ALG II+ Teilzeit = EInstellung aller Leistung (Miete+Heizkosten)/ALG 2 zu 100% Sanktion (Teil 2)?

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4 Antworten

Welche Unterlagen hat er denn eingereicht ? 

Angenommen, er arbeitet ca. 100 Std. Im Monat zu 8,50€ 

Dann bekommt er 850€ im Monat brutto.

( Amgenommene Zahlen nur zur Vereinfachung)

Davon werden ihm als Freibetrag die ersten 100€ sowie weitere 20% von 101 bis 800 - also 140€ - sowie vom Rest 10% frei annerkannt.

245€ also würden dann vom NETTO abgezogen - bleiben ca. 450€ anzurechnendes Einkommen.

Sein Bedarf wären dann ca. 354€

Da er 524€ Alg2 erhalten hat arbeitet er wohl eher 80 Std...das Prinzip aber bleibt gleich.

Nun ist das Amt also offenbar davon ausgegangen, das er für Oktober vom Arbeitgeber ca. 500€ Gehalt bekommen hat.

Wenn er nur anteilig Gehalt bekam muss er es belegen.

Mit Arbeitsvertrag, Gehaltsabrechnung und Kontoauszug.

Also - die Unterlagen umverzüglich beibringen.

Stellt der Sachbearbeiter sich quer - paragraph 44 Überprüfungsantrag stellen und Dringlichkeit beim Amtsleiter betonen ( drohender Verlust der neuen Arbeitsstelle)

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Kommentar von kylix
03.11.2015, 14:57

Im übrigen sind die fehlenden 280 Euro als verteilbares Einkommen näher bezeichnet. Was bedeutet denn verteilbares Einkommen und warum wird ihm das abgezogen?

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Kommentar von kylix
03.11.2015, 15:22

Mein Kollege meint, dass ein Überprüfungsantrag 3-4 Wochen dauern kann und das kann er sich nicht leisten. Viel mehr fragt er, ob denn die Möglichkeit besteht ein Darlehen zu bekommen? Sein Jobcenter wird von den Kommunen bezahlt, nicht staatlich gefördert.

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"Er" soll zu seiner Leistungsabteilung gehen, und den Fall schildern. Auch sollte "er" gegen jeden Bescheid Formlos aber schriftlich Widerspruch einlegen!

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Es kann doch nicht richtig sein, dass man arbeitet, nur am Ende noch weniger zu bekommen. Irgendwo liegt doch der Hase im Pfeffer begraben.

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das ist doch üblich ...

wie viele Menschen haben ihr ganzes Leben gearbeitet, als Verkäuferin/Friseuse etc.

und kriegen dann weniger Rente als die Grundsicherung !

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Er wird so wie viele auch vom Job Center schikaniert. Die schauen ob er sich den Aufwand macht zum Anwalt zu gehen. Dieser Fall ist wie die meisten auch eindeutig:

1. Gläubiger schriftlich kontaktieren, sagen, ihm wurde das ALG II rechtswirdrig sanktioniert

2. zum Anwalt gehen, er hilft dir auch, die Kostenübername für den Anwalt zu beantragen

3. Schadensersatz einklagen

Dafür sollte er unbedingt alle Rechnungen aufheben. Ab jetzt sollte er nur noch zu zweit zum Sachbearbeiter gehen, der Begleiter sollte Notizen machen. Der SB wird darauf bestehen, das Gespräch alleine zu führen, man hat aber das Recht jemanden mitzunehmen. Bis er das Geld zurückbekommt dauert es aber einige Monate.


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