Alg1 trotz Kündigung wegen mangelnder Leistung?

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3 Antworten

Ob sich eine Kündigung wegen mangelnder Leistung negativ auf den Bezug von Arbeitslosengeld I auswirkt (Sperre), kommt auf den genauen Hintergrund für diese Kündigung an.

Denn eine Kündigung wegen mangelnder Leistung kann verhaltensbedingt oder personenbedingt sein.

Verhaltensbedingt ist die Kündigung dann, wenn sie erfolgt ist, weil Du nicht bereits und willens warst, die geforderte Leistung zu erbringen und sie erheblich unter dem betriebsüblichen Durchschnitt liegt.

Personenbedingt ist sie, wenn Du aus Gründen, die in Deiner Person liegen, die Leistung nicht erbringen kannst, weil Du z.B. körperlich, gesitig oder seelisch nicht dazu in der Lage bist.

Bei einer verhaltensbedingten Kündigung tritt eine Sperre ein, weil Du durch Dein Verhalten die Kündigung schuldhaft verursacht hast.

Bei einer personenbedingten Kündigung gibt es keine Sperre, weil Du wegen Deiner Uneignung für die Arbeit sozusagen "nichts dafür kannst".

Das wäre eine personenbedingte Kündigung. Die hast du ja nicht unbedingt zu vertreten. es könnte ja auch sein, dass du mit der geforderten Leistung einfach ÜBERFORDERT warst. Damit hättest du die Kündigung ja nicht zu vertreten.

Es könnte auch eine** verhaltensbedingte Kündigung** sein - also Folge mangelnder Bereitschaft, die Leistung zu erbringen -, was dann wegen schuldhaften Verhaltens des Gekündigten eine Sperre bedeuten würde.

Wir wissen es aber nicht, da wir die Hintergründe für die Kündigung nicht kennen.

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Mein Anspruch auf ALG I: Was kann ich erwarten ?

Für Auszubildende gelten dieselben Spielregeln wie für alle anderen Arbeitnehmer auch, die arbeitslos werden. Und genau das ist das Problem. Denn das Arbeitslosengeld (ALG) I richtet sich nach dem letzten Verdienst und ein ALG I, berechnet von der Ausbildungsvergütung, ist sehr niedrig.

Wer bekommt ALG I ?

Du musst in den letzten zwei Jahren mindestens 12 Monate versicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein. Diese Hürde meisterst Du, denn die betrieblichen Ausbildung ist ja auch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Wie viel ?

60 Prozent (mit Kind: 67 Prozent) von Deinem durchschnittlichen Nettoverdienst aus den letzten 12 Monaten. Die Arbeitsagentur (AA) berücksichtigt beim Umrechnen von »brutto « auf »netto« allerdings nicht Deine individuellen Abzüge sondern rechnet pauschal mit einem Arbeitnehmer- Beitrag zur Sozialversicherung von 21%.

Wie lange ?

Nach einer zweijährigen oder längeren Ausbildung hast Du einen Anspruch auf 12 Monate ALG I. Nur ältere Arbeitslose ab 50 Jahren können auch länger als ein Jahr ALG I beziehen.

Da du ja bereits 7 Monate gearbeitet hast bei vollem Geld, wird das auch mit angerechnet.

Quelle: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/ausbildung0096306.php

Danke für die Antwort. Ich kriege ALG 1 fiktiv QS3. Aber meine frage war Kriege ich ALG1 trotzt KÜNDIGUNG wegen "mangelnder Leistung"

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@Feuerloescher1

Ja, bekommst du.

Ja? Tatsächlich? Und warum?

So platt geantwortet ist die Antwort jedenfalls falsch oder zu beliebig!

Es kommt auf die Hintergründe der Kündigung an! Ist sie personenbedingt: keine Sperre!; ist sie verhaltensbedingt: Sperre!

Personenbedingt ist sie, wenn er keine Leistung bringen konnte; verhaltensbedingt ist sie, wenn er nicht wollte! - Das alleine ist entscheidend, ob eine Sperre verhängt wird oder nicht!

Mangelnde Listung orientiert sich immer am betrieblichen Durschnitt, der nicht erheblich unterschritten werden darf.

Die Frage ist also nicht, was der Betrieb mit Leistung meint - wie Du anführst -, sondern die Frage ist, was erhebliche Unterschreitung konkret bedeutet!

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