Alkoholabstinez nachweisen bei Trunkenheitsfahrt 1,63 Promille?

7 Antworten

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Hallo Tarnowitz,

wenn du o. Frage stellst und deine Aussage

muss bald zur MPU

so zu interpretieren ist, dass deine MPU in den nächsten Monaten stattfindet, ist davon auszugehen das du dich noch gar nicht mit der Aufarbeitung deines Alk.konsums und der Gründe dafür, auseinandergesetzt hast. Dies solltest du schleunigst nachholen - denn dies ist das A und O um eine MPU positiv bestehen zu können :-)

Generell ist zu sagen das eine BAK von 1,63‰ durchaus noch das "KT" (Synonym für den risikoarmen Umgang mit dem Alk.) zulässt. Jedoch sind dein Trinkverhalten im Vorfeld und deine Trinkmotivation dafür wichtig. Wie weit ist/war die Problematik fortgeschritten?

Handelt es sich (aus Sicht eines Gutachters) noch um Alk.gefährdung oder schon um Alk.missbrauch? Wie kann sichergestellt werden, dass eine TF künftig nicht mehr vorkommt?

Wenn du magst, schau mal hier auf meine Profilseite. Dort steht ein Link für ein MPU-Forum in dem du dich weiter belesen und auch Fragen zum Thema stellen kannst.

Gruß Nancy

Was ist kontrolliertes trinken und wie weise ich das nach?

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@Tarnowitz

Hallo Tarnowitz,

magst du mal auf die Seite schauen die ich in meinem Profil verlinkt habe? In diesem Forum kannst du genaueres zum "KT-Vorgehen" lesen (dazu musst du dich nicht registrieren, sondern kannst auch so lesen und die Seite dann einfach wieder verlassen ;-)

Es gibt keine starren Vorgaben zum KT, sondern es sind eher "Richtwerte", die ich -ohne mehr von dir zu wissen- nicht so einfach hier niederschreiben möchte. Fakt ist jedoch das ein KT für die MPU nicht nachgewiesen werden muss. Jedoch besteht bei der MPU die Möglichkeit, dass der Gutachter eine Haaranalyse vom Kunden verlangt, damit geschaut werden kann ob so moderat getrunken wurde wie im psych. Gespräch angegeben...

Nur mal als grobe Richtung: Beim KT kommt man nicht mehr in Promilleregionen in denen man den Alk. spüren kann, sondern begrenzt ihn auf niedrige Mengen. Auch die Trinkanlässe sollten überschaubar bleiben, auf "alkoholfreie" Getränke und auf "harten Alk" besser verzichtet werden und noch so ein paar Kleinigkeiten....

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@nancycotten

Ich hoffe das ich die MPU auch ohne Nachweise und Vorbereitung schaffe, mein Vater hat sie ebenfalls ohne Hilfen oder nachweisen vor einigen Jahren bestanden.

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@Tarnowitz

Ohne Nachweise ist das durchaus möglich, aber bitte nicht ohne Vorbereitung. Niemand zwingt dich, dich in einem Forum vorzubereiten, oder gar mit einem Verkehrspsychologen die Aufarbeitung zu machen, aber - auseinandersetzen (und das nennt man Vorbereitung) musst du dich auf jeden Fall mit deinem zurückliegenden Alk.konsum. Die Gründe dafür wissen und eine Strategie schaffen, damit du künftig eben nicht mehr so viel trinkst und somit eine weitere Trunkenheitsfahrt ausgeschlossen werden kann. Wenn du beim Gutachter sitzt und nicht sagen kannst warum es soviel Alkohol war und du keine Vermeidungsstrategien für dich hast, fällst du durch :-(

Das ist nicht böse gemeint, sondern eine Tatsache. Wenn dein Vater seine MPU geschafft hat, dann rede doch mal mit ihm wie es damals bei ihm war - sicher kann er dir dann helfen. :-)

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Bei diesem Promillewert macht es auch für "Ersttäter" absolut Sinn, zumindest für einen Zeitraum von 6 Monaten eine Abstinenz nachzuweisen. 

Darauf kannst Du dann auch die These "kontrolliertes Trinken" argumentieren. So untermauerst Du den Gutachtern je nach Umständen / Motorik zum Zeitpunkt der Polizeikontrolle, dass Du künftig einen sorgsamen Umgang mit Alkohol praktizieren kannst. Ein "Trinktagebuch" entfällt dann für den Zeitraum des Abstinenznachweises.

Du musst dann aber aus Dir selbst heraus auch von dieser Einlassung überzeugt sein und sie "gefestigt" praktizieren. 

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