ALG II / Berechnung

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3 Antworten

Kind 1 (über 25) fällt nicht ganz raus. Wenn er in Eurer Wohnung lebt wird sein Einkommen anteilig angerechnet.

Kind 2 , erhält noch Kindergeld wenn er über eines gewissen Betrag nicht rüber kommt, allerdings wird das Kindergeld voll angerechnet, genauso wird auch ein Teil der Ausbildungsvergütung angerechnet.

Hallo! Vielen Dank für die Antwort. Das Einkommen von Kind 1 würde demnach nicht angerechnet, wenn er eine eigene Wohnung hat. Die Ausbildungsvergütung von Kind wird anteilig angerechnet, obwohl bei eigener Wohnung Mietkosten und Co. anfallen?

Vorab vielen Dank für einen Kommentar!

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Doktor:

1.) Kind 1 zählt NICHT zur BG ! Von selbigen darf ferner KEIN Einkommen anteilig bei den Eltern angerechnet werden! Denn es ist erstens über 25 und kann zweitens sein Lebensunterhalt aus eigenem Einkommen bestreiten.

http://www.berlin.de/jobcenter/tempelhof-schoeneberg/leistungsservice/wer_gehoert_zur_bedarfsgemeinschaft.html

2.) Der Anspruch auf Kindergeld ist seit 1.01.2012 unabhängig vom Einkommen. Man muss nur dem Grunde nach Anspruch auf Kindergeld haben!

Kindergeld wird NIE voll angerechnet. Es bleibt immer eine Versicherungspauschale von 30 € frei.

Das Ausbildungsgehalt von Kind 2 wird NICHT auf das Alg 2 von den Eltern angerechnet. Da Kind 2 sein Lebensunterhalt aus eigenem Einkommen bestreiten kann, gehört es NICHT zur BG !

Völlig falsche Antwort und unverdiente 10 Punkte!

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@Quarzuhr

Solange es im Haushalt lebt wird es auch anteilig angerechnet werden.

Dann werden also 30 Euro vom Kindergeld nicht angerechnet? Toll, Klopf Dir auf die Schulter, bekommst ein Fleißpünktchen von mir.

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@XxFrauDoktorxX

Doktor: Gerade DU solltest ganz vorsichtig sein mit deiner Ironie!

Nochmal: Wenn ein Kind über 25 ist und/oder seinen Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln bestreiten kann und bei den Alg 2-Eltern wohnt, dann wird das Einkommen des Kindes eben NICHT anteilig angerechnet!

Schau dir meinen Link an. Da beschreibt das Jobcenter sogar selbst die Fakten, die ich hier wieder gebe!

Toll mit dem Kindergeld? Für Alg 2er sind 30 € sehr viel Geld!

Dein Fleißpünktchen kannst du behalten! Von unsachlichen Leuten nehme ich nix an.

http://www.hartziv.org/hartz-iv-und-kindergeld.html

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Sind diese Informationen richtig?

Teilweise

  • Kind 1 gehört nicht zur BG

  • Kind 2 gehört solange zur BG, solange es seinen Bedarf nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen decken kann.

  • Der Leistungsausschluss des § 7 Abs. 5 SGB II greift nicht, da die Ausbildung solange nicht dem Grunde nach BAB-fähig ist, solange das Kind bei Eltern wohnt.

  • Bei der Bestimmung des Alg2-Anspruchs von Kind 2 oder bei der Bestimmung des bedarfsübersteigenden Kindergeldes - und nur das darf in der Eltern-BG berücksichtigt werden - sind die ganz normalen Absetzbeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB II zu berücksichtigen.

  • Solange im Haushalt zwei BGs leben (Eltern + Kind 2 & Kind 1) ist die Angemessenheitsgrenze - sowohl kostenmäßig, als auch größenmäßig - nicht die einer 4'er-BG (z.B. 90m²) sondern die einer 3er-BG + einer 1er BG (z.B. 75m² + 45m² = 120m²)

In den Online- ALG II - Rechnern erhalte ich hier verschiedene Ergebnisse.

