Alkohol zerstört Ehe

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26 Antworten

Hallo Speedimaus,

Du suchst hier Hilfe und die meisten Antworter, die ähnliches erlebt haben, raten Dir zu einer Trennung. Das wäre auch letztlich das einzig Richtige, wenn alle anderen Rettungsversuche scheitern, auch wenn es Dich zunächst sehr belasten würde.

Ich kann Dir nur raten, dir aktiv Hilfe zu holen, und zwar im persönlichen und vertraulichen Gespräch mit „Fachleuten“. Hier wirst Du Verständnis finden und allein schon das Sprechen über eure belastete Beziehung wird Dir gut tun.

Als Erstes wirst Du erfahren, dass Du als Co-Abhängige zuerst was für DICH tun musst. Dazu kann z.B. gehören:

• Suche im Telefonbuch, im Internet, in der örtlichen Tageszeitung unter dem Begriff „Suchtberatung“ nach Kontaktadressen und Telefonnummern.

• Wenn sich Deiner Nähe eine Fachklinik befindet, frage nach, ob dort gezielte Beratungen für Angehörige angeboten werden.

• Versuche in Deiner Nähe eine Selbsthilfegruppe zu finden, in der auch Angehörige willkommen sind.

Versuche nicht weiter, Deinem Partner eine „Nulldiät“ oder Reduzierung aufzudrängen, weil Abhängige auf dem Ohr taub sind, und das ein zusätzliches Problem darstellt, das weggetrunken werden muss. Du erreichst also eher das Gegenteil. Irgendwelche Versprechungen werden eh‘ gebrochen. Glaub‘ mir: Der Alkohol ist stärker.

Warum ich das schreibe: Ich habe selber getrunken, über mehr Jahre und zuletzt viel größere Mengen. Bis ich ganz „unten“ war. Abstieg auf ganzer Linie – Beziehung, Familie, Freundschaften, Beruf, Hobbys, soziales Umfeld, Gesundheit, Selbstwertgefühl.

Ich habe es geschafft, Trocken zu werden, nach einer Langzeittherapie, danach noch Rückfälle, wieder Entgiftungen – mir entsprechend verzweifelter Partnerin – war selbst völlig verzweifelt, bis ich mir noch mal einen Ruck gegeben habe, meine Partnerin sich bereit erklärte, gemeinsam eine Selbsthilfegruppe zu besuchen, von der ich am letzten Tag meiner Entgiftung erfahren habe.

Seitdem bin ich Trocken, und die Beziehung und das Umfeld ist über die Jahre wieder in Ordnung.


Hier noch ein Link für Dich:

http://www.blaues-kreuz.de/bundeszentrale/uebersucht/info-angehoerige.html

Für weitere Hilfe und andere Links melde Dich einfach auf meiner Nutzerseite unter Komplimente.

Ich wünsche Dir viel Kraft.

Speedimaus 19.10.2012, 14:13

Vielen Dank, ich komme gerne darauf zurück, wenn ich noch was wissen möchte. Die Antworten hier haben mir schon ein Stück weiter geholfen, man zweifelt ja zuerst an sich selbst, so was blödes.Aber sich einzugestehen, dass es genauso ist, wie es hier viele geschrieben haben, ist ein Aufwachen der besonderen Art - nämlich AUTSCH!!!

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zittipower 19.10.2012, 20:13
@Speedimaus

porki678 hat genau das erzählt was das beste für Euch beide ist..Du mußt ganz schnell zu einer Selbshilfegruppe,Du bist CO- Abhängig, Du findest Hilfe dort und kannst dadurch Deinem Mann gut helfen. Bei mir und meiner Partnerin war es so. Sie ging zu den AL-ANONS bei den anonymen Alkoholikern und ich zog dann einige Zeit später nach und wurde trocken Heute leben wir zufrieden und glücklich,müssen auch manches Mal über Situationen in meiner Saufzeit schmunzeln. Wichtig ist dann regelmäíg die Meetings der Selbshilfegruppen zu besuchen,man darf nie vergessen was gewesen ist

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Du kannst deinen Mann bis zum Sankt Nimmerleins Tag darum bitten aufzuhören - er wird es nicht machen, da ER keine Veranlassung dazu sieht. Ihm geht es doch (scheinbar) weiterhin prächtig.

