Alkane gelten doch als unpolar/apolar, aber die EN-Differenz zwischen C und H ist ja > 0.1 und dann sollten sie doch polar sein?

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Es besteht tatsächlich eine gewisse Elektronegativitätsdifferenz, welche aber so gering ist, dass C-H-Bindungen als apolar betrachtet werden, was auch experimentell Sinn macht. Als Faustregel kann man sich merken, dass eine Bindung als polar bezeichnet wird, wenn die EN-Differenz grösser als 0.4 ist.

Nein, sie sind unpolar. Das hat folgenden Grund: Die EN-Diffezenz ist vorhanden, das stimmt. Aber: Die Moleküle haben Tetraeder-Struktur. Deswegen fallen der positive und der negative Ladungsschwerpunkt im zentralen C-Atom zusammen. Deshalb ist das Molekül nach außen elektrisch neutral also kein Dipol. Folglich ist das Molekül dann unploar.

Ich muss etwas präzisieren. Betrachten wir zum Beispiel Heptan: Dieses Molekül ist ganz klar linear (mit Zick-Zack-Struktur als stabilstes Konformer), aber sicher nicht tetraedrisch, tetraedrisch ist die Bindungsgeometrie am sp3-hybridisierten C-Atom.

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s.meinen Kommentar zu waschlosdigga

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Durch die symmetrische Anordnung der H-Atome um die C-Atome hebt sich die unterschiedliche EN auf. Das selbe gilt z.B. auch bei CL4 (Tetrachlormethan) 

gilt für Methan und Ethan sowie deren perhalogenierte Derivate (CCl4, C2F6,..., schon nicht mehr für CF3-CCl3 etc.)

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