alkoholkranker Lehrer

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12 Antworten

Alkoholerkrankung ist die einzige, bei der der Patient selbst bestimmen kann, ob er krank sein WILL.

Wenn du dich aus der Langzeittherapie nicht rechtzeitig meldest, konntest du ja gar nicht in dem neuen Stundenplan einbezogen werden. Da wären dann die Ausfälle ja schon vorprogrammiert. Sieh es doch so, als Ersatz für ausgefallene Kollegen, hast du Gelegenheit dich wieder an den Schulbetrieb zu gewöhnen.

Dass du ab nächste Woche wieder gesund bist, weißt du schließlich schon länger. Woher soll die Schule das wissen, wenn du es nicht mitteilst.

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Kommentar von Kugelgrill
09.07.2013, 18:22

Da hast du wohl nicht richtig gelesen... War nach der Langzeit im Dienst und habe alles gegeben. Ein suchtmittelabhängiger Mensch braucht Regelmäßigkeit, keine HOCHs und TIEFs, Springer zu sein wäre mein Return-Ticket.

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Teilweise kann ich das Vorgehen der Schulleiterin verstehen..warum (?), in den meisten Fällen werden auch therapierte Alkoholiker wieder rückfällig. Wäre natürlich human gewesen, wenn sie mit Dir darüber gesprochen hätte..aber nungut..kein Mensch ist ohne Fehl und Tadel. Sicher wird sie aber in erster Linie auch an die Schüler denken, denn denen wird es sicher nicht unbemerkt geblieben sein..oder??

Ich würde mich an Deiner Stelle darüber, was Du so nebenbei verlauten läßt, mit einem Arzt/Therapeuten unterhalten, was deren Meinung ist einen Antrag auf EU-Rente zu stellen, denn Alkoholiker zu sein ist eine anerkannte Krankheit und wenn Du in Deinem Umfeld mit Kindern zu tun hast, mußt Du auch darauf Rücksicht nehmen!?

Meine persönliche Meinung ist dazu allerdings, ich kann es absolut nicht nachvollziehen wieso, weshalb und warum man zum Alkoholiker werden kann..das aber nur eine Randbemerkung von mir und fasse es bitte nicht als Vorwurf auf, das liegt nicht in meiner Absicht!! Es ist einzig und allein Dein Leben und es wäre auch in Deinem Sinn..eine nochmalige Therapie mit Erfolg abzuschließen denn erst dann wird Dein Leben lebenswert und das wünsche ich Dir von ganem Herzen..dem Teufel Alkohol den Garaus zu machen..nimm diesen Wunsch mit in die Einrichtung und denke täglich daran, was Dir ein Unbekannter mit auf den Weg gegeben hat.

Alles Gute

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Kommentar von 0510engel
09.07.2013, 09:11

Hallo, wieso und weshalb man zum Alkoholiker werden Kann??? Das geht schneller als Du glaubst und vor allem ist es eine schleichende Krankheit....und wenn man dann drüber nachzudenken anfängt,ist es schon sehr weit fortgeschritten und es hilft dann wirklich nur noch professionelle Hilfe....danach trocken zu bleibenm liegt allerdings an jedem Betroffenen selbst....ich bin seit über 14 Jahren trocken,habe aber auch alle Hilfsangebote genutzt. Es ist also sehr einfach,sich hinzustellen und zu sagen: wie kann so etwas passieren.... MfG

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Kommentar von Kugelgrill
09.07.2013, 09:12

Ich danke dir!

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Der Direktor muss ja auch Plaene machen, auf die man sich verlassen kann und die Schueler auch. Es ist schlimm, wenn Lehrer halt immer wieder und laenger ausfallen. Klar, das ist manchmal halt einfach so, aber man muss halt auch mal die andere Seite sehen.

Du solltest jetzt halt einfach mal das Gespraech suchen, mit der Schulleiterin, aber auch mal mit dem Arzt und einem Psychologen und Rentenstellen, die dir einen genauen Eindruck verschaffen, was denn moeglich ist bezueglich Rente oder anderen Beruf und dann musst Du fuer dich eine Entscheidung treffen, wie es mit Dir weitergehen soll.

Rede auch mit anderen Kollegen und Freunden, wie sie die Sache sehen. Manchmal ist es gut, wenn jemand, der nicht direkt in der Situation ist, sagt, wie er von aussen die Sache sieht.

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Kommentar von Kugelgrill
09.07.2013, 09:39

Danke. Inzwischen weiß ich, dass morgen das Gespräch im Schulamt stattfindet.

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Triff für Dich selbst eine Entscheidung: Liebst Du Deinen Beruf oder nicht? Möchtest Du ihn weiter ausüben oder nicht? Wenn Du weißt, was Du willst, tu die nötigen Schritte in die entschiedene Richtung. Willst Du an DIESER Schule im Schuldienst bleiben, rede mit der Schulleitung und den Kollegen. Versuche, Verständnis für die Reaktion und das "Übergehen" zu haben, keiner will Dir etwas Böses - die lösen nur selbst ihre Probleme auf eine möglichst angenehme Art. Mit den meisten Menschen kann man reden, man kommt sich näher und weckt Verständnis. Dann kann man gemeinsam nach Lösungen suchen.

Es gibt wenig Berufe, die wirklich krank machen. Schuldienst beinhaltet aus sich selbst heraus sicher ein geringes Risiko. Seelisches Krankwerden hat immer zwei Pole: Die Störung von außen und die eigene Entscheidung, auf eine bestimmte Art darauf zu reagieren. Die "Schuld" im Beruf zu suchen löst bestenfalls die Hälfte Deiner Probleme. Nimm Deinen Weg unter die eigenen Füße, laß Dich nicht fremdbestimmen, triff selbst die Entscheidung für Deine Zukunft. Viel Glück! q.