Vielleicht sogar "besser" als ohne Alkohol.

Viele Männer schweigen und schlucken lieber (ihr Bier) ähm ihre Probleme runter anstatt zu sagen, wo ihnen der Schuh drückt.

Im Grunde lebt ihr nur noch neben einander her - seid praktisch eine WG. Lass mal den Alkohol außen vor und überlege, wie eure Ehe da war. Gab es da (noch) mehr gegenseitige Aufmerksamkeit, Respekt, Verständnis, Toleranz, Liebe usw.? Oder waren fehlende Punkte nicht eher der Grund fürs Trinken?

Ich habe so etwas als Kind erlebt. Da brauchte ich diese Erfahrung nicht unbedingt als Ehepartnerin zu machen. Die bin ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr. Wobei es da andere Gründe für die Trennung gab.

Ich kann nur schreiben, dass ich auf so eine Partnerschaft keinen gesteigerten Wert legen würde.

Speedimaus 21.10.2012, 10:59

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wann und warum alles in die falsche Richtung gekippt ist. Es begann sehr schleichend und dann war das heutige Resultat auch schon da.Danke für die Tipps, ich habe schon sehr viel zum Nachdenken!

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kiniro 21.10.2012, 11:16
@Speedimaus

Bitte :)

Mir fällt gerade Eheberatung ein. Vielleicht ist dein Mann dazu eher bereit als zur Einsicht in Sachen Alkoholkonsum.

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mir ist leider genau das gleiche passiert. ich kann dir auch nur sagen, dass es ein ganz böses ende nehmen kann. vor allem darfst du nie wieder "einsteigen". ich bin heute 13 jahre danach, trockene alkoholikerin. ich bin geschieden und konnte mich erst danach wieder berappeln. ich habe auch wahnsinnig geliebt und in mir ist soviel kaputtgegangen. ich will dir nicht unbedingt zur trennung raten aber pass auf. ich habe jahre gebraucht um wieder auf die beine zu kommen. diesem menschen ist bis heute nicht zu helfen. vielleicht sogar schon tot. keine ahnung. für nichts und niemanden mache ich jemals sowas wieder, glaubs mir. tot nütze ich meiner pflegetochter auch nichts, die gottseidank längst erwachsen ist. ich hasse mich selber immer noch ein bisschen, dass ich mich so gehen lassen konnte. ich habe alles, wirklich alles verloren. meine grosse liebe, mein ganzes geld, meine freunde und fast mich selbst. ich bin sogar in eine fremde stadt gezogen.ich wünsche dir unendlich viel kraft und hoffe, du findest eine vernünftige lösung. egal was du tust, es wird hart, wenn ER sich nicht ändert. alles liebe für dich

Speedimaus 21.10.2012, 10:52

Vielen lieben Dank, man, es ist trotz allem ein tröstliches Gefühl, nicht alleine zu stehen.

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Kenn ich zu gut,habe ich vor nicht mal langer Zeit auch mitgemacht.Schätze mal da ist die Luft raus.Ich habe fast 6 Jahre gepredigt,und war fest der Meinung das ich sie noch liebe.Habe mich dann getrennt von ihr,und nun sitzt sie da alleine und zieht sich die Gallonen in den Schädel.Sie hat zu oft versprochen aufzuhören und mal zusammen etwas zu unternehmen,aber das einzigste was sie hinbekommt ist zu trinken und nachts mich anzurufen wenn sie breit ist.Das fing alles mit einem Gläschen Sekt an,dann Rotwein und Bier...und immer mehr.Ich habe in meiner Jugend sehr viel und oft getrunken,daher heute eigentlich fast nichts mehr.Dir kann ich den Tipp geben,mach dich hübsch und geh einfach mal alleine aus.Mal sehen wie er Reagiert.Wenn er da nicht zu denken anfängt,dann wäre für mich alles klar.Viel Erfolg.

