Alle regen sich wegen der AfD auf, aber mit 13% können die doch eh nix machen, was hat den die Linke mit ~10% bisher bewegt, nichts - Also, warum die Aufregung?

Aufreger - (Psychologie, Freizeit, Politik)

14 Antworten

Hey du!

Es geht hier weniger um die tatsächliche Macht der Partei im Parlament, sondern mehr um das Stimmungsbild, das sich hier für Deutschland abzeichnet.

12,6% der Wähler konnten sich mehr mit dem Gedankengut der AfD anfreunden, als mit irgendeiner anderen Partei. Was bedeutet das? Vermutlich, dass viele mit der aktuellen Flüchtlingspolitik nicht einverstanden sind. Dass viele Angst vor "Überfremdung" haben. Dass viele nicht mehr an unsere Politik und unser System glauben. Dass sie das Vertrauen verloren haben. 

Und das ist ein gewaltiges Problem. Wenn die Bürger sich nicht mehr in ihren Ängsten verstanden und mit ihren Problemen Ernst genommen fühlen, dann wählen sie in eine extreme Richtung. In dem Fall rechts. Und wenn nichts passiert, dann wird es nicht bei diesem Ergebnis bleiben. Wir brauchen nur in der Geschichte zurückzuschauen. Wenn einer kommt, der in schwierigen Zeiten das Blaue vom Himmel verspricht, dann werden viele, viele folgen. 

Durch das aktuelle Ergebnis haben wir der AfD eine Plattform geschaffen, auf der sie noch viel weitreichender ihr Gedankengut verbreiten kann. In der Opposition kann sie sogar alles fordern, was ihre Wähler verlangen und wenn sie scheitert, wird das nicht den gegebenen Umständen angerechnet sondern den "Altparteien", die sich dagegen sträuben. Die AfD wird nicht viel erreichen im Bundestag, aber ihre Wähler werden sehen, dass sie alles versucht und demzufolge wächst das Vertrauen in diese Partei bei ihnen. 

Und das wiederum sehen andere Wähler. Wer zum Beispiel die CDU gewählt hat, die in der Regierung sitzen wird, wird feststellen müssen, dass die Partei Kompromisse eingehen müssen wird. Und dementsprechend das ein oder andere Wahlversprechen nicht einhalten kann. Gleichzeitig wird derjenige sehen, dass die AfD unablässig an ihren Forderungen festhalten wird. Ganz einfach gesagt sieht die AfD also zuverlässiger aus, wenn man von Politik keine Ahnung hat. Und da viele Wähler leider von Politik keine Ahnung haben, erscheint die AfD für sie dadurch glaubwürdiger. 

Das sind zumindest meine Ängste, wenn ich das Wahlergebnis betrachte. Ich bin auch nicht gerade bestens informiert, was Politik betrifft, aber allein mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass das böse enden kann.

Liebe Grüße

Auf der einen Seite regen sie sich auf,da die AfD nur 2 Zugpferde hat und ansonsten eigentlich keinen Plan, was Programm angeht.

Das Größere Problem ist das rechte Gedankengut, der Deutsche ist ich nenns mal pragmatisch vorbelastet. Jeder weiss was das letzte mal passiert ist als rechtes Gedankengut in die Regierung eingezogen ist. Was man allerdings nicht betrachtet ist das andere Länder (z.B. USA und Australien) gerade was einwanderungspolitik angeht ja auch nicht gerade  sehr offen sind, was meiner Meinung nach verknüftig ist und nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun hat. Jeder Deutsche zuckt aber bei dem Gedanken zusammen.

Ich persönlich finde es auch sehr bedenktlich das die AfD so viele Stimmen bekommt vor allem wegen dem fehlenden Konzept aber vor allem auch wegen einiger Mitglieder, die ihre sehr speziellen Interessen durchsetzen wollen, die 99% der Bevölkerung nicht gut findet und das geht meiner Meinung nach an der Demokratie vorbei.

Die bisherige Regierung hat alles über unsere Köpfe hinweg entschieden, die Kanzlerin interessiert es doch gar nicht was die Mehrheit der Bevölkerung denkt und haben will. Die zahlen der AfD zeigen, dass nicht nur ich das so sehe. Also im Prinzip ein gutes Zeichen, dass das Volk zeigt "So nicht liebe Regierung" auf der anderen schlecht, weil es keine Alternative zur Alternative für Deutschland gibt um der regierung zu zeigen das das was sie tut von der Demokratie wegdriftet und Parteiprogramme nicht nur der Partei gefallen dürfen sondern ein Spiegelbild der Bevölkerung darstellen sollten. Die Interessen von Otto-Normal Bürger interessiert doch da niemanden.

Du hast es ja schon richtig erkannt, Aufregung. Ist bei vielen, bei mir in den ersten Stunden übrigens auch, eine emotionale Sache. Aber Wut und Enttäuschung werden sich spätestens dann legen, wenn man realisiert, dass die AfD, außer ein bisschen rumnerven, keinen nennenswerten Einfluss haben wird.

das bedeutet, daß die großen parteien etwas fundamental falsch gemacht haben. und das macht eben angst.

Sie werden für einigen Wirbel sorgen.

Gut wäre es wohl wenn die SPD in die Opposition geht, und somit die AFD nicht zum Oppositionsführer wird.

Die AfD wird für gar nichts sorgen, dazu sind sie einfach zu klein. Allerdings könnte die AfD sich wieder als das arme Opfer verkaufen und das sollte verhindert werden. 

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@Maikiboy29

Warte es ab - welche teils skurilen Anträge gestellt werden werden.

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