Alkohol bei Minderjährigen -Meinung?

17 Antworten

Wenn, ja wenn alle Minderjärigen so verantwortungsvoll mit dem Thema umgehen würden wie du, wäre das kein Thema.

Leider tun das aber nicht alle.

Deswegen bin ich da sehr gespalten was ich meinen soll.

Gut, auch erwachsene besaufen sich. 

Die aber aus anderen Gründen. 

Jungendliche halt oft weil sie mithalten wollen, zeigen wollen wie cool sie doch sind und wie viel sie vertragen. Und darin sehe ich eine ganz große Gefahr.

Ob aber ein Verbot jetzt so sinnvoll ist?

Ich denke es wären bessere Kontrollen und auch "Strafen" nötig, wenn Jugendlich mit Alkohol erwischt werden, der noch nichts für sie ist. Oder die Einsätze/Klinikaufenthalte wegen Alkohol aus eigener TAsche "bezahlen" müssten - In Rorm von Sozialstunden. ( NIcht das dann die Eltern noch den Betrag zahlen)

Es gehört zu den Pflichtrechten der Eltern, ihre Kinder auch diesbezüglich fürsorglich zu erziehen. Dieses Pflichtrecht ist in Artikel 6 Grundgesetz verankert. Das Grundgesetz bezeichnen wir heute gerne als unsere Verfassung. Also dürfen wir diesen Grundsatz auch ruhig sehr ernst nehmen. 

Eltern erhalten in diesem Staat den weltweit dritthöchsten Betrag, um ihren Pflichten gegenüber ihren Kindern nachkommen zu können. 

Wenn Minderjährige so viel Geld zur Verfügung haben, dass sie sich besinnunglos besaufen können, dann sind die Eltern in der Pflicht, steht die Frage nach einer Pflichtverletzung der Eltern gegenüber ihren Kindern an erster Stelle. 

Denn tatsächlich gehört es zu den wesentlichen Aufgaben von uns Menschen in der Pubertät, die Welt der Erwachsenen zu erforschen, auszuprobieren, zu hinterfragen und infrage zu stellen. 

Da wir nun mal in einer Gesellschaft leben, in welcher für Alkohol auf durchaus sehr aggressive Weisung Werbung betrieben wird

Da weiterhin damit zu rechnen ist aus natürlichen Gründen, dass Jugendliche also Alkohol probieren wollen

brechen sich Eltern absolut keinen Ast ab, kommen sie auch hier ihrer elterlichen Sorgepflicht nach.

Du konsumierst Alkohol offensichtlich als gesellschaftliches Genussgetränk. Das sei Dir gegönnt in Deinem Alter. 

Wer sich aber regelmäßig besinnungslos besäuft, bei dem muss mit gutem Recht davon ausgegangen werden, dass das persönliche Umfeld dafür verantwortlich ist. Denn um sich so abtöten zu können braucht es zunächst mal Geld. Und mir kann kein Mensch weis machen, dass Eltern solches Verhalten als Dauerzustand nicht mitbekommen. 

Die Droge Alkohol wird laut den damit befassten Fachmenschen des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit Mannheim als Betäubungsmittel der Gefühlswelt dann genutzt, wenn die äußeren Umstände mangelhaft sind, auf regelmäßige Verletzungen der Persönlichkeit geschlossen werden muss. 

Ich lese jetzt mal nicht die anderen Antworten. Denn in der Regel mag es unsere Gesellschaft nicht, dass Eltern zuerst in Verantwortung genommen werden. Sie sind es aber. 

Auch nach unserem Grundgesetz, hier nicht nur nach Artikel 6, wäre die Gemeinde / Stadt verpflichtet, familienunterstützende Maßnahmen bereit zu halten und diese dann anzuwenden, wenn Polizei einschreiten muss. 

Da sich aber die Mehrheit der Bevölkerung nicht für die gesellschaftlichen Pflichten gegenüber Familie allgemein und Minderjährigen im Besonderen interessiert, wird eben das Geld von den Politikern lieber für tote Gegenstände ausgegeben. Und manche Polizei bekommt dann Anweisung, aufgegriffene, bis zur Bewusstlosigkeit voll Drogen steckender Minderjähriger einfach nur zuhause abzuliefern. In einigen Gemeinden / Städten gibt es auch Anweisung, andere Einsatzgründe dann aufzuschreiben. 

Es gibt eine einzige wissenschaftliche Studie zur Frage, welche Auswirkungen Drogenkonsum als Jugendliche langfristig nach sich ziehen. Aus dieser geht hervor, dass jugendlicher Drogenkonsum keine prozentuale Veränderung bezogen auf Anteil Suchtkranker ergibt. 

Anders wäre es auch verwunderlich. Schließlich schimpfen schon die Alten Griechen diesbezüglich über die Jugend. Und bei uns war es bis weit ins letzte Jahrhundert auf jeden Fall noch in einigen Gegenden üblich, schon die Schnuller der Babys in Schnaps zu tauchen damit sie ruhig sind. 

Dir möchte ich raten, ,mal beim zuständigen Lehrer anzuregen, bei der örtlichen Beratungsstelle der Landesstelle für Suchtgefahren anzufragen bezüglich einen Drogentages. Dieser kann ja dann fächerübergreifend gut vorbereitet werden. 

Sie können dann auch ihre Liste der verschiedenen Selbsthilfegemeinschaften für Abhängige bzs. Gefährdete mitbringen und verteilen. Es gibt zahlreiche solcher Selbsthilfegemeinschaften. Die älteste - da fällt mir jetzt der Name nicht ein. Sie wurde in der Schweiz gegründet. 

Besonders das Blaue Kreuz arbeitet seit vielen Jahren mit Fachmenschen bezogen auf Minderjährige zusammen. Ansonsten sind örtliche viele verschiedene Selbsthilfegemeinschaften mit und ohne fachlicher Begleitung entstanden. 

Den möchte ich Dir noch mitgeben. Vielleicht magst Du ihn mal ausdrucken und einfach mal ungesehen in der Klasse verteilen

http://www.selbsthilfe-stadtmission-wob.de/Fragebogen-nach-Jellinek.pdf

Ungesehen ist sinnvoll. 

Also, mit 16 mal ein oder zwei Bier zu trinken, gerade jetzt im Sommer, wo besonders ein kühles Bier sehr erfrischend ist, finde ich völlig in Ordnung, wenn man da Lust drauf hat

Bier, allerdings nur Pils, ist ein durchaus gesundes Getränk mit vielen Nährstoffen und gilt in Bayern nicht umsonst als Lebensmittel.

Das hat aber natürlich nichts damit zu tun, sich richtig die Kante zu geben und bis zur Bewußlosigkeit zu saufen, und hochprozentige harte Sachen schon gar nicht, die sollten für sehr junge Leute, auch wenn sie schon über 18 sind, tabu sein.

Der Sinn, auch mal Alkohol zu trinken, ist nicht, komplett dabei abzustürzen,  was hat man denn dann davon, der Spaß ist ja dann sowieso vorbei - und damit beweisen zu wollen, wie obercool man ist, ist ziemlich armselig und vor allem steindumm.




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