AlG1 oder Krankengeld bei Kündigung vom AG?

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7 Antworten

den Anspruch auf Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber hast du noch nicht erworben. den erwirbt man erst, wenn man 4 Wochen beim Arbeitgeber beschäftigt war. ist dies nicht der Fall, so wie bei dir, zahlt die Krankenkasse ab dem ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit Krankengeld.

ausgezahlt wird das Krankengeld aber nicht sofort und nicht für die Zukunft, sondern immer für zurückgelegte Zeiträume. mal als Beispiel: du bist seit 18.11.2016 krank geschrieben bis voraussichtlich 30.11.2016. du gibst die Krankmeldung bei der Kasse ab. eine Auszahlung von Krankengeld erfolgt mit dieser Krankmeldung nicht.

wenn du dann am 30.11.2016 erneut zum Arzt gehst, und er dich weiter krank schreibt, meinetwegen bis 5.12.2016, und du die Krankmeldung bei der Kasse abgibst, erhälst du Krankengeld für die Zeit 18.11. - 30.11.2016 ausgezahlt. den nächsten Zeitraum gibt es dann mit der nächsten Krankmeldung usw.usw.

wenn dich nun dein Arbeitgeber kündigt und du weiter krank geschrieben wirst, also über das Ende der Beschäftigung hinaus, musst du dich dennoch beim Arbeitsamt melden (Meldepflicht). Leistungen ALG1 erhälst du aber aufgrund der Arbeitsunfähigkeit nicht. die Krankenkasse zahlt weiterhin Krankengeld.

wichtig bei den Krankmeldungen ist immer eine vorliegende Nahtlosigkeit. es dürften keine Lücken in den Krankmeldungen vorliegen. und hierbei ist nicht nur der Zeitraum der Krankmeldung maßgebend, sondern auch das Ausstellungsdatum des Arztes. also niemals es soweit kommen lassen, dass rückwirkend eine Folgebescheinigung ausgestellt wird. das führt zum Verlust des Krankengeld.

außerdem muss die Krankmeldung immer zeitnah bei der Kasse vorliegen. dies ist gesetzlich geregelt und ist eine Woche ab Ausstellung (inkl. Postlaufzeiten).

erst wenn wieder Arbeitsfähigkeit besteht und du dich beim Amt zurückmeldest, zahlt das Amt auch ALG1 (vorausgesetzt die Voraussetzungen werden von dir erfüllt - mindestens 12 Monate Beitragszeit usw.)

kompliziert wird es, wenn die Krankenkasse dich vom Medizinischen Dienst begutachten lässt (idR nach Aktenlage) und dieser dich für arbeitsfähig erklärt. dann gibt es kein Krankengeld mehr. und wenn das Beschäftigungsverhältnis nicht gekündigt ist, dann wäre das die Rückkehr zum Arbeiten.

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Kommentar von Laura1709
30.11.2016, 19:28

Hi ich habe jetzt die Kündigung zum 6.12.erhalten !Ich habe mit der KK gesprochen die schicken mir jetzt wohl dem Antrag fürs krankengeld zu !

Heute war ich zufällig zur Bank und habe gesehen das mein AG mir den halben Gehalt des monats überwiesen hatte !

Ich verstehe das nun nicht wirklich ???

Ich dachte nach 1 wo besteht kein Anspruch auf Lohnfortzahlung??

Jetzt bekomme ich noch für den Zeitraum wo ich krank war/bin Krankengeld????

Kann mir jmd sagen wie ich das zu definieren habe???

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Wenn ich wieder Gesund werde der AG mich aber gekündigt hat( was ich ja hoffe)-ist dann die Krankenkasse oder das Arbeitsamt zuständig??????

Wenn das Arbeitsverhältnis dann nicht mehr besteht: die Krankenkasse.

Zunächst einmal: Da Du noch keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber hast, erhältst Du (auf Antrag und sofern es sich nicht um einen Minijob handelt), Krankengeld von der Krankenkasse.

