ALKOHOLKRANK- Tagesklinik oder Stationär?! - meine Mutter ist alkoholkrank!

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10 Antworten

tagesklinik ist, meiner meinung nach, bei deiner mutter nicht genug. sie sollte sich entschließen, eine langzeitkur zu machen. das wichtigste: die nachsorge. sie sollte sich ganz, ganz dringend eine selbsthilfegruppe für alkoholiker suchen, die sie anschließend regelmäßig besucht. noch besser wäre es, wenn sie bereits jetzt - sofort - so eine gruppe aufsucht, damit sie schon mal einen anfang hat (ich persönlich empfehle AA (anonyme alkoholiker)). alles gute!

Stationäre Therapie ist auf jeden Fall besser, da Sie komplett aus dem Alltag raus ist und sich in einem geschützten Raum besser auf sich und Ihr Problem einlassen kann. Sie muß es aber selber wissen, Zwang führt zu keinem Erfolg. Ambulant werden sehr Viele wieder rückfällig. Du bist so Leid es mir tut eine sogenannte Co - Abhängige, auch Du brauchst Hilfe damit es Dir besser geht. Rufe mal bei den anonymen Alkoholikern an und frage nach Hilfe für Dich. Keine Angst, es kostet nichts und niemand erfährt erstmal was. Kannst auch vorher mit Deinen Großeltern b.z.w. Vater reden. Dann geht es Dir auch wieder besser.

Liebe Bella,

ich kann verstehen, dass dir das keine Ruhe lässt und du nicht einschlafen kannst. Aber leider ist es nicht möglich, dir /euch hier einen Rat zu geben. Wir kennen deine Mutter nicht. Ob sich hier ein Fachmann (also Arzt) dazu äußern wird, glaube ich nicht, denn auch so jemand dürfte hier keinen Rat geben. Deine Mutter sollte das tun, was ihr die Ärzte raten. Weißt du denn, was sie ihr geraten haben?

Hallo Bella, gleich vorweg: du bist nur das Kind und nicht verantwortlich für die Dinge, für die sich deine Mutter entscheiden soll, muss oder wie auch immer. Du hast keinerlei Verantwortung für sie. Auch wenn sie deine Mutter ist. Jeder Mensch trägt für sich selbst die Verantwortung und ist seines Glückes Schmied. Deine Mutter ist volljährig und hat damit die Verantwortung für ihr Leben und natürlich auch für ihre Kinder. Eine Suchtberatung oder auch der Hausarzt kann deiner Mutter empfehlen, was die beste Therapieform ist. Was andere sagen ist völlig irrelevant, praktisch unwichtig. Denn "andere" können dir und deiner Mutter keinen Pfennig wechseln. Deine Mutter ist der Schöpfer ihres Lebens. Sie, nur sie selbst, kann entscheiden, was sie will und was für sie am besten ist. Sie wird sich entscheiden - und du solltest das akzeptieren. Übernehme nicht als Kind die Last, für Erwachsene zu denken, zu tun und zu machen. Denn oft erst nach Jahrzehnten kommt diese Last, die du auf dich genommen hast, zum Tragen. Denn auch Du kannst in Depressionen verfallen, da du diese Energien auf dich ziehst. Diese Lasten werden sich als Rückenbeschwerden möglicherweise bemerkbar machen. Oder du bekommst Migräne, Bluthochdruck - alles Krankheiten, die vom Druck im Körper stammen. So schlimm sich das anhört: lass bitte los und überlasse den Erwachsenen ihre Entscheidungen und ihr Tun. Du bist nur das Kind.

Meine persönliche Empfehlung (als selbst Betroffener) für Deine Mutter ist eine stationäre Therapie in einer Klinik. Am Besten "ganz weit weg", so dass sie sich wirklich in aller Ruhe um sich selber kümmern kann. Ausserdem können in so einer Klinik auch die Depressionen behandelt werden. Denn oft sind diese nicht Ursache einer Suchterkrankung, sondern die Folge. Bei Deiner Mutter scheint es allerdings die Ursache zu sein (genaue Diagnosen sind hier nicht möglich, dafür sind die Ärzte/Therapeuten da). Und anschließend an eine Therapie gibt es ja noch eine Nachsorge. Unabhängig davon sollte sie auch eine Selbsthilfegruppe besuchen. Und davon haben wir ja hier in Deutschland (zumindest in den Städten) reichlich und auch die unterschiedlichsten "Arten": angeleitete (mit Therapeuten, reine Betroffenen-Gruppen, Gruppen auf Monolog- oder Dialog-Basis etc.

Es ist ja schon mal sehr gut, dass Deine Mutter selbst beschlossen hat, eine Therapie zu machen. Denn nur wenn es der/die Betroffene selbst will, kann eine Therapie helfen.

Aber auch für die Angehörigen gibt es Selbsthilfegruppen, wo man seine Sorgen und Nöte loswerden und besprechen kann und Hilfe bekommt. Schau doch mal z.Bsp. hier rein: www.a-connect.de

Ich drück Dir (und Deiner Mutter) jedenfalls ganz doll alle Daumen!!

Ich würde stationär empfehlen, es hatte bei ihr ja schon starke Ausmaße und so kann sie nicht in Versuchung kommen und an Alkohol geraten.

Hey, finde es sehr schön, dass du dich so um deine Mutter sorgst. DU hilfst deiner Mutter sehr viel. Bei der Alkoholsucht spielt das soziale Umfeld eine sehr große Rolle und durch die Liebe die du ihr schenkst macht das schon immens viel aus. Zunächst einmal muss deine Mutter aber verstehen, dass ihre Depressionen nicht Schuld an ihrer Alkoholsucht sind. Deine Mutter darf sich nicht rausreden und muss sich selber die Schuld geben und niemandem sonst. Es ist bei deiner Mutter zu empfehlen, dass sie eine Langzeittherapie macht. Aber, das muss sie selbst entscheiden und sie muss sich bemühen und um Hilfe und Rat suchen und nicht du. Weil nur sie sich ändern kann und, weil sie Alkoholikerin ist und nicht du.

deine mutter ist eine erwachsene frau und wenn sie 3 monate in eine tagesklinik gehen möchte wird sie auch sicherlich nicht eine 6 monatige stationäre therapie machen... die therapie ist am besten aber das wollen die wenigsten machen ich habe fast das selbe erlebt und glaub mir wer keine langzeittherapie macht wird immer wieder zur flasche greifen (zumindestens viele gibt auch ausnahmen)

das sollte sie mit den ärzten dort entscheiden.

es ist ja auch die frage, wie danach ihr leben aussieht.

das wird in die therapie übernohmen. wir können da nichts raten

Ich als Betroffener rate Dir: Ca. 4 Monate stationär und dann eine Nachsorge. Danach wöchentlich Gruppenbesuche in einer Selbsthilfe Gruppe. Wenn Sie das nicht machen möchte, ist der nächste Rückfall schon vorprogrammiert.

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