Alkoholkonsum verringern, aber wie?

12 Antworten

Ich kann dich sehr gut verstehen. Mich würde interessieren, ob du bei diesem Konsum noch arbeiten gehen kannst. Man entwickelt ja eine Toleranzgrenze und verträgt dann immer mehr.

Setz dich einmal hin und überlege dir, warum du trinkst.

  • Weil du traurig, depressiv bist und der Schmerz sich leichter ertragen lässt. (und das tut es leider mit Alkohol)
  • weil du einsam bist und du mit Alkohol die Einsamkeit nicht spürst und die Zeit schneller vergeht (auch das macht der Alkohol)
  • du alleine trinkst oder in Gesellschaft - wird bei dir bei diesen Mengen wahrscheinlich alleine sein.

Versuche auch, bestimmte Auslöser zu erkennen. Gibt es bestimmte Situationen, die dich zum Alkohol treiben?

Normalerweise kennt man sich und seinen Körper sehr gut und man kennt auch die Gründe, die einem zum Alkohol verleiten.

Solltest du an einer Depression leiden, dann solltest du dir grundsätzlich einmal eine Therapie überlegen. Ich weiß, das klingt immer so schlimm und nur "Psychos" gehen zur Therapie. Aber diese Meinung ist längst überholt. Jeder, dem seine Gesundheit - und dazu gehört auch die geistige Gesundheit- wichtig ist, nimmt eine Therapie in Anspruch. Viele Prominente haben sogar einige Therapeuten, damit sie im Leben zurecht kommen.

Wenn du deinen Konsum einschränken willst, dann probiere mal folgendes:

Mache dir einen wöchentlichen Plan, der auf dein Leben abgestimmt ist.

Versuche zuerst, deinen Konsum auf Tageszeiten zu beschränken. Dabei ist aber wichtig, dass du es so machst, dass du es schaffen kannst. D.h. es macht keinen Sinn zu sagen: Ich trinke jetzt von MO-DO nicht mehr, nur mehr am WE. Das wirst du nicht durchziehen können. Dann eher: Ich trinke bis 15 Uhr nichts und dann beschränke ich mich - geht dann ja auch leichter wegen der Menge - auf 4 Bier und eine 1/2 Flasche Wodka. Versuche, die Zeit, in der du nicht trinkst, sinnvoll auszufüllen. Mache Arbeiten, Ausflüge (ich weiß nicht, ob du regelmäßig arbeiten gehst, denn das macht es noch leichter). Das wird die erste Zeit eine Umstellung sein, aber nach ein paar Wochen wirst du es gewöhnt sein. Dann reduzierst du wieder ein bisschen. Vielleicht ab 16 Uhr oder einen alkoholfreien Tag.

Wichtig ist zu wissen: Der Mensch ist von Grund auf ein Gewohnheitstier , er gewöhnt sich an jeden Lebensstil. Du hast dir deinen ja auch angewöhnt und so auch eine Sucht entwickelt. Du kannst dich nun wieder umgewöhnen. Das dauert halt eine gewisse Zeit, aber ich bin mir sicher, dass du es schaffen kannst.

Die andere Möglichkeit wäre, eine Therapie zu machen. Du musst für dich den richtigen Weg finden, wie du mit deinem Problem fertig wirst.

" unter anderem deshalb, weil ich keine Lust mehr habe so viel Geld am Tag für den Konsum auszugeben, dass ist eigentlich der einzige Grund." Der Hauptgrund sollte Deine Gesundheit sein - Du steuerst volle Kanne auf Leberzirrhose und andere Organschäden los und das ist kein Spaß. Aber gut, dass Du einsiehst, dass es zuviel ist !

Wenn Du von alleine nicht aufhören kannst, dann musst Du wohl der Tatsache ins Gesicht schauen, dass Du eine Sucht entwickelt hast.

Und dagegen hilft dann nur Entzug, Suchtberatung und evt. Therapie.

https://www.anonyme-alkoholiker.de/

Hallo!

Solange es dir ums Geld geht und du nicht den Wunsch hast, mit dem Alkohol aufzuhören, wirst du weiter immer mehr Stoff brauchen.

Solltest du aber eines Tages den Wunsch haben, mit dem Alkohol aufzuhören, dann frag mal bei den Anonymen Alkoholikern. Sie haben da ein Rezept: 'Lass - nur für heute - das erste Glas stehen! Wie das funktioniert, kann ich dir als Außenstehende nicht vermitteln. Aber geh einfach mal zu den A.A.s. Sie teilen gern, wie sie das machen.

Da Du nicht wirklich einsiehst, von Deiner Alkoholsucht loszukommen - außer aus finanziellen Gründen - kann man Dir auch keinen Tipp geben.

Wahrscheinlich - wenn überhaupt - wirst Du erst einsichtig, wenn Du "ganz unten" angelangt bist.

Ich hoffe doch sehr, dass Dir klar wird, dass Du ein Alkoholproblem hast und Dir professionell helfen lässt.

So, wie Du hier schreibst, stellt sich die Frage nicht. Wenn das Geld der einzige Grund ist, um aufzuhören, schaffst Du das nie. Frag Dich doch erst einmal, warum und wofür Du den Alkohol zu Dir nimmst. Also was Du mit dem Trinken erreichen willst.... Alkoholiker bist Du bei dieser Trinkmenge schon längst, ob Du das nun wahrhaben willst oder nicht.

Es gibt Gründe, warum man trinkt. Jeder hat andere. Hilfe erhältst Du bei einer Suchtberatung, und wenn die Hilfe dort anschlägt, dann hat sich automatisch auch Dein Geldproblem gelöst,glaub mir.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich hoffe dass die vielen gut gemeinten und brauchbaren Tipps auch Gehör finden

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@Buhujo

Das hoffe und wünsche ich mir ebenfalls für jeden,der es braucht....

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