Alkohol - Bluttest - etc.

5 Antworten

Es scheint ja wohl einen Zeugen zu geben und der scheint auch recht eindringlich und glaubwuerdig zu sein, sonst haette die Polizei nicht so schnell gehandelt. Ein anonymer Anruf mit (ich glaube, der hat was gesoffen) reicht da meist nicht. Moeglicherweise hat dieser Zeuge auch bereits den Alkoholkonsum beobachtet, zumindest aber kann er etwas zu den Ausfallerscheinungen sagen, die aufgetreten sind. Fast jeder, der alkoholisiert was gemacht hat und noch aus dem Auto rausgekommen ist, kommt mit dem Argument, er habe gerade nach dem Heimkommen noch eine Unmenge zu sich genommmen. Glauben tut das einem sowieso keiner mehr und wenn, dann waere das wirklich jemand mit Alkoholproblem, da kann der Lappen am Ende ganz weg sein. Die Flasche muss ja dann auch noch da gestanden haben und kann gleich mit auf die Wache genommen werden.

Ein Fachmann kann auch aus den Blutwerten ggf. Rueckschluesse darueber ziehen. Am Ende entscheidet dann die ganze Beweislast mit Zeugen, Bluttest, Verhalten usw. ob man ihm genug nachweisen kann. Kann gut gehen, muss aber nicht.

Sobald das Auto zum Stillstand gekommen ist, bzw. aus und verlassen ist, kann niemand dem Fahrer bevormunden und vorhalten, dass er NACH einer Autofahrt Alkohol zu sich nahm. Das wäre doch Grotesk wenn man dann sein Verhalten im Verkehr als fahrlässig einstuft.

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Also, zunächst: Das Atemkontrollgerät kann grundsätzlich nicht sagen wann was getrunken wurde. Es misst lediglich den derzeitigen Alkoholpegel und das sicher auch mit einer gewissen Varianz.

Beim Bluttest sieht das schon anders aus. Da wird nur der Alkohol gemessen, der tatsächlich im Blut ist. Die Alkoholaufnahme ins Blut beginnt etwa 30 Minuten nach Alkoholkonsum. Der Abbau setzt nach ca. 1 Stunde ein und verläuft ziemlich genau mit 0,1 Promille je Stunde. Werden in stündlichem Abstand Blutentnahmen durchgeführt, dann kann der Verlauf des Alkoholspiegels durchaus Rückschlüsse darauf ermöglichen, wann der Alkohol konsumiert wurde.

Unter Umständen macht es aber keinen Unterschied für den Fahrer, ob Szenario 1 oder 2 zutrifft. Wer innerhalb von 15 Minuten eine halbe Flasche Wodka trinkt, der hat ein Alkoholproblem und ist nicht ungeübt was das Trinken angeht. Bei einem derartigen Trinkverhalten kann die Führerscheinprüfstelle eine MPU anordnen, auch wenn nicht eindeutig nachzuweisen ist, dass tatsächlich mit 1,2 Promille gefahren wurde. Denn ein solches Trinkverhalten deutet darauf hin, dass häufiger und auch in erheblichem Maße Alkohol konsumiert wird und es ist zweifelhaft, ob die betreffende Person Alkoholkonsum und Autofahren wirklich so strikt trennen kann (besonders wenn man an Restalkohol denkt) und da kann schon Zweifel an der Fahreignung bestehen und eine MPU fällig werden.

Der Abbau von 0,1 Promille pro Stunde wird aber für Fragen der Schuldfähigkeit angesetzt, um möglichst hohe Alkoholwerte zu erhalten. Gerade für Situationen wie oben in der Frage, bei der es um Fahrtüchtigkeit geht, wird ein Abbau von 0,2 Promille pro Stunde angesetzt, um eben möglichst niedrige Werte zu erhalten im Sinne des im Zweifel für den Angeklagten.

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und verläuft ziemlich genau mit 0,1 Promille je Stunde.

je nach Alkoholgewöhnung kann auch bis zu 0,3‰ pro Std abgebaut werden

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@ginatilan

Ja, klar, wenn das MEOS erstmal entsprechend aufgebaut ist geht das auch schneller. Aber das setzt schon eine ordentliche Alkoholgewöhnung voraus.

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@spoony05

Aber das setzt schon eine ordentliche Alkoholgewöhnung voraus.

naja, wer in 15 Minuten " die kleinere Hälfte aus einer 0,7L Wodka-Flasche" leert ist Alkohol gewohnt

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Es geht nicht nur um einen einmaligen Wert, der in den Situationen tatsächlich schwierig zu interpretieren wäre. Wenn strafrechtlich relevante Situationen vorliegen, ist genau diese Unterscheidung sehr wichtig und daher ist auch die Abnahme mehrer Werte möglich, um den zeitlichen Verlauf zu beurteilen.

Wenn der Alkohlwert im Blut noch ansteigt,stützt das die Aussage, dass erst kurz vor der polizeilichen Aufnahme bzw. nach der Autofahrt getrunken wurde, da der Alkohol weniger lange im Körper war, solange er noch resorbiert wird und der Blutalkohlspiegel damit steigt.

War der Trinkzeitpunkt früher, also vor der Fahrt, ist kein Anstieg im Blut mehr zu erwarten, weshalb der Trinkzeitpunkt vor der Fahrt gewesen sein muss.

Es werden daher also anhand des Verlaufs der Blutwerte Szenarien durchgegangen. Zudem kann man im Labor noch untersuchen, wie der Alkohol im Blut zusammengesetzt ist, da nicht nur Ethanol, sondern immer auch kleine Mengen anderer Alkohole enthalten ist, die für jedes alkoholische Produkt spezifisch sind.

Es kann also meist sehr genau überprüft werden, wann und was getrunken wurde, sofern das strafrechtlich relevant ist.

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1.) Ich dachte die ist weitgehend dicht? Oder nur für bestimmte Moleküle von bestimmter Größe?

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Lg

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