Alle Menschen sind Sünder - war es Jesus auch?

8 Antworten

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Jesus soll frei von Sünde gewesen sein, und das Ganze ist ungefähr so konstruiert:

Alle Menschen stammen von Adam und Eva ab. Unabhängig von Sünden während ihres eigenen Lebens sind sie mit der sogenannten "Erbsünde" behaftet, d.h. mit der Schuld, die Adam und Eva durch das Essen des Apfels vom Baum der Erkenntnis auf sich geladen haben. Deshalb gelten im christlichen Sinne auch alle Menschen ohne Ausnahme als Sünder.

Weil Gott die Menschen erlösen wollte, ließ er seinen eigenen Sohn frei von Sünde werden: Maria befreite er von ihrer Erbsünde (wie das genau ablief, müsstest du einen Theologen, Religionslehrer oder Pfarrer fragen), so dass Jesus von ihr nicht die Erbsünde erben konnte. Daraufhin musste er nur noch sein eigenes Leben ohne Sünde leben, was er laut Bibel getan hat. Damit war Jesus dann frei von Erbsünde und von eigener Sünde.

Dass Jesus frei von jeder Sünde war, begründet dann auch den hohen symbolischen Wert seines Todes am Kreuz: Gottes Sohn stirbt ohne Sünde, um alle anderen Menschen zu erlösen. Wäre Jesus mit irgendeiner Sünde behaftet gewesen, wäre diese Symbolwirkung dahin.

Leider viele falsche Aussagen:

  1. Der Schöpfungsbericht sagt aus, dass Gott das Universum erschaffen hat mit allen Lebewesen. 7 Tage oder 7 Milliarden Jahre - für Gott ist alles ein Augenblick. Evolution hat unter der gezielten Planung Gottes stattgefunden und stellt keinen Widerspruch zu einem ersten Menschenpaar dar.
  2. Wer auch immer das erste Menschenpaar war, das mit Gott zu tun hatte, sie haben nicht die Erbsünde zusätzlich zu eigenen Sünden. Indem sie sich vom Urheber alles Guten losgesagt haben, begingen sie die erste und entscheidende Sünde, die wir Erbsünde nennen.

3.) Erbsünde will besagen, dass jeder Mensch auch zum Bösen hinneigt und verführbar ist. Davon ist die ganze Schöpfung betroffen und deshalb unheil geworden.

4.) Gott ließ nicht seinen Sohn frei von Sünde werden. Nach christlichem Glauben ist Jesus Christus der wesensgleiche Sohn und von Ewigkeit her existent als zweite Person der Dreifaltigkeit Er ist als Gott sündenlos . Aus Liebe zu den Menschen ist er als Erlöser selbst Mensch geworden und war in allem uns gleich außer der Sünde.

5.) Nicht die Sündenlosigkeit Jesu allein konnte die Erlösung bewirken, sondern weil er Gott war. Jesus hätte die Welt als geschaffenes Wesen nicht erlösen können.

6.) Maria ist als Geschöpf ebenso erlösungsbedürftig gewesen. Durch die Gnade Gottes und ihre Auserwählung im Heilsplan Gottes ist sie durch Bewahrung vor der Erbsünde sozusagen vorerlöst worden. Die Sündenlosigkeit des Gottessohnes hat damit nichts zu tun.

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@Raubkatze45

Zu 1.: Das bestreite ich nicht. Nur beschreibt die Bibel keine Evolution, sondern die Schaffung der gesamten Menschheit im Prinzip aus Adam und Eva. Nur darauf habe ich mich bezogen.

Zu 2.: Vom "Urheber alles Guten losgesagt" haben sie sich durch das verbotene Essen des Apfels vom Baum der Erkenntnis. Du drückst das biblische Bild nur anders aus. Falsch wird meine Aussage dadurch nicht.

Zu 3.: Das war von mir vielleicht sehr bildhaft ausgedrückt. Indem Adam und Eva sich von Gott quasi losgesagt haben, sind Menschen aber nicht nur zur Sünde verführbar. Durch ihre Abkehr sind auch alle ihre Nachkommen (also nach rein biblischer Beschreibung: alle Menschen) von Gott abgekehrt. Deshalb muss man sich zu Gott bekehren, um erlöst zu werden. Als theologischer Laie sehe ich da keinen allzu großen Unterschied, zumindest solange es um eine allgemeinverständliche Antwort geht.

Zu 4.: Und wieder eine exaktere Argumentation gelernt. :)

Zu 5.: Auch das ist mir klar, denn Gott hat nicht irgendeinen Menschen geopfert, sondern seinen Sohn (der Bestandteil seines eigenen Wesens und damit er selbst ist). Das habe ich nicht korrekt ausgedrückt, da hast du Recht.

Zu 6.: Das ist richtig. Aber eben weil ich es nicht so genau wusste wie du es ausgedrückt hast, hatte ich in meiner Antwort nichts genaueres dazu geschrieben, wie sie von der Erbsünde befreit bzw. "vorerlöst" wurde. Dass die Sündenlosigkeit des Sohnes Gottes damit nichts zu tun hat, mag sein (außer in der Hinsicht, dass Maria durch die Verdienste des Gottessohnes erlöst wurde, bevor er geboren war - eben vorerlöst).

Also sind nicht alle "falschen Aussagen" wirklich falsch. Aber zum Dazulernen hat es gereicht. :)

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Jesus Christus war wahrer Mensch und wahrer Gott zugleich. Wie wir im Evangelium lesen können, teilte er das Leben der Menschen bis in die tiefste Not und Gottverlassenheit hinein. Deshalb darfst Du ruhig daraus schließen, daß er auch als Kind lernen mußte, was Gut und Böse ist und eines Tages auch die erste Erfahrung mit dem Bösen gemacht hat, wie wir alle. Ich glaube nicht, daß es in der Familie mit Josef, Maria, Jesus und seinen Brüdern und Schwestern immer nur so hübsch fromm zuging wie auf einem Bild von Raffael. Ich wette, daß auch Josef gelegentlich was zu meckern hatte an seinem "Großen" und von Maria und den Geschwistern wissen wir, daß sie sich noch später über Jesus ärgerten, Du kannst es im Evangelium nachlesen. "Ohne Sünde" im Sinn der Bibel war Jesus, indem er als erwachsener Jude das Gesetz hielt und auf seine eigene Weise vollkommen erfüllte. Er lebte das Ideal des Judentums, nämlich vollkommene Gerechtigkeit nach dem jüdischen Gesetz. Ein Gerechter lebt so, daß er den Geist des Gesetzes erfaßt und völlig in diesem Geist lebt. Ein solcher Blick auf das mosaische Gesetz ist ja auch Inhalt der Predigt und der Lehre Jesu gewesen. Indem er das Gesetz auf diese Weise erfüllte und lebte, war er vollkommen und ohne Sünde. Gruß, q.

Jesus war frei von Sünden, er selbst hätte also nie ans Kreuz müssen, denn vor Gott konnte er bestehen. Nur wir nicht. Er hat sich geopfert und alle die, die sich ihm anvertrauen. bestehen durch seine Hilfe auch vor Gott.

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