Wie kann ich meinem Partner verständlich machen, dass er alkoholabhängig ist?

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4 Antworten

falls nicht bei dir vor Ort, gibt's bestimmt in der nächsten größeren Stadt eine Anlaufstelle zum Thema "Suchtberatung". Dort melde dich mal und besprich mit denen das Problem (dort werden nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Angehörigen mit Hilfe versorgt). Und dort bekommst du dann garantiert auch Adressen/Anlaufstellen vermittelt, wo du dich mit gleichfalls Betroffenen austauschen kannst. Auf diesem Wege findest du vermutlich sehr schnell Hilfe. Dein Freund muss selber auf die Idee kommen, sich helfen zu lassen - aber für dich und dein Wohlergehen kann so ein Gespräch bzw. gar regelmäßiger Gruppenbesuch eine echte Unterstützung sein (auch hinsichtlich des "wie bekomme ich ihn endlich zur Einsicht").

bitte bitte werd erst schwanger wenn er mindestens ein jahr stabil trocken ist! nicht eher. die rückfallquoten sind (vor allem) anfangs hoch und kinder leiden ihr leben lang unter so einem vater

nun, wenn der ratschlag "trenn dich" für dich nicht okay ist gibt es leider nur noch einen anderen. "arrangiere dich damit dass er trinkt und dich damit verletzt". du kannst dir sucht wie ne art käseglocke über seinen verstand vorstellen die verhindert dass irgendwas was du sagst oder tust zu ihm durchdringt. die erkenntnis dass was ganz und gar nicht stimmt und dass er was ändern muss muss von ihm kommen. vom inneren der käseglocken. anders geht es nicht.

die frage ist, kannst du diese wahrheit akzeptieren? partner von alkoholikern entwickeln oft ein verhalten das "co-abhängig" genannt wird, dazu zählt unter anderem dass sie nicht akzeptieren können oder wollen dass sie nicht helfen können. dass es nicht in ihrer macht liegt den anderen zu retten..

Schweres Thema.

So hart es auch klingt und sein mag, er muss es selber merken. Er selbst muss es einsehen und Hilfe haben wollen.

Damit du weißt wie du damit umgehen solltest, kann ich dir nur raten, in Selbsthilfegruppen für Angehörige zu gehen. So wie es sich liest bist du nämlich schon Co-Abhängig. Dort kannst du dich austauschen, dir Hilfe holen.

Ich hoffe du/ihr schafft es. Ansonsten bleibt dir, wenn du so nicht leben möchtest, kein anderer Weg als zu gehen.

Katrinsche82 27.08.2015, 19:40

Leider will er "noch keine" Hilfe und denkt, er schafft es alleine, da er ja "kein" Alkoholproblem hat.

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Steffi2601 27.08.2015, 21:46

Dann muss er noch weiter fallen. Solange er es selbst nicht einsieht, ist keine Hilfe möglich.

Und stetiger Alkoholkonsum bringt schlimme Dauerschädigungen, die nie wieder heilen werden, wenn er nicht aufhört.

Ich hoffe er sieht es irgendwann ein, ansonsten musst du an dich denken und gehen.

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palusa 17.10.2015, 17:45
@Steffi2601
Und stetiger Alkoholkonsum bringt schlimme Dauerschädigungen, die nie wieder heilen werden, wenn er nicht aufhört.

diese betreffen ürbigens manchmal auch das erbgut..

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Hallo Katrinsche82! Guck mal auf die Webseite Al-Anon.de oder ins blog.al-anon. 'Hilfe durch Nichthilfe' ist das einzige, was einen Alkoholiker zur Einsicht bringen KANN - nicht muss!

Katrinsche82 27.08.2015, 19:39

Ja, Danke. Hab vor zwei Wochen schon geschaut und hier in der Nähe gibt es eine Selbsthilfegruppen. Aber der Schritt ist so schwer. Werde es aber auf jeden Fall probieren. Vielen Dank

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