauf achten, als mündiger Erziehungsberechtigter auf das eigene Verhalten zu achten. Kann es sein, dass die Mutter manchmal ziemlich ausrastet bei den Kindern? 

Die Mutter muss ein Vorbild sein und dasselbe Verhalten aufweisen, das sie auch von ihren Kindern erwartet. 

Solche Kinder darf man nicht mit einem Überfluss an Spielsachen verwöhnen. Vielleicht ist das ein Verhalten, welches aus mangelnder Aufmerksamkeit resultiert. 

Eventuell fehlt den Kindern auch u.a. ein männliches Vorbild. Hat die Mutter keine männlichen Freunde, einen Bruder oder ähnliches? Wo ist der richtige Vater?

Kann es sein, dass die Kinder alle in einem Schlafzimmer untergebracht sind? Es ist hilfreich, wenn jedes Kind seine eigenen Freiräume hat und auch das Recht dazu hat, mal alleine etwas mit der Mutter zu unternehmen. 

Solche Kinder brauchen viel Geduld und Zuwendung. Schenke ihnen deine Zeit. Macht zusammen Puzzle, geht zum Spielplatz und auf macht kurze Trips und Reisen. 

Das die ältesten würde ich nur selten zusammen mit dem zwei jährigen beaufsichtigen. Ferner würde ich auch darauf achten, dass das jüngste nicht zu viel Zuwendung und somit eine extra-Behandlung bekommt. Das wäre unfair der älteren gegenüber. 

Worauf ich beim ersteren hinaus wollte ist, dass das jüngste Kind sich in einem ganz anderen Entwicklungstatus befindet, als die zwei älteren. Es kann zu Konflikten kommen wenn sich alle drei immer im selben Raum aufhalten. 

Am besten die Strafen weg lassen und viel Zeit mit den Kindern verbringen, lesen, kuscheln, tanzen, basteln, zusammen Hörbücher hören, zelte bauen, spazieren...

Den Fernseher nur nutzen mit ruhigen, lehrreichen Programmen und keine wilden Sachen.

Kinder benehmen sich, meistens, nur daneben weil sie Aufmerksamkeit suchen.
Wenn man Kindern mit Respekt und liebe Aufmerksamkeit gibt, werden diese auch automatisch ruhiger und ausgeglichener.

Grenzen setzen, keine endlosen Diskussionen führen, konsequent sein (auch wenn es mehr "Arbeit" bedeutet) und nicht der Einfachheit halber (und des lieben Friedens Willen) den Weg des geringsten Widerstandes wählen.

Ich weiß wovon ich rede, war auch mit 3 Kindern alleinerziehend und in Teilzeit berufstätig.

Auch wenn du die Frage "wie es dazu kam" , ausklammern möchtest, wäre es  gerade in dem Fall wichtig, das zu wissen!

Du kannst die Ursache aber nicht ausklammern, denn nur wenn du daran etwas änderst wird sich auch das Verhalten der Kinder ändern.

das ist keine haushaltshilfe, sondern ein familienhelfer. die macht nicht den haushalt und auch nicht sauber.

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Was hat das mit meiner Antwort zu tun?!

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ein siebenjähriger mag aufräumen können. aber ein fünfjähriger braucht dazu noch anleitung, ein kleinkind macht das in spielerischer anleitung. was also will die frau den kindern per aufforderung mitteilen?

wie es dazu kam, dass frau drei kinder hat? dreimal nicht ordentlich verhütet und gesagt, ich will austragen. ohne überlegung über mgl. konsequenzen und das frau garnicht in der lage ist, sich bei einem durchzusetzen.

hier sollte das jugendamt eingeschaltet werden und eine familienhilfe ins haus kommen, die anleitung gibt und die mutter zu einer erwachsenen mutter erzieht. anders wird man der sache wohl nicht herr. haben die kinder keinen vater oder väter, die sich drum kümmern können?

wie man gegensteuern kann bei den verhaltensstörungen? konsequenz und ganz klar grenzen setzen. spielen bis zeitpunkt y, dann wird aufgeräumt. auch das angewöhnen von verhaltensweisen: ein spiel ist beendet, dann wird augeräumt und dann erst wird das nächste rausgeholt, gehört dazu. das lernen schon kinder von 2 jahren.

wie es weiter dazu kam? mutti hat die kinder frei laufen lassen, immer blöd gegrinst und sich um  nichts gekümmert. darum verhalten sich die kinder wie gestörte. ich selbst habe drei kinder. da ist nichts hartes dran. es erfolgt ein klarer satz: es wird jetzt aufgeräumt, in fünf min. bin ich da und kontrolliere den "sachstand". danach schwärmen die drei aus, maulen sicher auch mal vor sich hin und dann ist gut.

freitags oder samstags ist stuben- und revierreinigung. jeder sein zimmer, ein kind das bad, eines das wohnzimmer, eines die küche und ich fange irgendwo mit einem kind an, bis ich mit dem letzten fertig bin. hier findet jeder seine arbeit und seinen anteil. muss ich an den tagen arbeiten, machen die großen das mit dem kleinen alleine. ist es fertig gibts lob, wenn nicht, wirds fertig gemacht und es gibt konsequenzen. einfach gerade linie fahren, grenzen anzeigen, fertig. gespuckt wird garnicht, das ist unmenschlich, ekelhaft und respektlos. wer es tut, muss das sauber machen und fliegt raus.