Speedimaus 21.10.2012, 11:02

Vielen Dank für die Offenheit!Und hübsch machen und ausgehen, ja, das hört sich gut an.

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Du hast ein wirklich riesiges Problem. Den Partner ist alkoholabhängig und will es nicht einsehen. Auch wenn du noch so viel auf ihn einreden wirst, er wird sich nicht ändern. Dein Partner müsste selber draufkommen und einen Entzug machen. Ich beneide dich nicht, denn ich habe das jahrelang mitgemacht, mein damaliger Partner trank jeden tag bis zu 10 Bier, wir unterhielten uns - und am nächsten Tag wusste er nicht mehr, was wir gesprochen haben. Ich habe es 6 Jahre ausgehalten. Aber irgend wann hatte ich genug davon, mir ging es dabei immer schlechter und hasste das Bier - und damit auch meinen Freund. Und dann kam der Tag, wo ich ihn hinaus geschmissen habe. Und ich habe es noch keinen Tag bereut., Nur ich konnte mich seither noch auf keine neue Partnerschaft mehr einlassen. Ich habe immer noch angst, dass mir das noch einmal passieren könnte.

Hallo, vielleicht zeigst du ihm auf, was der Alkohol schon angerichtet hat und was er noch anrichten kann -- gesundheitlich und bezüglich Eurer Ehe. Dass es dir ernst ist, dass du Angst hast, um Eure weitere gemeinsame Zukunft.

Das Thema Alkohol ist sehr, sehr heikel! Der Betroffene sieht das nicht ein- ich bin damit auch schon mal in Berührung gekommen und habe mich dann getrennt. Es war allerdings noch am Anfang, wo ich bemerkt habe, dass meine Partnerin gerne und gerne viel trinkt.

kiniro 21.10.2012, 11:21

Das will (kann?) ein Alkoholiker im Anfangsstadium (noch) nicht sehen.

Das ist wie mit allen anderen Süchten:

  • Der Raucher
  • Der Medikamentenabhängige
  • Der Drogensüchtige
  • Der Essgestörte
  • Der Zuckerjunky

all wissen, dass sie ihrem Körper nichts gutes tun - nur ist die Macht des Unterbewusstseins, des limbischen Gehirns sowie des Stammhirns wesentlich mächtiger.

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Hallo....Traurige Sache. Du siehst zur Zeit viel klarer als er, ihm fällts gar nicht auf was sich tut. Lass Vorwürfe, Ermahnungen vllt. mal beiseite. Dein Mann wird jegliche Sucht abstreiten. Alkohol hateinen hohen Stellrnwert in unsrer Gesellschaft. Überall akzeptiert. Wird als nicht weiter schlimm angesehen. Hast du schon mal Hilfe, Unterstützung bei einer Selbsthilfegruppe, bzw. einen Verein, Hauptgebiet: DROGEN: Alk = is ja eine. Auch wenns als weiße Weste verkauft wird. Denke, die könnten dir am ehesten Unterstützung bieten. Für dich als betroffene Partnerin. Dein Mmann wird sich früher oder später mit diesen thema auseinander setzen MÜSSEN!!! Hast versucht mit ihm zu reden??? Ihm gesagt, wie sehr du Zärtlichkeiten vermißt? Das du ihn liebst? Was du dir wünschst, wie es tatsächlich ist,usw. Das du da bist für ihn. Das Suchtmuster is fast das gleiche, egal ob Heroin, Alk,etc. Das mit dem Vorhalten: Ja, klar hast du auch getrunken. Es geht ja nicht um sich "beschweren"!!! Sondern Fakten:was vorher war - wie s jetzt ist. Schau das du dir Hilfe suchst, sie bekommst; für DICH und deinen Partner. Auf die Dauer ist es Nervenzerreißend! VielGlück... Im www gibts viele Sites...informier dich.

