ALG2 und kindergeld was bleibt übrig

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Das Jobcenter berechnet Eure Bedarfe einzeln. Dein Bedarf setzt sich zusammen aus deinen 374 Euro Regelsatz plus deinen kopfanteiligen angemessenen Kosten der Unterkunft plus deinen Mehrbedarfen (z.B. der Mehrbedarf bei Alleinerziehung). Der Bedarf deiner Tochter: 219 Euro plus kopfanteilige angemess. KdU plus event. Mehrbedarfe. Dann wird geschaut, wieviel anrechenbares Einkommen bei beiden vorhanden ist, das sie zur Bedarfsbestreitung verwenden müssen (und das ihren Hilfeleistungsanspruch entsprechend reduziert). Angerechnet werden dürfen aber nur Einkommen, die tatsächlich (schon) zufließen und Euch zur Verfügung stehen. Anrechenbares Einkommen deiner Tochter ist z.B. ihr Kindergeld, Unterhalt vom anderen Elternteil oder Unterhaltsvorschuss (jeweils sobald es ihr zufließt; wird jeweils voll auf ihren Bedarf angerechnet, ohne Freibeträge.)

Hat deine Tochter z.B. durch Unterhalt mehr anrechenbares Einkommen ,als sie eigenen Bedarf hat, dann fällt sie aus deiner Bedarfsgemeinschaft und benötigt/ bekommt für sich keine laufende Hilfeleistungen vom Jobcenter mehr (-> ggf. Anspruch auf Kinderwohngeld) . Den Teil ihres Kindergeldes, den sie möglichwerweise nicht mehr zur eigenen Bedarfsdeckung benötigt ("Kindergeldüberhang") , überträgt das Jobcenter dann als Einkommen auf dich - wodurch sich dein eigener ALG2- Hilfeanspruch entsprechend reduziert. (Zum Kindergeldübertrag: http://hartz.info/index.php?topic=39425.0 )

also den vom jobcenter steht nichts drin vom kindergeld nur vom elterngeld wieviel da abgezogen wurden. den bescheid vom kindergeld habe ich nicht obwohl meine tochter schon fast 2 monate alt ist

das steht bestimmt in dein bescheid drin

also den vom jobcenter steht nichts drin vom kindergeld nur vom elterngeld wieviel da abgezogen wurden. den bescheid vom kindergeld habe ich nicht obwohl meine tochter schon fast 2 monate alt ist

0
@jayjay2482

Das Kindergeld wird dann (voll) angerechnet, wenn es zufließt / zur Verfügung steht. Solange geht das Jobcenter quasi für die KiGeldkasse in Vorleistung, damit der Bedarf des Kindes derweil gesichert ist.

0

Was möchtest Du wissen?