Alkohol beim Frisör?

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6 Antworten

Nach §2 GastG (Gaststättengesetz) ist es verboten im Friseursalon ohne gaststättenrechtliche Erlaubnis Alkohol (z.B. Sekt) an die Kunden auszuschenken. Nach einem neuen Artikel bei Friseur-Unternehmer.de ist es dabei unerheblich, ob dieser Ausschank unentgeltlich erfolgt oder nicht. Ich kenne kaum einen Salon, in dem es nicht trotzdem gemacht wird, ohne dass die Inhaberin die möglichen Folgen kennt. Tatsächlich gehen nämlich Behörden gegen den Sektausschank beim Friseur vor. Unter folgendem Link wird das Original-Schreiben einer Gemeinde veröffentlicht, mit welchem einer Friseurmeisterin aus Hessen unter Androhung einer sehr hohen Geldstrafe verboten wird, Sekt an ihre Kunden auszuschenken:

http://www.friseur-unternehmer.de/pages/aktuelle-themen/alkoholausschank-in-friseursalons-verboten.php

Die Lösungsmöglichkeit über einen Werbevertrag mit einem Sektanbieter ungestraft „kostenlose Kostproben“ ausschenken zu können, wird an der „Teilnahmebereitschaft“ der Produzenten scheitern, die ihre wertvollen Marken sicher nicht für „Versuche der Gesetzesumgehung“ hergeben werden. Somit gibt es (noch) keine rechtlich einwandfreie Lösungsmöglichkeit für dieses „Alkoholproblem“.

Nein. In Unternehmen ist es auf den Chefetagen doch auch üblich, dass ein Glas Sekt serviert wird. Außerdem bekommen den Sekt nur Kunden, er wird doch nicht öffentlich angeboten. Oder bei Geschäftseröffnungen gibt es manchmal auch ein Glas Sekt zur Begrüßung. Aber es werden keine Getränke öffentlich ausgeschenkt. Also dürfte es erlaubt sein.

Ein Frisörgeschäft bleibt ein Frisörgeschäft auch wenn den Kunden ein Glas Sekt angeboten wird. Du brauchst keine Schankgenehmigung. Es sei denn Du machst darin eine Bar auf, so als Zusatzgeschäft.

Gaststättengesetz

§ 2 Erlaubnis (1) Wer ein Gaststättengewerbe betreiben will, bedarf der Erlaubnis. Die Erlaubnis kann auch nichtrechtsfähigen Vereinen erteilt werden. (2) Der Erlaubnis bedarf nicht, wer 1. alkoholfreie Getränke, 2. unentgeltliche Kostproben, 3. zubereitete Speisen oder 4. in Verbindung mit einem Beherbergungsbetrieb Getränke und zubereitete Speisen an Hausgäste verabreicht.

Vielleicht könnte man sogar mit einem Sektanbieter einen Werbevertrag schließen und in seinem Namen den Sekt als Kostprobe reichen?

Eine gute Idee! DH!

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Was es kostet,schau am Schluss auf Deine Rechnung.Umsonst ist der T..!

auch der T.. ist heutzutage nicht mehr umsonst

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ich kenne das Gläschen Sekt beim Firsör, ich denke nicht, dass er dafür eine Genehmigung eingeholt hat.

müssen denn solche Lapalien jetzt auch noch geregelt werden?

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@OSQuest

ich meinte nicht, dass er eine Genehmigung holen sollte.

Das ist wirklich lächerlich, den Sekt sehe ich als Service, wie Mineralwasser im Wartezimmer beim Arzt

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@OSQuest

Spätestens wenn die neidische und unkreative Konkurrenz klagt muss es geregelt werden...

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