Das liegt daran, dass die online-Rechner im Detail für'n Ar.$.ch sind und immer mehr oder weniger große Schwächen aufweisen. Ich kenne keinen, der in jedem Fall korrekt berechnet.

Da ich Ausbildung als betriebliche Ausbildung interpretiert habe:

Für eine BAföG-fähige Ausbildung ist der § 7 Abs. 6 SGB II zu beachten sowie die Möglichkeiten des Zuschusses zu den ungedeckten Mietkosten nach § 27 Abs. 3 SGB II

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@VirtualSelf

Vor allem deinen fünften Absatz solltest du mal mit § oder einem Urteil belegen.

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@Quarzuhr

PS: Man kann noch über den Unterschied von Wohngemeinschaft und Haushaltsgemeinschaft im SGB II-rechtlichen Sinne philosophieren, erzeugt aber dann ggf. fundamentale Ungleichbehandlungen und rechtliche Unschärfen, wenn man den Begriff "Wohngemeinschaft" nicht für alle Wohnmodelle jenseits der Bedarfsgemeinschaft verwendet.

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Das über 25 jährige Kind gehört nicht zur Bedarfsgemeinschaft. Richtig.

http://www.berlin.de/jobcenter/tempelhof-schoeneberg/leistungsservice/wer_gehoert_zur_bedarfsgemeinschaft.html

Das jüngere Kind hat mit seiner Ausbildung grundsätzlich kein Anspruch auf Alg 2, sofern die Ausbildung dem Grunde nach mit Berufsausbildungsbeihilfe ( BAB ) oder BAFÖG gefördert werden kann.

Grundsätzlich habt ihr als Paar Anspruch auf je 353 € Alg 2 .

Deine Frau verdient nun 450 € . 170 € davon dürfen nicht beim Alg 2 angerechnet werden. ( Link dazu im nachfolgenden Kommentar, da hier immer nur ein Link pro Antwort/Kommentar möglich ist )

280 € dürfen angerechnet werden. Das bedeutet: 353 € Alg 2 - 280 € Anrechnung Einkommen = 73 € Alg 2 für deine Frau.

Deine Frau erhält also 450 € für den Minijob und 73 € Alg 2 = 523 € Gesamt .

Du selber erhältst 353 € Alg 2 . Dazu bekommt ihr noch die Miete.

Das Ausbildungsgehalt für Kind 2 darf nicht auf euer Alg 2 verrechnet werden. Korrekt. Wohl aber das Kindergeld.

Von den 184 € Kindergeld dürfen 154 € auf euer Alg 2 angerechnet werden. ( Eine Versicherungspauschale von 30 € bleibt immer frei )

Wobei das Kindergeld immer nur bei dem Kindergeldberechtigten angerechnet wird. Und das ist immer die Mutter.

Diese verdient nun 450 € durch den Minijob und 73 € Alg 2 . Auf die 73 € Alg 2 werden nun die 154 € Kindergeld voll angerechnet.

Sprich: Die Mutter verdient 450 € durch den Job und das Kindergeld von 184 € . Das zusammen ergibt 634 € .

Also normaler Alg 2 Regelsatz steht ihr nicht mehr zu. Aber durchaus noch anteilige Mietkosten.

Dazu müsste ich aber eure monatliche Warmmiete wissen?

Aber momentan steht für mich folgender Sachverhalt fest.

Die über 25 jährige Tochter bekommt ihr Gehalt und hat mit Alg 2 und euch finanziell nichts zu tun.

Kind 2 hat eine Ausbildung und demnach kein Anspruch auf Alg 2, es sei denn sie hat weder Anspruch auf BAB oder BAFÖG . Bezieht sie BAB oder BAFÖG ?