er wirde es sich nicht freiwillig abgewöhnen und ist schon zu weit gegangen ,da sieht er nichts mehr ein und redet sich die welt schön ,also zu spät für vernunft und der alk hat gewonnen . man wird ihn auch nicht mehr vor die wahl stellen können ,oder gute argumente bringen auch nichts mehr und wirst es so hinnehmen müssen ,oder ihn verlassen und er sieht was er dadurch verloren hat ,aber wirst bestimmt nicht soweit gehen und rate dir eine suchtberatung an . wenn euch die ehe noch was wert ist und ihm auch ,würde ich es versuchen und ihn überresden mitzugehen ,was kaum gelingen wird wenn er jetzt schon so allergisch reagiert und angst hat es gibt kein alk mehr für ihn . es ist schon alles zu eingefahren bei euch und deine einsicht teilt er nicht,also suhct euch hilfe und versucht es ,ansonsten werdest ihr daran scheitern ,mit allem . ich hoffe es hilft dir.

im Grunde kennst du die Antwort schon. Du hast rechtzeitig die Reißleine gezogen..... rechtzeitig vor was? Du weisst die Antwort:; vor der Abhängigkeit, der körperlichen und seelischen Abhängigkeit, der Sucht. Dein Mann ist Alkoholiker. Du versuchst ihm zu helfen, ihn zu retten, du bist Co-abhängig. Deine einzige Möglichkeit um nicht selbst daran zu zerbrechen: such eine Beratungsstelle für Angehörige von Suchtkranken auf. Du kannst ihm nicht helfen, aber dir selbst.

Liebe Speedimaus!

Das klingt ganz nach Alkoholabhängigkeit und wie bei allen Suchtkrankheiten muss die Initiative vom Kranken ausgehen. Die Erkenntnis, dass es so nicht weitergeht, bedarf recht oft eines einschneidenden Anlasses. Durch Beobachten in meiner Umgebung weiß ich, dass wenn sich der Druck auf den Trinkenden erhöht, dieser dann heimlich trinkt. Hobbykeller, Garage usw sind gute Plätze um alkoholisches zu verstecken. Heimtückisch ist an dieser Erkrankung ist auch, dass der Betroffene immer bestreiten wird Alkoholiker zu sein. Raten kann ich nur, deinen Mann zu einer art "Schnupperkurs" bei einer Selbsthilfegruppe zu überreden. Wobei bei einer solchen Gruppe zu erfragen ist, wie man das am besten anstellt.

6-8 Bier pro Abend ... und kein Einsehen ... klarer Fall von Alkoholiker. Leider befindet sich Dein Mann in der Phase, in der er noch nicht einsieht, dass er abhängig ist.

An Deiner Stelle würde ich mal anonym zu entsprechenden Gruppen gehen und Dich von anderen Angehörigen beraten lassen.

Alle Drogen stumpfen ab und die Leute sind am Ende fuer nichts mehr zu gebrauchen. Du kannst ihm sagen, dass der Alkohol nicht gut fuer ihn ist, weil es schwere gesundheitliche Schaeden nach sich zieht, du findest auch das er sich durch das Trinken nicht zum Vorteil veraendert hat und hast Angst, dass ihm was passiert. Das es ihm schmeckt kommt daher, wenn er es nicht trinkt, dann bekommt er Entzugserscheinungen und da will er nicht durch. Das dauert schon eine Weile bis sich der Koerper wieder erholt hat. Sage ihm, das du ihm dabei hilfst und wenn er es nicht schafft, du mit ihm zum Arzt kommst. Der Alkohol hat schon viele Menschen und Familien zerstoert. Du kannst nur die Zunge auf den Tisch legen, aber es ist letztlich seine Entscheidung. Das ist die schlechte Nachricht, er muss es Wollen, aber es gibt Medikamente zum Entzug. Viel Erfolg

Speedimaus 19.10.2012, 12:20

Was mich wundert, ist, dass er mal eine Woche im Krankenhaus war ( Blinddarm ) und dort nichts getrunken hat, was gut ging und sogar seine Blutwerte wieder in den Normbereich gingen ( ich konnte in die Kurve spickeln ). Aber kaum war er wieder zu Hause, war die Macht der Gewohnheit stärker. Ich hatte ihm allerdings gesagt, dass ich es toll fand, dass er ohne Alk. ausgekommen ist und das ich mir wünsche, dass das so bliebe.