Zum aufräumen muss man sie 20x auffordern.

Das können Kinder in dem Alter noch gar nicht allein. Also macht man das als Mutter mit den Kindern gemeinsam.

Konsequenz ist hier das Zauberwort.

sind respektlos zu ihrer Mutter.

Wenn man nicht immer nachgibt, können die Kinder das noch lernen.

Die Kinder haben mittlerweile gar keine marnieren

Manieren schaen sich Kinder von der Mutter ab.

wegnimmt, nehmen sie einfach etwas anderes zum spielen.

Dann räumt man so auf, dass die Kinder gar nicht erst da dran kommen.

in solch einem Fall hilft das Jugendamt mit fachlicher Beratung und Unterstützung.

Du mußt dringend lernen, konsequenter zu sein. Wenn du sie zum Aufräumen aufforderst, bleibst du dabei, bis aufgeräumt ist, ansonsten verschwinden die herumliegenden Sachen. Reden bringt ja bei dir nichts mehr. Sobald du nachgibst, hast du schon verloren. Meine Oma hat nur einmal was gesagt und dann gehandelt. Schon ihre Anwesenheit hat uns großen Respekt eingejagt. Wenn wir nicht aufgeräumt haben, hat sie die Dinge einfach in den Ofen geworfen und damals hatte man nicht viel. So haben wir ganz schnell gelernt, auf unsere Sachen besser zu achten.

Rede nicht viel - handle und setze das um, was du ihnen "angedroht" hast. Du wirst sehen, wenn du durchhälst, wird sich das Verhalten bei deinen Kindern verändern.

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr....

Welcher ein ätzender Spruch!

Korrekt heißt das "was Hänschen jetzt nicht lernt, lernt Hans später".

"Großen Respekt eingejagt" - Da solltest du besser das Wort ANGST verwenden.
Denn diese Art von Respekt ist nicht das, was ich mir für Kinder wünsche.

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@kiniro

Nein, ich habe meine Oma über alles geliebt - die wärmste Frau die ich je gekannt habe. Wie man sich doch täuschen kann. Dein Spruch ist falsch, aber ich denke, aber das lernst du  später ;-)

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Man kann zum Jugendamt gehen und die um eine Haushaltshilfe bitten soweit ich weiß. Dort bekommt man dann auch eine Betreuerin die einem zur Seite steht mit Tipps ect.

Verbiete den Kindern einfach immer mehr, dann hören sie auf, sperre sie für kurze Zeit ein, und lasse sie nachdenken. Glaub mir, es hilft. Du könntest auch noch z.B. zwischen dir und dem 7-Jährigen Kind eine stärkere Beziehung aufbauen. Vielleicht wird es einsichtig & möchte dir bei deinen Problemen helfen. Ich hoffe ich konnte dir auch helfen :) Lg

einsperren?

Das ist wohl kaum das richtige?

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Mehr Verbote und Einsperren werden die Situation noch verschlimmern.

Eine Beziehung aufbauen ist gut, aber gesichert nicht um ein Kind gegen die anderen in die Erziehung einzubinden.

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Glaubt mir, ich habe 4 Kinder & alle sind brav. War ja nur meine Erziehung. Anscheinend ist sie gut verlaufen ;)

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@jupejubru

Das war dann wohl keine Erziehung, sondern eher Dressur. Ich kenne kein einziges Kind, egal wie "wohlerzogen" es ist, das immer brav ist. Und ich kenne übrigens auch keine einzige Mutter, die in der Erziehung keine Fehler macht.

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Was du vorschlägst, ist pure Schikane den Kindern gegenüber.

Besser wäre es meiner Meinung nach, wenn du dich mal ins "stille Kämmerlein" einschließen lässt - und zwar gegen deinen Willen - und über deine RatSCHLAG nachdenkst.

Mit dieser Methode wirst du eher Beziehungen zerstören, statt aufzubauen.

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Hilfe holen von einem Psychologen, das kriegst du (oder "die Mutter") wohl kaum mehr alleine hin. Vielleicht nen Kurs machen, wie man Kinder erzieht, bevor sie in der Gosse landen.

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