ALG 2 und Wohneigentum (nicht selbstbewohnt+keine Einnahmen daraus)

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2 Antworten

Das ist ein spezieller Fall, der so ohne weiteres nicht beurteilt werden kann; hier ist eine individuelle Prüfung notwendig.

Grundsätzlich gilt:

Zum Vermögen zählen alle für den Lebensunterhalt verwertbaren Vermögensgegenstände - unabhängig davon, ob es im In- oder Ausland vorhanden ist; entsprechendes Schonvermögen wird abgerechnet.

Allerdings sind hier ggf. auch Tatsachen gegeben, die eine Verwertung ggf. nicht möglich machen oder die sogar dazu führen könnten, daß die Immobilie nicht angerechnet werden darf.

Allgemein - unter anderem:

Vermögen, solange es nachweislich zur baldigen Beschaffung oder Erhaltung eines Hausgrundstücks von angemessener Größe bestimmt ist, soweit dieses zu Wohnzwecken behinderter oder pflegebedürftiger Menschen dient oder dienen soll und dieser Zweck durch den Einsatz oder die Verwertung des Vermögens gefährdet würde

Sachen und Rechte, soweit ihre Verwertung offensichtlich unwirtschaftlich ist oder für den Betroffenen eine besondere Härte bedeuten würde. Für die Angemessenheit sind die Lebensumstände während des Bezugs der Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende maßgebend.

Auf jeden Fall ist, um strafrechtliche Konsequenzen zu vermeiden, alles so anzugeben, wie Du das hier schon gepostet hast - dann laß zunächst die Behörde einen Bescheid erlassen; gegen diesen kann man dann immer noch, mit Hilfe eines Rechtsanwaltes, angehen.

Mit einem Bescheid hast Du eine konkete Begründung, auf die ein Rechtsanwalt dann auch ggf. entsprechend reagieren kann.

DerSchopenhauer 22.07.2014, 12:47

Noch ein Hinweis:

Augrund meiner beruflichen Erfahrung mit Behörden kann davon ausgegangen werden, daß das Jobcenter zunächt auch eine gwisse Weile braucht, um diesen atypischen Fall zu beurteilen.

Wenn Dein Lebensunterhalt zunächst nicht gesichert werden kann, hast Du dennoch Anspruch auf ALG-II - dieses müsste dann ggf. unter dem Vorbehalt eines Darlehens gewährt werden, bis die Rechtsalge eindeutig geklärt ist.

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Musst es ja nicht angeben das du ein Haus geerbt hast wenn du da nicht lebst..

Angi271284 22.07.2014, 11:51

Hallo, doch ich bin dazu verpflichtet ein Erbe anzugeben und da ich mich derzeit in einem Scheidungsverfahren befinde will ich es nicht "verheimlichen", da meinem noch Ehemann zuzutrauen wäre mich beim Amt anzuschwärzen. Danke

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Angi271284 22.07.2014, 12:11
@Angi271284

Nur um es festzuhalten, ich möchte mir keine Leistungen erschleichen. Ich möchte auch nicht den Steuerzahler unnötig belasten, allerdings bin ich unverschuldet in diese Situation geraten und kann meine Schwester mit meiner behinderten Nichte doch nicht zum Verkauf des Hauses zwingen :-(

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