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Antica 20.10.2012, 00:33
@Speedimaus

Speedimaus, Dein Mann gehört wahrscheinlich zu den Quartalstrinkern, die auch längere Zeit ohne Alkohol auskommen können (genaueres kannst Du ergoogeln). Auch das ist sehr gefährlich, weil derjenige sich damit selbst belügt und denkt, er hat den Alkohol "im Griff" und kann jederzeit aufhören.

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kiniro 21.10.2012, 11:19
@Speedimaus

Viele denken, ein Alkoholiker müsse jeden Tag trinken. Stimmt aber nicht. Es gibt Alkoholiker, die können wochen- ja monatelange komplett ohne Alkohol sein. Bis sie auf einmal der Rappel packt und sie bis zur Besinnungslosigkeit saufen. Quartalssäufer werden sie u.a. genannt.

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asogama 21.10.2012, 12:48
@kiniro

Ja, ich habe gelesen, dass das kontrollierte Trinken besser ist fuer viele, als unbedingt damit aufhoeren zu wollen. Im Endeffekt trinken sie dann weniger.

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Hallo,

ich persönlich verabscheue Alkoholiker, was aber eher an familiären Erfahrungen liegt, sowie aktuell an beruflichen. Ich arbeite in einer Psychatrie. Unser Anteil an Alkoholkranken ist bei weit über einem Drittel.

Dein Mann ist definitiv Alkoholabhängig. Leider bedeutet das im Endeffekt, dass weder du noch er etwas dagegen machen können. Wenn dein Mann von heute auf morgen aufhört zu trinken bildet sich ein Delir, welches sogar tödlich enden kann. Eine Entgiftung muss mit großer Vorsicht gemacht werden und man darf nicht überstürzen. In den '80er Jahren sind viele am kalten Entzug gestorben. Näheres findest du aber auch bei google.

Ruf am besten einfach mal in der nächsten Psychatrie an und sprech mit einem Arzt. Die Oberärzte dort machen das ganze seit Jahren und wissen besser als du nud ich, wie sie Leute dazu bringen können einen Entzug zu machen.

Und es stimmt natürlich, aber, es war,es ist vorbei, und das versteht er wohl nicht

doch, er versteht es sicher aber er will es nicht verstehen!!

Du wirst ihn zur Aufgabe nicht bewegen können wenn ich Deine Worte lese..es kann Dir auch niemand eine handfeste Anleitung geben, auch wenn man es wollte. Dein Mann ist einzig und allein dafür verantwortlich es zu wollen und wenn er eben nicht will..dann stehst Du auf verlorenem Posten. Du wirst es auch dann ein lebenlang nicht schaffen und ob das Leben dann mit ihm noch einen Sinn macht? Überlege..ob es für Dich dann ein erfülltes Leben sein kann? Ich würde eher die Reißleine ziehen. Alles Gute für Dich und für Deine Überlegung.

Pifendeckel 19.10.2012, 18:03

Sorry, wenn mein Kompli etwas heftig ausgefallen sein sollte, aber bei Alkohol bin ich immer etwas heftig.

LG Sophia

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amdros 19.10.2012, 18:47
@Pifendeckel

Absolut nicht..habe vollstes Verständnis!! Melde mich nochmal..wenn es wieder geht!!

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Frapegruit 20.10.2012, 21:46
@amdros

wie coool das ist ja amdros, der Nutzer mit den meisten Punkten!!!

