alle wege führen nach rom?

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4 Antworten

Kaiser Augustus ließ 20. v. Chr. auf dem Forum Romanum (ein Platz, der im antiken Rom Zentrum war) einen Goldenen Meilenstein (Miliarium Aureum) errichten. Dieser war eine vergoldete Bronzesäule, auf der ursprünglich die Namen der Hauptstädte aller Provinzen der römischen Reiches und die Entfernungen von Rom standen.

Die Römer erbauten ein großes Straßenetz (gepflasterte Wege) in ihrem ganzen Reich und Rom war der zentrale Knoten darin. Die Römer konnten sich auf dem Forum als Zentrum der Welt fühlen, zu dem von allen Orten aus die Straßen führten. Aufgrund der Säule entstand das Sprichwort "Alle Wege führen nach Rom" (http://de.wikipedia.org/wiki/Miliarium_Aureum).

Rom war dann auch der Sitz des Papstes und damit Mittelpunkt der christlichen Welt. Auf Landkarten war Rom entsprechend oft in die Mitte gesetzt (spirituell wurde mit dem Zeitalter der Kreuzzüge dann auch Jerusalem als Mittelpunkt empfunden). Der Papst hatte eine große Macht und vor allem innerhalb der Kirche galt: welcher Weg auch beschritten wurde, der Papst in Rom konnte am Ende entscheiden.

Das Sprichwort ist lateinisch aus dem frühen Mittelalter von dem Gelehrten Alanus de Insulis (12. Jahrhundert) im Liber Parabolarum (Buch der Sprichwörter) überliefert: "Mille viae ducunt hominem per saecula Romam" ("Tausend Wege führen die Menschen immerfort [durch die Jahrhunderte] nach Rom").

Miliarium Aureum (Sockel) - (Sprache, Geschichte, Redewendung)

Früher bei den alten Römern führten tatsächlich alle Wege zur Hauptstadt Rom. Die Redewendung hat also einen wahren Ursprung.

http://www.geschichteboard.de. Da steht es drin.

wie er schon sagt von den römern

ja das bringt mir nix

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