Der Vater hat Anspruch auf 353 € Alg 2 plus anteilige Mietkosten.

Die Mutter hat ob ihrer Einnahmen aus Arbeit ( 450 € ) und Kindergeld ( 184 € ) maximal nur Anspruch auf etwas Mietkosten.

Sobald Kind 2 bei euch ausgezogen ist, beantragt ihr bei der Familienkasse das das Kindergeld von der Familienkasse direkt an Kind 2 überwiesen werden soll.

Dann wird es nicht mehr bei der Mutter auf das Alg 2 angerechnet.

Hallo! Die Antwort ist sehr hilfreich. Um die Fragen zu beantworten: Kind 2 hat keinen Anspruch auf BAB oder BAFÖG. Unsere Warmmiete beträgt 645 Euro zzgl. 159 Euro für die Wärmeversorgung (plus Betriebskostenvorauszahlung in Höhe von 159 Euro). Unsere Wohnung hat eine Fläche von 110 qm und ist damit zu groß. Will heißen, wir müssen eine neue suchen und dies entsprechend dokumentieren, so dass die Mietkosten für 6 Monate übernommen werden, richtig?

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@Mike63

Danke. :)

Für 4 Personen ist sie tatsächlich zu groß. Zumal ja nur 3 Personen Anspruch auf Alg 2 haben. Die über 25 Jährige hat kein Anspruch auf Alg 2 .

Wenn Kind 1 nun in Kürze ausziehen möchte, dann seid ihr nur noch zu Dritt. Wobei dann nur 2 ( nämlich die Eltern ) Anspruch auf Alg 2 haben.

Infolgedessen habt ihr so gesehen nur einen Anspruch auf eine 60 qm Wohnung. Wenn sie 65 qm ist, die Miete aber im Rahmen liegt, sollte das Jobcenter auch nicht "nein" sagen. Aber 60 qm gelten als Vorgabe

Die 6 Monate gelten ab dem Zeitpunkt, an dem das Jobcenter euch erstmalig SCHRIFTLICH darauf hingewiesen hat, dass eure Wohnung zu groß/zu teuer ist und ihr Abhilfe schaffen sollt.

Also ab Zugang dieses Bescheides muss das Jobcenter euch zunächst 6 Monate die VOLLE Warmmiete OHNE Abzug zahlen.

Eure Wohnung ist ja noch relativ günstig. Gut, ok. Schwierige Sachlage.... :-/

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__22.html

Das ist der § 22 des SGB 2 . Sozialgesetzbuch 2 . Im selbigen Gesetz steht das meiste zum Alg 2 . Im § 22 des SGB 2 vieles zu den Unterkunftskosten.

Ich bin der Meinung das man es nicht dokumentieren braucht, das man eine neue Wohnung sucht. Bin ferner sogar der Meinung das man dem Jobcenter überhaupt nicht sagen muss, dass man vor hat umzuziehen.

Gemäß Artikel 1, Absatz 1 Grundgesetz: "Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im gesamten Bundesgebiet."

Solange es euch nicht möglich ist umzuziehen, solange muss das Jobcenter auch die unangemessene Miete zahlen.

Zwar längstens für 6 Monate, aber das Jobcenter muss es zahlen.

Und nach meiner Rechtsauffassung darf das Jobcenter die Zahlung der unangemessenen Miete nicht von der wöchentlichen/monatlichen Vorlegung von Wohnungs Bemühungen abhängig machen.

Das Jobcenter ist nach § 22 SGB 2 sowieso verpflichtet unangemessene Mieten 6 Monate lang zu übernehmen.

Natürlich wollen die aber nicht so lange soviel Geld ausgeben und setzen die Hilfebedürftigen mit - für mich - unlauteren Methoden unter Druck.

Ihr braucht das nicht zu dokumentieren. Unterschreibt ja keine Eingliederungsvereinbarung, die nur darauf abzielt das ihr dem Jobcenter eure Wohnungs Bemühungen vorlegen sollt.

