AlG 2 und freiberuflich- Wie viel maximal dazu verdienen?

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3 Antworten

Wenn du mehr anrechenbares Einkommen als Bedarf hast fällst du aus dem Leistungsanspruch raus,es wird also vom Bruttoeinkommen Freibeträge berechnet die dann vom Netto bzw.Gewinn abgezogen werden,ist dieser monatliche Betrag dann höher als dein Leistungsanspruch gibt es nichts mehr !

isomatte 09.07.2017, 21:43

Danke dir für deinen Stern !

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Aber wie viel darf man in einem solchen Fall dann dazu verdienen?

Wenn man einen Regelbedarf von 409 Euro hat, dann reichen ja schon ein 600 Euro Nebeneinkommen aus, um über dem Leistungsanspruch zu sein!?

isomatte 09.07.2017, 21:42

In einem normalen Job hat man sein Brutto und Nettoeinkommen bzw.wenn man nur auf 450 € Basis arbeitet und sich von der Zuzahlung zur RV - befreien lässt dann Brutto = Netto,also ohne Abzüge !

Vom Bruttoeinkommen werden dann Freibeträge nach § 11 b SGB - ll berechnet,dass sind dann erst mal 100 € Grundfreibetrag,ab 100 € - 1000 € Brutto kommen noch mal 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % an Freibetrag dazu.

Wenn in seiner BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) min. ein minderjähriges Kind lebt bzw.man min.ein minderjähriges Kind hat,dann steigt die letzte Stufe der Freibeträge auf 1000 € - 1500 € Brutto an und dann davon noch mal 10 % Freibetrag.

Dann werden diese Freibeträge addiert,theoretisch vom Nettoeinkommen abgezogen bzw.bei geringfügiger Beschäftigung dann von dem was man aufs Konto bekommt und das ergibt dann das anrechenbare Einkommen,dieses wird dann auf den Leistungsanspruch angerechnet.

Hätte man also angenommen 600 € Brutto stünde einem ein Freibetrag von 200 € zu,bekäme man dann angenommen 450 € Netto aufs Konto würden diese 200 € Freibetrag theoretisch von den 450 € abgezogen und würden 250 € anrechenbares Einkommen ergeben.

Bei 409 € Leistungsanspruch würden dann also nach Abzug der 250 € noch 159 € Anspruch bestehen.

Ist man Selbstständig werden diese Freibeträge auch so berechnet,nur muss man dann noch die Aufwendungen / Ausgaben berücksichtigen,dann also die Freibeträge vom reinen Gewinn abziehen.

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liselotta121345 10.07.2017, 13:31
@isomatte

Danke für deine Antwort. 

Genau da hakt es bei mir beim Verständnis. Ich verstehe es nicht.

Du sagst: "ab 100 € - 1000 € Brutto kommen noch mal 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % an Freibetrag dazu."

Also wenn man alleinstehend ist und keine Kinder hat, dann fällt man doch sowieso direkt raus, wenn man im Rahmen von 1000-1200 verdient oder nicht? Sagen wir ich verdiene 1200 Brutto, also rund 770 Netto. Ich habe einen Regelanspruch von 409. Also bin ich dich direkt draussen, oder nicht? Die Miete und KV werden ja eh getrennt übernommen, oder?

Ein weiteres Problem: Wenn man keinen Anspruch mehr hat, muss man sich als Selbständiger versichert, was rund 400 Euro pro Monat kosten kann. Wenn ich also 770 Netto verdiene, also meinen Anspruch verliere und dann aber 400 Euro KV zahlen muss, bin ich ganz schnell wieder unter meinem Regelanspruch. 

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isomatte 10.07.2017, 21:01
@liselotta121345

Die Freibeträge habe ich nur genannt damit du weißt wie viel dir bei welchem Einkommen zustehen !

Würdest du 1200 € Brutto verdienen dann läge dein Freibetrag ja bei 300 €,zieht man diese dann von den angenommenen 770 € Netto ab,würden noch 470 € anrechenbares Einkommen bleiben,wenn man dann nicht noch zusätzlich z.B. berufsbedingte Aufwendungen absetzen könnte.

Selbst wenn das nicht der Fall wäre und man dann normalerweise aus dem Leistungsbezug fallen würde,müssen dann die Beiträge für die KV - die man dann selber zahlen müsste berücksichtigt werden.

So würdest du dann wieder im Leistungsbezug sein und die Differenz als Aufstockung gezahlt bekommen.

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Kaum und das ist auch nicht der Sinn von ALG2

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