:D

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Alkohol zerstört Ehen, da spreche ich aus Erfahrung. Keine Ahnung, ob ihr Kinder habt, aber auch für die ist es schmerzhaft. Die Ehe meiner Eltern hat vor allem der Alkohol zerstört. Die letzten Jahre ihrer Ehe wollte mein Vater lieber mit der Flasche verbringen als mit meiner Mutter. Wenn ich an meine Kindheit denke war auch nur meine Mutter auf dem Spielplatz oder auf Schulaufführungen dabei. Mit meinem Bruder war mein Vater auch noch nie Fußballspielen, da er ja nur gesoffen und seinen Rausch ausgeschlafen hat und die restliche Zeit die Arbeit, irgendwie musste er sich den Alk ja auch verdienen. Glaub mir, du musst etwas tun, bevor es zu spät ist. Bring ihn davon weg, macht ne Therapie, was auch immer, aber belass es bloß nicht dabei. Es wird schlimmer. Glaub mir. TU ETWAS, BEVOR ES ZU SPÄT IST!

Nun,Sie müssen akzeptieren,dass er es noch mag,er akzeptiert auch,dass Sie aufgehört haben und versucht nicht,Sie wieder zurück zu überreden,jedem das Seine.

Speedimaus 21.10.2012, 10:56

Jedem das Seine? Ja sicher, aber dann nicht gemeinsam, und noch ist mir mein Mann nicht egal. Ich habe Alkoholiker sterben sehen - sterben? Nein, sterben kann man das nicht nennen, das heißt eher- jämmerlich verrecken, glauben Sie mir!

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Meine Ex hatte das gleiche Problem mit mir. Sie hat das einzig richtige getan, nach dem alle Versuche mich vom Alkohol abzubringen nichts gebracht haben -sie hat mich rausgeschmissen. Wahrscheinlich hat sie mir damit das Leben gerettet. Bin seit nunmehr über 10 Jahren trocken.

amdros 19.10.2012, 12:19

Ja..das war dann sicher Hilfe im letzten Moment?!

Meine Anerkennung für Dich!!

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Speedimaus 19.10.2012, 12:27

Ich muß zugeben, dass ich noch weit entfernt bin, mich von meinem Mann zu trennen. Es steht ja die ganze Existenz auf dem Spiel, also auch Haus mit Schulden und sowas. Aber natürlich weiß ich auch, dass das im Ernstfall keine Rolle spielen darf. Und-Gratulation an dich für 10 Jahre Abstinenz!!!

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Pifendeckel 19.10.2012, 12:43

alle Achtung, auch vor Dir ziehe ich meinen Hut und DH

LG Sophia

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Gratuliere !!!!

Super, dass du die Stärke + Konsequenz hast deine Alkoholsucht zu beenden !!!!

Leider zeigt dein Mann weder Einsicht noch den Wunsch seinen Alkoholkonsum zu reduzieren bzw. auf Null runterzufahren.

Ich fürchte das wird nicht lange gut gehen.

Ich hatte mal einen Verehrer mit einem Alkoholproblem, welches er nicht wahrhaben wollte. Ich hab' es ihm ziemlich deutlich gesagt + die Beziehung beendet. Er war total beleidigt ........

Nach 1 Jahr rief er mich an, um mir mitzuteilen, dass er zu den AA gegangen war + sein Problem in den Griff bekommen hat.

Du hast die sogenannte Reissleine früh genug gezogen und eingesehen,das das Trinken gar nichts bringt. Dein Mann will es nicht einsehen. Das ist natürlich eine große Belastung für eure Ehe. Mir fallen da nur die Anonymen Alkoholiker ein,die sicher auch für dieses Problem eine Lösung wissen. Ich würde dir empfehlen,dorthin mal zu gehen oder dich mit denen mal in Kontakt zu treten. Falls dein Mann es nicht versteht,das er eure Beziehung in Gefahr bringt und auch noch seine Gesundheit würde ich ihn versuchen zu überreden,das ihr eine Eheberatungsstelle aufsucht und dann mal mit einer Person vom Fach sozusagen darüber reden. Falls er sein Problem mit dem Alkohol nicht von selber löst,sollte er sich wenigstens helfen lassen und einsehen,das er schon alkoholabhängig ist.