Ihr habt zwar auch Mitwirkunspflichten, aber ich sehe hier keine Verletzungen eurerseits, wenn ihr keine Bemühungen von der Wohnungssuche vorlegt.

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@Quarzuhr

http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbi/66.html

Für euch ist nur der Absatz 1 wichtig. Wenn ihr keine Wohnungs Nachweise vorlegt, wird die Aufklärung des Sachverhalts hier NICHT erschwert.

Denn der Sachverhalt ist klar: Ihr habt eine zu große/zu teure Wohnung. Ihr müsst bei Alg 2 Bezug da raus und in eine kleinere/günstigere Wohnung ziehen. Das Jobcenter wiederum ist verpflichtet, euch 6 Monate die volle Miete zu bezahlen.

Also erschwert ihr den Sachverhalt nicht, nur weil ihr keine Wohnungsnachweise vorlegt. Folglich darf euch hier kein Fehlen eurer Mitwirkung vorgeworfen werden und ferner dürft ihr deswegen nicht sanktioniert werden.

Natürlich werdet ihr eh eine neue Wohnung suchen und könnt dem Jobcenter die Nachweise vorlegen. Aber sagt denen, das ihr selbst frei entscheidet und euch nicht unter Druck setzen lasst.

Nur zum theoretischen: Wenn ihr nicht aus der Wohnung nach der 6 Monats-Frist ausgezogen seid, dann muss das Jobcenter euch nur noch die angemessene Miete für 2 oder 3 Personen zahlen. Und die ist nicht sehr hoch.

Ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Bei 3 Alg 2 Personen sollte die Miete ca. 450 € - 700 € betragen, die das Jobcenter übernimmt.

In Räumen wie München zahlt das Jobcenter an Miete viel mehr, als im Raum Erzgebirge/Sachsen, wo ich lebe.

Den Mindestsatz an Miete muss das Jobcenter immer zahlen, auch wenn die Wohnung immer noch zu groß/zu teuer ist.

Nach der 6 Monats Frist kann es also sein, dass das Jobcenter euch statt eurer 804 € Warmmiete nur ca. 420 € für 2 Personen oder vielleicht 530 € für 3 Personen zahlt. Den Rest müsstet ihr aus eigener Tasche zahlen. Wen ihr dann noch in der 110 qm Wohnung leben würdet.

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@Quarzuhr

Meine Herren, Du kennst Dich aber aus.... Tja, eine neue Wohnung zu finden, wird nicht das Problem sein, aber eine zu bekommen, umso mehr, da ich mich in der Verbraucherinsolvenz befinde. Mein SCHUFA-Scouring könnte schlechter nicht sein. Habe mal als Mitgesellschafter in einem Unternehmen als Privatperson Kreditverpflichtungen übernommen. Musste dann mein Haus und sämtliche Vermögensgegenstände verkaufen. Das war auch kein Zuckerschlecken. Hier und da akzeptieren Vermietungsgesellschaften Mietbürgen, aber das auch nur sehr selten. Innerhalb von 6 Monaten was zu finden, dürfte dann sehr schwierig werden.

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@Quarzuhr

Wenn das Kind 2 keinen Anspruch auf Bafög oder BAB hat, dann hat es Anspruch auf Alg 2 .

Entweder auf 296 € oder, wenn es über 18 Jahre ist, auf 313 € . Die plus 7 €,plus 8 € usw. spielen keine Rolle. Das sind nur die Beträge um die das Alg 2 zum 1.01.2014 erhöht wurde.

http://www.hartz4hilfthartz4.de/cms/html/hartz-iv-4-regelsatz.html

Gut. Die Mutter hat ja eigentlich nur Anspruch auf 450 € Lohn plus 184 € Kindergeld. Der Vater hat Anspruch auf 353 € Alg 2 . Das Kind 2 hat ferner Anspruch auf sagen wir mal 313 € Alg 2 . ( wenn es über 18 ist, ansonsten 296 € Alg 2 )

Das Jobcenter darf nun nicht noch das Alg 2 des Kind 2 auf das Kindergeld des Vaters anrechnen. Alg 2 darf grundsätzlich nicht auf Alg 2 angerechnet werden.

