Alg2-Dürfen wir rechtlich in eine 4-Zimmer Wohnung umziehen?

7 Antworten

Einen Umzug kann euch selbst im ALG - 2 ( Hartz - lV ) Bezug keiner verbieten, deshalb gibt es da auch keinen Paragrafen dafür.

Es spielt auch keine Rolle wie sich eine Wohnung aufteilt, sondern im Regelfall nur ob diese als angemessen angesehen werden kann oder nicht.

Ob eure derzeitige Wohnung nun 3 oder 6 Zimmer hat ist eher irrelevant, wenn die qm für 5 Personen zumutbar und somit angemessen sind, wird es vom Jobcenter im Regelfall keine Zusicherung für die Kostenübernahme für neuen Wohnraum geben, auch nicht wenn die Miete gleich bleiben würde, dann besteht im Regelfall für das Jobcenter kein Grund für einen Umzug.

Dann müsstet ihr schon begründen warum dieser Umzug notwendig ist, ein Grund könnte z.B. das Alter und Geschlecht der Kinder sein, weil es nach 4 Jahren durchaus sein kann das man Jungen und Mädchen nicht mehr in einem Zimmer unterbringen kann.

Sollte es keine Zusicherung geben, dann bliebe euch der gesetzliche Rechtsweg, also erst einmal schriftlicher Widerspruch und ggf.kostenlose Klage vor dem Sozialgericht.

Wenn ihr euch das ersparen wollt, könntet ihr natürlich innerhalb des Zuständigkeitsbereichs eures Jobcenters auch ohne diese Zusicherung umziehen, wenn ihr euch den Umzug selber leisten könntet, denn dafür würdet ihr dann vom Jobcenter schon einmal nichts bekommen.

Auch würde es dann vom Jobcenter kein evtl.benötigtes zinsloses Darlehen für die Kaution geben und eine evtl.später zu zahlende BK - Nachzahlung müsstet ihr wahrscheinlich dann auch selber zahlen.

Das Jobcenter würde euch dann auch max.nur eure derzeit bewilligte KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) weiter zahlen, sollte die neue KDU - dann höher sein, den Differenzbetrag müsstet ihr dann selber zuzahlen.

Wenn die Kinder schon etwas größer sind, dann kann man von der Größe her bei 5 Personen von ca. 45 qm - 50 qm für den Haushaltsvorstand ( der den Antrag gestellt hat ) ausgehen und erst einmal für jede weitere Person die zur BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) gehört weitere 15 qm = ca.60 qm ansetzen.

Sollte eure jetzige Wohnung also nicht viel kleiner als um die 100 qm - 110 qm sein, dann wird es mit einer Zusicherung für die Kostenübernahmen ohne wichtigen Grund nicht einfach, aber den Umzug selber kann euch wie gesagt keiner verbieten.

Sofern nicht noch Kleinkinder dabei sind, die bei den Eltern schlafen können, besteht bei 5 Personen m.M.n. Anspruch auf 110 qm. (ca. 50 qm für 1. Person und 15 qm für jede weitere Person)

Allerdings fragt sich ob sich nicht 2 Kinder ein Zimmer teilen können. Evtl. auch aus sozialrechtlicher Sicht.

Ob Ihr die 110 qm beim Amt "durchkriegt", weiß ich nicht. Ausprobieren ;-)

Natürlich dürft ihr. Ob das Jobcenter euch den Umzug, die Kaution und die Miete zahlt, ist natürlich eine andere Frage.

Wenn ihr das wollt, müsst ihr eine gute Begründung vorbringen, einen verständnisvollen Sachbearbeiter haben und eine geeignete Wohnung finden...

Gibt es da nicht eher eine Art Schlüssel für die Wohnfläche?

Insgesamt finde ich das vom Amt relativ ungeschickt einer 5köpfigen Familie eine kleine Wohnung zuzuweise, weil klar ist, das die Kinder größer werden! Spätestens wenn die ersten in die Schule gehen, reichen 3 Zimmer nicht mehr und dann muss man schin nach ein paar Jahren wieder umziehen.

Das JC weist niemandem ne Wohnung zu.....

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Das Recht eines Umzuges steht so oder so jedem Bürger zu. 4 Zimmer wären durchaus machbar, je nach was die Kosten & Größe sagen und wie man es begründet

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