Alleinerziehende mit Kind Suchtprobleme / Rat benötigt

8 Antworten

Als Privatperson kann man Suchtkranken nur sehr schwer helfen. Wegen dem Kind würde ich das Jugendamt informieren, evtl. kann die Pflegschaft für eine Weile auf euch übertragen werden. Wenn für das Kind gesorgt ist, dann wirf sie aus eurer Wohnung raus, sie muss eine professionelle Therapie machen - ihr schafft das nicht! Viele Suchtkranke kapieren das nicht anders und beginnen erst ihr Leben zu ändern, wenn sie richtig in der Tinte sitzen und ihnen keiner mehr hilft. Aber letztenendlich muss der Wille zur Veränderung von ihnen kommen. Lasst euch euer Leben nicht von ihr kaputt machen. Es gibt auch bei Caritas/Diakonie kostenlose Beratungsstellen für Angehörige von suchtkranken/ psychisch kranken Personen.

Du hast praktisch keine Möglichkeit, Deiner Bekannten wirksam zu helfen! Auch wenn es weh tut, das hören zu müssen. Ob das mit dem Jugendamt so eine Lösung ist, wage ich zu bezweifeln. Dort besteht nämlich der oberste Grundsatz: dass das Kind zur Mutter gehört. Und das wird nur in Ausnahmefällen geändert. Außerdem sei Dir auch bewußt, dass Du später mit den Folgen Deiner Bemühungen leben musst!

Wenn Du eine Behörde über einen Drogenverdacht informierst, ist diese verpflichtet, Anzeige zu erstatten. (Daher ist es auch nicht so gut, sich z.B. bei der Polizei zu erkundigen, was man in einem solchen Fall machen sollte.)

Ich glaube, das Beste, was Du tun kannst, ist, Dich bei einer Drogenberatungsstelle in Deiner Nähe zu informieren. Deren Mitarbeiter unterliegen einerseits einer umfassenden Schweigepflicht und außerdem haben sie die größte Erfahrung mit derartigen Fällen. Eine solche Beratungsstelle sollte es eigentlich in jedem größeren Ort geben.

Habe ich schon mal erwähnt, dass mir sich im Grunde selbst beweihräuchernde Mütter, die gleichzeitig über diejenigen bei denen es weder perfekt läuft noch perfekt sind herziehen, absolut zu wider sind?

Ich lese nur Geläster und Beschwerden deinerseits über besagte Mutter heraus - aber WO bleibt deine Unterstützung. Auf der einen Seite tut dir das Kind leid, aber auf der anderen Seite schiebst du deine eigenen Kinder vor.

Ich habe selbst erlebt, was Menschen die ein scheinheiliges Verhalten an den Tag legen, anrichten können. Für die Betroffenen bedeutet das ein hartes Stück Arbeit das wieder gerade zu biegen.

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