Da Du erst 1 Woche gearbeitet hast, zahlt die Krankenkasse für 3 Wochen Krankengeld, mit Beginn der 4. Krankenwoche (und damit nach 4 Wochen des Bestehens des Arbeitsverhältnisses) zahlt der Arbeitgeber Lohnfortzahlung für maximal 6 Wochen wegen gleicher Erkrankung.

Wenn Dir während der Erkrankung gekündigt wird und die Erkrankung über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus andauert, erhältst Du Krankengeld von der Krankenkasse (nur wenn der Arbeitgeber offensichtlich/nachweisbar oder ausdrücklich wegen der Erkrankung kündigt, muss er über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus Lohnfortzahlung leisten).

Wenn Du nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses weiterhin arbeitsunfähig bist, stehst Du dem Arbeitsmarkt nicht zur Vermittlung zur Verfügung, kannst Dich also dann noch nicht "arbeitslos" melden.

Du solltest Dich dann aber doch unbedingt mit der Arbeitsagentur in Verbindung setzen; in der Regel wird man Dir sagen, dass Du Dich wieder melden sollst, sobald das Ende der Erkrankung absehbar ist.

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Kommentar von Laura1709
30.11.2016, 19:42

Hi ich habe jetzt die Kündigung zum 6.12.erhalten !Ich habe mit der KK gesprochen die schicken mir jetzt wohl dem Antrag fürs krankengeld zu !

Heute war ich zufällig zur Bank und habe gesehen das mein AG mir den halben Gehalt des monats überwiesen hatte !

Ich verstehe das nun nicht wirklich ???

Ich dachte nach 1 wo besteht kein Anspruch auf Lohnfortzahlung??

Jetzt bekomme ich noch für den Zeitraum wo ich krank war/bin Krankengeld????

Kann mir jmd sagen wie ich das zu definieren habe???

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Du hast erst eine Woche gearbeitet. Das heisst, du bist noch gar nicht in der Lohnfortzahlung. Du bekommst aktuell gar nichts von der Krankenkasse. Wenn dich dein Arbeitgeber umgehend kündigt, womit ich rechne, wirst du von der Krankenkasse auch nichts bekommen.

Dein Ansprechpartner ist ab dem Zeitpunkt der Kündigung die Arbeitsagentur. Es kann dir jetzt aber durchaus passieren, dass du für die Zeit der Krankheit kein Einkommen hast.

Wenn ich das richtig verstanden habe, bist du nicht wirklich krank. Warum dich dann der Arzt einfach krankschreibt, ist mir ein Rätsel.
Was nun genau vorgefallen ist, dass du nach einer Woche schon alles hinwirfst, schreibst du uns leider nicht.

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Kommentar von Laura1709
21.11.2016, 13:16

DOCH Krank bin ich! Warum sollte mir  die Krankenkasse der ich das genauso geschildert habe denn sagen das die jetzt zuständig sind? Also klar werde ich von der Krankenkasse dann was bekommen!

Warum? Weil ich selbst ganz gut entscheiden kann welche Arbeit zumutbar ist und welche nicht !!

Und das ich über meine persönlichen Krankheiten hier nicht alles offenlegen muss,dafür habt ihr denke ich Verständnis!;)

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Kommentar von Familiengerd
21.11.2016, 14:00

Die Antwort ist falsch!

Du bekommst aktuell gar nichts von der Krankenkasse. Wenn dich dein Arbeitgeber umgehend kündigt, womit ich rechne, wirst du von der Krankenkasse auch nichts bekommen.

Wenn noch kein Anspruch auf Lohnfortzahlung besteht, erhält ein Arbeitnehmer auf Antrag Krankengeld von der Krankenkasse für die Dauer des Nichtanspruchs (sofern es sich nicht um einen Minijob handelt, bei dem kein Anspruch auf Krankengeld besteht).

Bei Fortdauer der Erkrankung über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus zahlt die Krankenkasse weiterhin Krankengeld.

Die Arbeitsagentur ist erst dann "zuständig", wenn der Arbeitnehmer wieder arbeitsfähig und damit dem Arbeitsmarkt zur Vermittlung zur Verfügung steht.