Hi,

zuerstmal, Hut ab vor dem was Du geleistest hast, einfach so aufzuhören und das war bestimmt nicht mal so eben im vorbei gehen und ich denke, es hat Dich sehr viel Kraft gekostet. Hut ab vor Deiner Stärke.

So jetzt zu Deinem Mann, er will nicht und da wirst Du nichts machen können, er muß es selber wollen. Du kannst Dir Hilfe holen, bei den AA oder bei anderen Institutionen, vllt. können die Dir weiterhelfen. War selber 12 Jahre mit einem Alkoholiker verheiratet und habe alles mitgemacht, was man sich dabei vorstellen kann auch Handgreiflichkeiten von seiner Seite waren mit dabei und noch 2 kl. Kinder und nach dem ich mich hab scheiden lassen, ging es auch mit mir wieder bergauf und heute frage ich mich, warum habe ich 12 Jahre meines Lebens verschenkt. Denk drüber nach, ob eine Scheidung für Dich in Frage kommt, er wird sich nicht einfach ändern und vorallen Dingen, muß er es selbst wollen.

LG Sophia

Pifendeckel 19.10.2012, 12:33

Hier was zur Co Abhängigkeit.

Schätzungsweise fünf bis sieben Mio. Menschen leben in einer engen Gemeinschaft mit einem alkoholabhängigen Menschen.

Sie möchten helfen, entwickeln aber häufig Verhaltensweisen, die als sogenannte " Co - Abhängigkeit " die Abhängigkeit unterstützen.

Oftmals kommt es zwischen Angehörigen und Abhängigen zu einem zermürbenden und sinnlosen Kampf um das Suchtmittel. Angehörige - vor allem Frauen - leiden häufig unter massiven Schuld - und Schamgefühlen und tun alles, um den Schein zu wahren. So entschuldigen sie z.B. schlechtes Verhalten ihres Partners gegenüber Verwandten und Freunden oder begleichen seine Schulden. Sie möchten helfen und reiben sich auf, doch hilft ihre Unterstützung dem (der) Süchtigen eher, weiter mit der Sucht zu leben, als von ihr los zukommen. Am Ende haben sich die Angehörigen oft völlig vom Verhalten des / der Süchtigen abhängig gemacht, und viele brauchen fachliche Hilfe ( Selbsthilfegruppen für Angehörige ), um ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen zu können. Diesen Zustand der Verstrickung und Hilfslosigkeit bezeichnet der Begriff " Co - Abhängigkeit ".

Umstritten ist die Bewertung der Co - Abhängigkeit : Während sie die einen als eigene Krankheit ( " Beziehungssucht " ) bezeichnen, kritisieren die anderen, daß dadurch normale menschliche Reaktionen als krankhaft diskriminiert würden.

Co - Abhängige benötigen genauso viel Hilfe wie der Abhängige selbst, manch einer behauptet sogar : mehr Hilfe als der Abhängige.

Quelle

http://www.alkohol-hilfe.de/Co/co.htm

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Pifendeckel 19.10.2012, 12:38
@Pifendeckel

Hier bekomst Du Hilfe, bitte den Link lesen, da steht noch mehr.

Hilfe für Angehörige: Eine mir nahestehende Person ist Alkoholiker. Was kann ich tun?

Informieren Sie sich über die Alkoholkrankheit bei einer der folgenden Kontaktstellen:

Arzt des Vertrauens Suchtberatungsstelle (z.B. Caritas, Diakonie etc.) Selbsthilfegruppe

Folgende Punkte sollten Sie für sich verinnerlichen:

Ich kann an der Trinkerei des Abhängigen nichts ändern. Ich drohe und kontrolliere nicht mehr. Ich verwöhne und versorge den Abhängigen nicht mehr länger. Ich werde für den Abhängigen nicht mehr lügen und ich lasse mich auf keinerlei Diskussionen mit dem Abhängigen ein.

Ich verstehe, dass er/sie krank ist. Aber ich werde sein/ihr Verhalten nicht tolerieren. Ich setze klare Grenzen, was ich in Kauf nehme und was nicht. Außerdem sage ich verbindlich, was ich tun werde, wenn er an seinem Verhalten nichts ändert.

