ALG1 Empfänger zu einer ALG2 Empfängerin ziehen?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Eine Zustimmung zum Zusammenzug braucht ihr nicht; hier ist das Amt in keiner Position, in der es darüber entscheiden kann und darf, ob zwei Menschen grundgesetzlich garantierte Rechte wahrnehmen. Heißt: Zusammenzug ist auf jeden Fall möglich und erlaubt.

Die entscheidende Frage wird sein, ob ihr nach dem Zusammenzug eine Bedarfsgemeinschaft (BG) bildet. Der Zusammenzug alleine begründet in keinem Fall eine.

  1. BG: ihr werdet einen gemeinsamen Leistungsanspruch haben; volle Miete wie bisher zzgl. 2 x 337 EUR Regelsatz; auf diesen Bedarf ist dein Alg1 abzgl. 30 EUR Versicherungspauschale voll anrechenbar. Differenz ist dann die Leistung, die ihr vom Jobcenter erhalten werdet; ggf. fordert man euch auf, Wohngeld zu beantragen.

  2. Nicht-BG: Sie erhält weiter vollen Regelsatz (374 EUR) und zukünftig die hälftige Miete; dein Einkommen darf nicht angetastet werden.

Im ersten Jahr des Zusammenlebens, darf das Jobcenter, das hier in der Nachweispflicht ist, dass eine BG vorliegt, nur dann eine BG unterstellen, wenn ihr es
a. selbst erklärt (im Antrag)
b. verheiratet oder eine eingetragene Lebensgemeinrschaft seid
c. über Einkommen oder Vermögen des jeweils anderen verfügen könnt
d. ein gemeinsames Kind im Spiel ist.

Liegt keines der obigen Indizien vor, ist es vollkommen egal, wie ihr zusammenlebt; insbesondere braucht ihr keine Zimmertrennung, sondern dürft wie ein Ehepaar zusammenleben. Heißt: ihr braucht explizit keine Wohngemeinschaft im landläufigen Sinne zu bilden oder zu beweisen. Wichtigste ist: Finanzielles getrennt halten.

Ab dem zweiten Jahr des Zusammenlebens müsst ihr belegen, dass ihr keine BG darstellt; das wird dann etwas komplizierter, ist aber problemlos möglich.

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Danke für deine super Antwort :-) Klingt ja eigentlich recht logisch, wir sagen das wir kein Paar sind, weil Kinder bzw die obigen Beispiele treffen nicht zu. Also könnte ich denken das wir 12 Monate Ruhe haben...... Aber Gedankenbrücke.... Juckt das die Ämter überhaupt? Wenn die lustig sind streichen die das doch eh oder machen aus dem Bund eine Zwechsgemeinschaft oder dürfen die mein Geld so in den ersten 12 Monaten nicht anfassen?

Wenn man die Idee nun weiterspinnt..... Angenommen, ich sag meiner Arge hier ich ziehe um, nenne die Adresse, melde mich dann bei der neuen Arge, nenne auch die Adresse, erwähne aber nichts von dem Zuzug zu einer ALG2 Empfängerin. Kann man bei einem Enddecken auf Unwissenheit plädieren oder wird dann die volle Härte uns treffen?

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@Belphe

DU hast gegenüber dem Jobcenter keinerlei Mitteilungspflicht, solange du keine Leistungen beziehst.

SIE teilt dem Jobcenter mit, dass du zugezogen bist, damit du als Haushaltserhöhung geführt werden kannst und sie nur noch anteilige Miete erhält.

Zugleich kann sie ein formloses Schreiben aufsetzen, dass ihr keine Bedarfsgemeinschft bildet, da es am finanziellen Einstehens- und Verantwortungswillen für Notlagen fehlt, sondern dass ihr eine Zweckgemeinschaft bildet, deren Zweck das Auspobieren des Zusammenlebens wie ein Ehepaar ist.

Macht das Jobcenter Speränzchen, sofort zum Anwalt und zum Amtsgericht, wo sie Antrag auf vorläufigen rechtsschutz stellen soll.
Normalerweise reicht den Jobcenter im ersten Jahr eine Erklärung, da sie auf jeden Fall in der Beweispflicht sind. Und wenn ihr das Finanzielle getrennt haltet, ist der Beweis nicht zu führen.

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@VirtualSelf

Tausend dank für die Mühe der Antwort und der genaue Inhalt. Ich werde deine Infos notieren, Sie anwenden und mich vom Jobcenter fernhalten. Mein ALG1 ist meins und bleibt esauch, der Arge ist es ja pillepalle wo ich wohne, hauptsache ich änder meine Situation schnellstmöglich.

Von der Arge muss ich ja nichts befürchten. Wie gesagt, danke dir vielmals, du hast mir wirklich sehr geholfen!

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@Belphe

Der Agentur (Alg1-Träger) musst du natürlich deine neue Adresse schon angeben; mehr allerdings auch nicht.

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natürlich würde dein alg1 mit angerechnet, sprich ihr dann wiederum ein teil abgezogen, da es sich um eine eheähnliche gemeinschaft handelt.

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Falsch:)

Siehe Text oben.

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Zuerst solltet ihr klären , ob ihr ein Paar seid oder eine Wohngemeinschaft.

Die ALG2 Empfängerin teilt vor dem Einzug mit, dass eine weitere Person in die Wohnung eingeziehen wird.

Eventuell wird eine neue Mietbescheinigung angefordert. Wenn vorher 45 qm für eine Person angemessen war,, sind es jetzt vielleicht 60 qm für 2 Personen.


Wenn ihr ein Paar seid, bildet ihr eine Bedarfsgemeinschaft , das Einkommen aus ALG1 wird als Einkommen gewertet, der Bedarf für 2 Personen wird ermittelt.


Bei einer Wohngemeinschaft zahlt z.B. jeder die Hälfte der Mietkosten. Der ALG 2 Empfängerin entstehen geringere Kosten, es wird auch weniger erstattet ( Kosten der Unterkunft: angemessene Kaltmiete bzw. Heizkosten)

Das Einkommen des Mitbewohners ist dabei uninteressant.


Das Jobcenter muss eventuell weniger zahlen, warum sollte es nicht zustimmen.

Wenn in eine ande Wohnung umgezogen werden soll, ist das eine andere Frage.

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