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Hallo, es wird vor allem eine ganze Zeit in Anspruch nehmen,bis man Dir wieder vertraut....war bei mir genauso.Das bedeutet für Dich,Geduld Geduld und nochmals Geduld zu haben.Vor allen Dingen würde ich das Gespräch suchen,sich vergraben ist der schlechtere Weg und führt zu gar nichts.Geh offen mit der Krankheit um,das hast auch Du sicherlich in der Therapie gelernt....ich habe jedenfalls mit dieser Art offene Türen eingerannt,heute bin ich in einem Landesbetrieb Suchtberater. MfG

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Kommentar von Kugelgrill
09.07.2013, 09:23

Ich danke dir. Ich weiß doch selbst, dass ich ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor bin, denn Schulbetrieb braucht Regelmäßigkeit.

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Dass man jemanden einfach übergeht ist keine Lösung.

Wenn du aber schon 30 Jahre unterrichtet hast, frage ich mich, ob du es noch machen willst. Immerhin werden die Kids immer frecher, unverschämter und der Job dadurch nicht angenehmer.

Ich hatte mal einen lateinlehrer, der mit 32 Jahren schon Frührente bekam, weil der nervlich so fertig gemacht wurde von seinen Schülern, dass er den Job nicht mehr ausüben konnte. Der hatte dann nach 5 Jahren Lagzeittherapie etwas anderes gemacht und arbeitet nur noch 20 Stunden pro Woche. Vom Staat bekommt er Geld, da er als Gymnasiallehrer ein paar Jahre tätig war.

Frag dich mal selbst, ob du es noch wirklich machen willst. Immerhin ist das kein Job in dem es einfacher wird. Denke auch an dich und deine Gesundheit!! Vorallem an deine Gesundheit! Um ein Gespräch mit der Schulleitung wirst du sowieso nicht drumrumkommen. Ich denke mal, dass die eh auf dich zugehen und dir vielleicht ein Altersteilzeitmodell anbieten werden.

Und: wenn du schon 30 Jahre einbezahlt hast, dann kannst du denke ich guten Gewissens in Altersteilzeit gehen. Gerade Lehrer haben einen Knochenjob. Und bevor du durchdrehst oder gar noch einen Rückfall erleidest, schalte lieber jetzt zurück. Nutze die letzten Jahre deines Lebens sinnvoll! Du hast so vieles für Kinder und Jugendliche getan, es wird Zeit, dass du nun an dich denkst!!!!!!

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Kommentar von Kugelgrill
09.07.2013, 09:19

Danke. Eben hat meine Chefin angerufen. Morgen ein Gespräch im Schulamt, wo ich allerdings meine Freundin mitnehme, die im Personalrat ist. Wenn ich so nachdenke, tendiere ich immer mehr dazu, mich nicht mehr vor die Klasse zu stellen. Übrigens, ich bin noch nicht so alt, erst 52 . Ich zwinge mich jetzt also zur Ruhe und warte klaren Kopfes ab.

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Vielleicht redest du mit deinem Schulleiter und fragst bzgl einer vorrübergehenden Stundenreduzierung nach um es langsam angehen, und die nervliche Belastung im Rahmen zu lassen. Ansonsten schliesse ich mich meinem Vorredner an. Lieber ein offenes Wort als lange rumzuüberlegen.

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Kommentar von Kugelgrill
09.07.2013, 09:13

Danke.

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Du kannst dich an den IFD (Integrationsfachdienst) in deiner Stadt wenden. Sie können dir bei deinen Überlegungen weiterhelfen. Sie können auch gemeinsam mit dir und der Schulleitung besprechen, wie es weitergehen kann oder dich beraten wenn du nicht mehr weiter arbeiten möchtest.

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Am besten besprichst Du das mit Deinem Therapeuten, was für Dich das Richtige ist. Außerdem solltest Du Dich einer Gruppe anschließen, das vermindert die Gefahr des Rückfalls. Dort kannst Du dann auch Erfahrungen austauschen und Dir Tipps holen.

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Kommentar von Kugelgrill
09.07.2013, 09:43

Danke. Ich bin in der Suchtberatungsstelle und auch in einer Gruppe. Weiß inzwischen, dass ich mit meinem Problem nicht allein fertig werde.

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Nun, es ist halt für die Kollegen auch eine Zumutung, wenn ein Lehrer immer wieder krank ist - darunter haben ja auch die Schüler zu leiden, da oft Stunden ausfallen. Vielleicht solltest Du Dir wirklich eine Alternative überlegen. Außerdem rede doch mal ein offenes Wort mit der Schulleitung, vielleicht ist sie dann auch offen zu Dir.

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hast du schon mal über eine umschulung nachgedacht? dein ansatz mit dem beruf, der dich kaputt macht ist aus meiner sicht richtig....ich wünsche dir, das du wieder gesund wirst und einen neuen traumjob findest....alles liebe...

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Kommentar von Kugelgrill
09.07.2013, 10:19

Danke. Unbewusst habe ich sicher schon darüber nachgedacht. Auf alle Fälle mache ich mir viele Gedanken, wie es beruflich mit mir weitergehen könnte. Die finanzielle Seite ist ja auch nicht zu unterschätzen. Ich unterrichte Englisch und Hauswirtschaft, d.h. ich habe Kenntnisse über Ernährung usw., beherrsche die üblichen Handarbeitstechniken incl. Nähmaschine. Ich könnte mein Wissen evtl. in der Volkshochschule weitergeben.

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