Ich tue etwas für mich. Ich besuche eine Selbsthilfegruppe, in der ich mich mit anderen Angehörigen austauschen kann. Ich möchte glücklich und zufrieden leben, auch wenn der andere sich nicht ändert. Ich unternehme Dinge, die mir Spaß machen.

der Link dazu

http://www.a-connect.de/hilfea.php

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Speedimaus 19.10.2012, 12:43

Nach den schnellen Antworten auf meine Frage bin ich jetzt doch schon ziemlich ins Nachdenken gekommen. Ich setzte noch so viel Hoffnung in die ganze Geschichte. Handgreiflich wurde er noch nicht, aber in seiner Art sehr verletzend mir gegenüber, ich mache dann nichts mehr richtig, er wertet mich dann nur noch ab und macht mich runter.

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Pifendeckel 19.10.2012, 12:48
@Speedimaus

wenn ich das lese, kommen mir die Tränen, ich wußte garnicht das es mich noch so sehr mitnimmt, das herrabsetzen Deiner Person, hat er bei mir auch gemacht und nachdem ich ihn verlassen habe, ist auch mein Selbstbewußtsein zurück gekehrt, ich hatte es komplett verloren. Überleg es Dir gut was Du tust.

LG Sophia

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Speedimaus 19.10.2012, 13:37
@Pifendeckel

Das Schlimme an der Sache ist, dass sich mein Mann ansonsten total normal verhält, zumindest mal bis jetzt.Er geht pünktlich morgens zur Arbeit, wenn ich ein Anliegen an ihn habe, tut er es für mich ( sachliche Dinge), er fährt nie betrunken Auto, er trinkt wenig oder gar nichts, wenn wir irgendwo auf einem Geburtstag oder so sind, niemand würde bis jetzt merken, dass er überhaupt trinkt-außer mir natürlich.Er trinkt ja immer dann, wenn er zu Hause ist.So ab 17h gehts los, bis er dann ins Bett fällt, so gegen 20.30h, weil er ja 5h wieder aufstehen muß.

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Pifendeckel 19.10.2012, 13:46
@Speedimaus

genau so war es bei mir auch, hat immer seine Arbeit gemacht und wenn er nüchtern war, war der liebste Mensch, aber dann wenn er betrunken war, dann ging die Post ab und glaube mir wenn er unterwegs war, wie oft ich gedacht habe, hoffentlich wird er heute von einem Auto überfahren, ich hatte soooooooooo Angst wenn er nach Hause kam, habe mich versteckt, es war eine schlimme Zeit für mich und die Kinder hat er nie angerührt, GSD. Es ist GSD vorbei.

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Speedimaus 19.10.2012, 13:59
@Pifendeckel

Ich danke dir sehr für deine Antworten! Auch für die Links. Ich hoffe, dass es bei uns vielleicht doch nicht soweit kommt, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.Aber ich werde es stärker im Auge behalten und ich werde auch erstmal alleine zu einer Beratung gehen.Und ich werde schnellstens noch einmal das Gespräch mit meinem Mann suchen.

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Pifendeckel 19.10.2012, 14:08
@Speedimaus

kein Problem, hab es sehr gerne gemacht, weil ich auch weiß wie es sein kann. Zur Info. er hat dann doch später seine Arbeit verloren wegen dem Alkohol und durch eine familiäre Sache, hat er einen kalten Entzug gestartet und ist heute trockener Alkoholiker, aber seine Organe sind heftigst geschädigt.

Das ist eine gute Idee erstmal alleine Rat suchen und nochmal reden und ich wünsche Dir alles Glück dieser Welt.

LG Sophia

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Pifendeckel 20.10.2012, 23:03
@Pifendeckel

ich möchte hiermit allen Usern danken die Anteil an meinem Schicksal genommen haben und mir liebe und tröstende sachen geschrieben haben und jetzt weiß ich wieder warum ich so gerne in GF bin, Danke

LG Sophia

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