Alle Frühblüher weisen eine bestimmte Form von Speicherorganen auf, warum eigentlich?

5 Antworten

Das stimmt so nicht ...

Es gibt eine Vielzahl von Strategien

  • Das Schneeglöckchen kann sogar durch die Schneedecke wachsen. Der Trick. es läßt durch eine chemische Reaktion den Schnee um sich schmelzen und wärmt die Erde auf.
  • Tulpen und andere Zwiebelgewächse speichern tatsächlich die Energie die sie im Vorjahr gesammelt haben in der Zwiebel
  • Akelei und andere Zweijährige brauchen 2 Jahre bis zur Blüte. Im einen Jahr sammeln sie die Energie im nächsten Jahr blühen sie
  • Erdbeeren sind generell mehrjährig sie verfallen in eine Winterruhe speichern aber eher wenig Energie sondern holen sich die KRaft schon früh im JAhr aus der Erde.
  • Stauden wie z.B. auch der Rahbarber entziehen ihren Blättern die Kraft und ruhen im Erdreich.

Mir fallen nu Zwiebelgewächse ein, welche komplett die Energie speichern.

Aber Schneeglöckchen haben doch Speicherorgane, oder?

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schneegl%C3%B6ckchen

Und viele der anderen von dir genannten würde ich nicht gerade als Frühblüher bezeichnen, zB auch die Akelei, von der ich diese Woche erst die ersten Blüten sah.

Und wenn Zwei- und Mehrjährige erst nach mehren Jahren des Energiesammelns zu Blüte kommen können, brauchen dann nicht gerade sie Speicherorgane für die gesammelten Reserven?

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Hallo,

Alle richtigen Frühblüher, die ich ich kenne, haben mehr oder weniger unterirdische Speicherorgane, seien es nun Bildungen des Sprosses (Zwiebeln) oder der Wurzel (Rhizome). Diese Frühblüher wachsen an Stellen, an denen es später im Jahr entweder zu trocken wird, (zB Kalkmagerrasen,) oder zu dunkel (Laubwälder.) Sie nutzen die kurze Zeit, in der die Bedingungen noch ideal sind, also die Winterfeuchte noch nicht durch die höheren Temperaturen und die Aktivität anderer Pflanzen aufgebraucht und verdunstet ist, und die Bäume noch kein Laub haben. Sie blühen, fruchten, sammeln Reserven für das nächste Jahr, und bis die Bedingungen schlechter werden, sind sie damit fertig, und können sich bis zum nächsten Jahr zurücklehnen. Viele sterben dann schon oberirdisch ab, und ziehen sich ganz in ihre Speicherorgane zurück, zB der Bärlauch. Sie schaffen also alles, wofür sich andere Pflanzen den ganzen Sommer Zeit lassen, in ein paar Wochen.Damit das klappt, müssen in der fraglichen Zeit die Bedingungen wirklich ideal sein, auf einem mageren, nährstoffarmen Boden gibt es kaum solche Frühblüher. Und sie müssen einen wirklich rasanten Frühstart hinlegen, und das geht eben nur, wenn sie ein paar Reserven dafür haben!

Beispiele sind neben Bärlauch Buschwindröschen, Hohler Lärchensporn, Märzenbecher und Schneeglöckchen.

Die wachsen auch bei kalten Temperaturen, Wasser zum Nährstoffe holen, ist da gerade ziemlich fest :(

Es gibt jede Menge von Früh - oder Frühjahrsblüher, die keine Speicherorgane haben.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Hobby und Erfahrung

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