Alimentenerhöhung rückwirkend bei 12 Jährigem Kind

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4 Antworten

Mir wurde gesagt das wäre kein Problem, weil ich das bis zu 3 Jahre rückwirkend machen könnte.

Langsam es ist der §1613 BGB zu beachten. http://dejure.org/gesetze/BGB/1613.html

Man muß hier zwischen der Forderung und der Klage unterscheiden. Wenn sie einen ( höheren) Unterhalt gegenüber den Verpflichteten fordern, dann gilt für das Rückwirkungsverbot der Zeitpunkt der Forderung und nicht der Zeitpunkt der Klage.

Jetzt hat er angegeben, dass er dieser Forderung nicht nachkommen könnte, weil seine Freu einen Schlaganfall hatte und er sie begleiten musste zur Reha und das sehr teuer war.

Die Fraum kommt im Rang nach dem Kind. BGB § 1609. Das heißt, sie spielt beim Mindestunterhalt überhaupt keine Rolle. Der Mindestunterhalt beträgt nach abzug des hälftigen Kindergeldes 334€. Dem Unterhaltspflichten steht es beim Mindestunterhalt auch nicht frei, seine Erwerbtätigkeit zu reduzieren und die Frau zu betreuen. Ganz anders sieht es bei den höheren Stufen der DDT aus, da sind auch nachrangig Unterhaltspflichtige zu beachten.

Man muß hier zwischen der Forderung und der Klage unterscheiden. Wenn sie einen ( höheren) Unterhalt gegenüber den Verpflichteten fordern, dann gilt für das Rückwirkungsverbot der Zeitpunkt der Forderung und nicht der Zeitpunkt der Klage.

Ich habe das nicht ganz verstanden mit dem Rückwirkungsverbot, es handelt sich nur um eine Forderung, die ich gemacht habe. Eine Klage habe ich nicht eingereicht. Ich verstehe dieses Juristendeutsch nicht, weil ich noch nie damit zu tun hatte.

Muss er offenlegen, dass er nicht zahlen kann, oder reicht das wenn er es nur angibt, nicht zahlen zu können. Er hat im November geheiratet, damit seine Kinder im Falle wenn er an seiner Krankheit sterben würde, nur einen kleinen Pflichtteil bekommen. Ich glaube auch nicht, dass er nicht bezahlen kann, sondern einfach nicht möchte.

Ich habe gesehen, dass es sich um deutsches Recht handelt. Gilt das auch für Österreich?

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Hallo Casandra1,

du hast sehr gute Chancen...ich würde alles komplett einklagen was dir zusteht. Der Vater deiner Tochter jammert rum und hofft auf dein Mitleid, andererseits kümmert er sich nicht mal um sein Kind. Da passt etwas gewaltig nicht zusammen. Auf Mitgefühl kann man nur hoffen wenn man etwas entgegen zusetzen hat. Er hat noch nicht mal eine Funken Anstand im Leib. Was mit seiner Ehefrau ist ist auch komplett sein Problem und interessiert auch keinen Richter wenn es um den Kindesunterhalt geht den er euer Tochter schuldet. Mach das für dein Kind, du musst kein schlechtes Gewissen haben, das sollte er haben.

ruf mal beim jugendamt und bei einem anwalt an. also dein gutes recht ist es, das du die alimente von 4 jahren einforderst. und du bist ja jetz leider arbeitslos und hast auch nicht mehr so viel geld. dein mann ist zwar schwerkrank u in einer beschissenen lage aber du bist auch in einer beschissenen lage. ich würde die ganzen vier jahre alimente haben wollen

Danke für eure Antworten, das hat mir sehr geholfen, dass ich diesen Weg weiter verfolgen werden. Bis jetzt hatte ich ein schlechtes Gewissen und tatsächlich ein wenig Mitleid. Dabei sollte ich wirklich kein Mitleid haben, danke ihr habt mich aufgebaut.

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Nimm dir einen Anwalt. Wenn du den nicht zahlen kannst, dann lass dir vom Gericht Prozesskostenhilfe genehmigen. Alles andere wird wohl nicht zum gewünschten Erfolg führen. Es muss festgestellt werden was dein Ex-Mann an Einkommen hat. Danach richtet sich auch die Höhe der Alimente. Da der leibliche Vater seine Tochter ignoriert, sollte es dir umso leichter fallen, in dieser Sache gegen ihn vorzugehen. Kein Gericht kann deinen Ex-Mann dazu zwingen, Kontakt mit seiner leiblichen Tochter zu pflegen. Das Gericht kann höchstens eine Empfehlung aussprechen, aber keine Verpflichtung. Dass für dein Ex-Mann Kosten für die Rehabegleitung entstanden sind, mag ja stimmen. Diese sind nun mal nicht dauerhaft, sondern eher einmalig. Hier werden Argumente ins Feld geführt, die einfach nicht akzeptabel sind. Wenn jemand falsche Dinge über dich verbreitet, wie dein Hinweis vom Gasthaus, dann würde ich der Dame mitteilen, dass sie derartige Falschaussagen in Zukunft unterlassen soll, wenn sie sich nicht mit rechtlichen Schritten konfrontiert sehen möchte. Mein Vorschlag, umgehend einen Anwalt aufsuchen und die Sache in die Gänge bringen.

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