Nebenbei:

Ich frage mich immer, was diese Wertungen ("Wenn ich das richtig verstanden habe, bist du nicht wirklich krank.") hier sollen, die hier nichts zu suchen haben, für die es keinen Anlass und auch keine sachliche Grundlage (Beurteilungsmöglichkeit hat nur der Arzt!) gibt! Und wen hat das ("Was nun genau vorgefallen ist, dass du nach einer Woche schon alles hinwirfst, schreibst du uns leider nicht") hier überhaupt zu interessieren?

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Hi ich habe jetzt die Kündigung zum 6.12.erhalten !Ich habe mit der KK gesprochen die schicken mir jetzt wohl dem Antrag fürs krankengeld zu !

Heute war ich zufällig zur Bank und habe gesehen das mein AG mir den halben Gehalt des monats überwiesen hatte !

Ich verstehe das nun nicht wirklich ???

Ich dachte nach 1 wo besteht kein Anspruch auf Lohnfortzahlung??

Jetzt bekomme ich noch für den Zeitraum wo ich krank war/bin Krankengeld????

Kann mir jmd sagen wie ich das zu definieren habe???

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Sofern du Krank bist und der AG dich weiter behält bekommst du dein Gehalt bis 6 Wochen. Danach zahlt dir die Krankenkasse Krankengeld. Sofern du dann aber vom AG gekündigt wirst, ist somit das Arbeitsamt für dich zuständig. Die Krankenkasse fällt dann ja raus, da du den Job ja "verloren" hast.

Wie hoch das Krankengeld ausfällt, kann dir hier keiner sagen. Das kommt auf dein Gehalt inkl. Steuern, etc. drauf an.

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Kommentar von Familiengerd
21.11.2016, 13:51

Sofern du dann aber vom AG gekündigt wirst, ist somit das Arbeitsamt für dich zuständig. Die Krankenkasse fällt dann ja raus, da du den Job ja "verloren" hast.

Das ist falsch!

Bei Fortdauer der Erkrankung über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus zahlt die Krankenkasse weiterhin Krankengeld (sofern es sich nicht um einen Minijob handelt, bei dem kein Anspruch auf Krankengeld besteht).

Die Arbeitsagentur ist erst dann "zuständig", wenn der Arbeitnehmer wieder arbeitsfähig und damit dem Arbeitsmarkt zur Vermittlung zur Verfügung steht.

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Da Du ab dem 14.11. dort bist, kriegst Du erstmal noch keine Lohnfortzahlung. Du musst Dich direkt an die KK wenden, es gibt "nur" Krankengeld.

Wenn Du wieder gesund bist, kannst Du nmormalerweise bis zum Vertragsende arbeiten. Und danach ist die Agentur für Arbeit zuständig. Falls Du die Bedingungen erfüllst.


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Kommentar von Laura1709
21.11.2016, 13:19

Ich möchte ja garnicht bis zum Vertragsende dort weiter arbeiten! Sollte ich gekündigt werden, ist das dann immernoch der fall das das AA zuständig ist wenn ich nach der Kündigung zb.wieder Fit bin? Muss ja eigentlich....?

Und wie rechnen die dann?

Ich habe gehört man muss 12 M.gearbeitet haben? Jetzt war es dann 1 Woche aber davor hab ich natürlich mehr als 12 Mon.gearbeitet?!Gehen die vom letzten Job dann aus oder allgemein von den letzten 12 M?

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Wenn der AG mich nun Kündigt wie läuft das bzgl. Krankengeld (ende des Monats ?,wieviel)

das läuft wie bei allen anderen AN auch, die krankgeschrieben sind.. nach 6 Wochen fällst du ins Krankengeld.. das kannst du übrigens auch googlen....

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Kommentar von Violetta1
21.11.2016, 12:53

Achte mal drauf: im 1. Monat ist der AG nicht zur Lohnfortzahlung verpflichtet. Und hier begann jemand am 14.11. Also ist der 1. MOnat noch nicht rum. Somit ist die KK direkt zuständig.

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