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@Quarzuhr

Auch hier kann ich dich beruhigen Mike. ( Ich heiße auch so, bloß Maik :-) )

Sollten erheblich Umstände ( schlechte Chance am Wohnungsmarkt, zu wenige bezahlbare Alg 2 Wohnungen in der Stadt, schlechtere Chancen wegen deiner Insolvenz, allgemeine Härten wie Schwangerschaft oder familiäre Todesfälle...... ) dazu führen, das ihr auch nicht nach den 6 Monaten umziehen könnt, dann muss die Frist verlängert werden.

Das muss dann aber nachgewiesen werden.

Gab dazu schon mehrere Urteile. Unter Umständen kann ein Gericht auch anordnen, das die Miete erstmal auf Dauer vom Amt voll übernommen werden muss. Ist von Fall zu Fall verschieden.

Nur falls ihr in einer Stadt/Dorf unter 5.000 Einwohner lebt, kann ich euch das Jobcenter eventuell zwingen in eine andere Stadt zu ziehen.

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Dazu kann man kaum noch etwas hinzufügen, nur zwecks zu hohe Miete: Die 6 Monate muss man theoretisch nicht nachweisen, dass man wirklich eine günstigere Whg sucht. Dann wird aber nach 6 Monaten nur noch die angemessene Miete übernommen, den Rest müsst ihr dann vom Regelsatz übernehmen - etwas was bei 50€ durchaus machbar ist, aber bei 200€ wohl kaum. Das Amt kann auch nach 6 Monaten weiter übernehmen, dazu muss man aber nachweisen dass man intensiv sucht und nichts bekommt. Bei uns muss man dafür monatlich Nachweise einreichen, Wohnberechtigungsschein holen, bei Genossenschaften registrieren, Protokolle über Wohnungsbewerbungen einreichen. Wenn man dann immer nur Absagen bekommt, dann wird die Miete länger übernommen. So ist es jedenfalls in Hamburg.

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@Dunno2010

Bei allen Respekt Dunno: Du schreibst hier nichts neues. Das was du hier geschrieben hast, geht alles schon aus meinen Kommentaren hervor.

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Bezieht sie BAB

Wie - bitte - soll sie BAB beziehen, wenn sie bei den Eltern wohnt?

Die Mutter hat ob ihrer Einnahmen aus Arbeit ( 450 € ) und Kindergeld ( 184 € )

Kindergeld ist zunächst und ausschließlich dem Kind als Einkommen zuzurechnen - auch wenn die Eltern anspruchsberechtigt sind; lediglich bedarfsübersteigendes Kindergeld muss in der Elter-BG verteilt werden.

Für 4 Personen ist sie tatsächlich zu groß.

Das ist falsch: hier gilt nicht die Angemessenheitsgrenze einer 4er-BG, sondern die einer 3er-BG zuzüglich die einer 1er-BG.

Zumal ja nur 3 Personen Anspruch auf Alg 2 haben. Die über 25 Jährige hat kein Anspruch auf Alg 2 .

Genau DESHALB ist die Angemessenheitsgrenze einer 4er-BG NICHT SACHGERECHT!

Infolgedessen habt ihr so gesehen nur einen Anspruch auf eine 60 qm Wohnung. Wenn sie 65 qm ist, die Miete aber im Rahmen liegt, sollte das Jobcenter auch nicht "nein" sagen. Aber 60 qm gelten als Vorgabe

Auch das ist falsch, solange Kind 2 in der Wohnung lebt.

Hier gelten entweder die Angemessenheitsgrenze einer 3er-BG, solange das Kind selbst Alg2 bezieht und als u25 der BG der Eltern zuzuordnen ist (also etwa 75m²) oder aber die Grenzeeiner 2er-Bg + 1er BG, falls das Kind eine eigene BG im Haushalt der Eltern bildet (also etwa 105m²). Bezieht das Kind kein Alg2, wird das Ganze eigentlich sogar noch einfacher, insofern ist obige Summe nur ein vager Anhaltspunkt.: Die Wohnung darf beliebig groß und beliebig teuer sein; der Anteil der Eltern darf lediglich nicht die Grenzen einer 2er-BG übersteigen.

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@VirtualSelf
Wie - bitte - soll sie BAB beziehen, wenn sie bei den Eltern wohnt?>

Total überflüssig und sinnfrei, da längst geklärt!

Kindergeld ist immer denjenigen anzurechnen, der es auf sein Konto bekommt!

3er BG zuzüglich einer 1er BG>

??? 3er BG ist ja ok. Aber eine 1er BG käme NICHT hinzu, da mindestens 1 Kind unabhängig vom Jobcenter ist und somit dem Grunde nach keine eigene BG bilden kann!

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@Quarzuhr
Kindergeld ist immer denjenigen anzurechnen, der es auf sein Konto bekommt!

Das ist FUNDAMENTAL falsch und gilt NUR, wenn Kind und Eltern GETRENNT leben.

Ansonsten und wenn das Kindergeld zu Bedarfsdeckung dient, ist es dem Kind zuzurechnen (gibt dazu BGH-Urteil, Googeln).
Auf wessen Konto es geht, ist genauso irrelevant, wie z.B. bei einer Ausbildungsvergütung, die das Kind aufs Konto der Eltern überweist.

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@Quarzuhr
3er BG ist ja ok. Aber eine 1er BG käme NICHT hinzu, da mindestens 1 Kind unabhängig vom Jobcenter ist und somit dem Grunde nach keine eigene BG bilden kann!

Das über 25-Jährige Kind bildet dem Grunde nach eine einer 1er-BG; wenn es Leistungsanspruch hätte, dann wäre der unabhängig vom Anspruch der Eltern.

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@VirtualSelf

Es hat aber nun mal keinen Alg 2 Anspruch und kann so eben auch keine 1er BG bilden.

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@Quarzuhr

Die Konstruktion und Zuordnung einer BG ist unabhängig vom Leistungsanspruch und erfolgt ganz formal und schematisch.
Wenn du dir den § 7 Abs. 3 SGB II durcliest, findest du nirgends ein Wort über einen Leistungsanspruch. Z.B. gehören Studenten, für die individuell der Leistungsausschluss des § 7 Abs. 5 SGB II greift, dennoch zur BG des Partners.

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Moin! Ich bin dabei, den Antrag auf ALG II zu erstellen. Hierbei ist mir aufgefallen, dass es eine Anlage HG sprich Haushaltsgemeinschaft gibt. Die Internetrecherche ergab, dass dieses Formular für den Sohn über 25 Jahre, der noch in der Wohnung der Eltern lebt (die zusammen mit dem in Ausbildung befindlichen und noch nicht über 25-Jährigen eine Bedarfsgemeinschaft bilden), ausgefüllt werden muss und dann davon ausgegangen wird, dass er aus seinen Einkünften seinen Eltern einen Teil seines Gehalts abtritt. Unter dem Motto "der Reiche gibt den Armen". Wenn dem tatsächlich so ist, würde es ja bedeuten, dass es ratsam wäre, wenn der Sohn eine eigene Wohnung bezieht, wobei dann die Kosten für Miete und Co. für die Bedarfsgemeinschaft unterm Strich zu hoch sind. Ich bin immer davon ausgegangen, dass der Sohn über 25 Jahre mit der ganzen Sachen überhaupt nichts mehr am Hut hat. Was ist nun richtig? Vorab vielen Dank für eine Antwort.

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