ALG 2 Sanktion bei Kündigung?

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10 Antworten

Auf alle Fälle sollte er erst kündigen, wenn er den neuen Job sicher hat! Bist Du Dir sicher , er findet sofort einen gut bezahlten Job???? 1100 plus Unterstützung, plus Unterhalt vom Kindesvater....es könnte Euch schlechter gehen. Sollte er vorzeitig kündigen und es dann nicht nahtlos klappen, bekommt ihr Sperre, weil es ein "Verbeiführen der Arbeitslosigkeit" ist. Überlegt es Euch gut!! Zum anderen erhälst Du dann auch Erziehungsgeld für Euer gemeinsames Kind, das wird voll angerechnet. D. h. unter Umständen kürzen die Euch die Hilfe komplett, wenn Du Mutter wirst. Schafft ihr das dann, nur mit dem bisschen Geld und Probezeit??? Seit ihr sicher, dass der neue Job dann auch sicher bleibt? Fragen über Fragen...Ihr müsst mit dann 2 Kindern schon genau überlegen, was Ihr tut!

Naja blöd ist nur, das er ja eine Kündigungsfrist von 4 Wochen hat ! Leider suchen die meisten Arbeitgeber ja "ab Sofort" oder zum 1 bzw 15 ! Er kann ja auch nicht 2 Arbeitsverträge haben, also den Aktuellen noch laufen lassen und bereits nen neuen Unterzeichnen (soweit ich weiß) . Deshalb sucht er ja jetzt schon Jobs und bewirbt sich bei denen die zeitlich passen würden.

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@ZekosLadyX

Und was wird ihm passieren, wenn er der Arbeitsstelle kurzfristiger kündigt? Nix. Der Arbeitgeber könnte Gehalt einbehalten, aber die gearbeitete Zeit muss er bezahlen, vorm Arbeitsgericht ist das ein Selbstläufer.

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Wenn er übergangslos einen neuen Job annimmt, der besser bezahlt wird, müsst Ihr das dem Jobcenter lediglich melden, um die Unterstützung neu berechnen zu lassen.

Nur, wenn er selbst kündigen würde und dann keinen Job hätte, könnte er sanktioniert werden (oder wenn er dann einen Job annehmen würde, bei dem er viel weniger Einkommen erzielen würde...)

Wenn er übergangslos in einen neuen Job wechselt, gibt es auch keine Sanktion.

Führt er allerdings durch seine Kündigung eine komplette Arbeitslosigkeit herbei, wird es auch eine Sanktion geben.

Das müsste man also schon im Vorfeld mit dem JobCenter abklären, eine Arbeit suchen, die man sofort mach Ablauf der Kündigungsfrist antreten kann o.ä.

Bei der Arbeitszeit und dem Lohn würde ich aber auch einmal prüfen (lassen), ob sich die Chefin an ggf. vorhandenen Mindestlohn hält bzw. ob der errechnete Stundenlohn nicht schon als sittenwidrig einzustufen ist.

Auf jeden Fall solltet ihr -gerade jetzt, wo in 2 Wochen Nachwuchs ins Haus steht- keine Experimente machen ;)

Naja ich glaube er bekommt generell super wenig Gehalt ! Wie gesagt Zulagen etc gibt es gar nicht. Er wird auch nicht nach Stunden bezahlt sondern bekommt 1600 (und paar zerquetschte) Brutto ! 6Tage die Woche Arbeit (nur Sonntag Frei) . Feiertage muss er auch Arbeiten OHNE Zuschläge. Er arbeitet 10Stunden am Tag.

Kenne mich da leider nicht aus mit den Mindestlohn Sachen etc. Aber ich finde das schon etwas dürftig -.-

Nein, wir wollen auf keinen Fall experimentieren ! Deshalb ja die Frage hier, ob es irgendwelche Auswirkungen (im Negativen Sinne) haben könnte.

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Ein Weg ist: er soll einfach in Elternzeit gehen, sobald das gemeinsame Kind da ist; da sein Elterngeldanspruch aus seinem Erwerbseinkommen errechnet wird, habt ihr sogar den 300 EUR Freibetrag und damit kaum weniger als aktuell; Nachteil: du wirst dich spätestens nach der Mutterschutzfrist der Vermittlung zur Verfügung stellen müssen (aber hey ... gibt Schlimmeres).

In der Elternzeit (maximal 3 Jahre) kann er sich einen neuen Job suchen.

Er bekommt eine mehrmonatige Sperre, wenn er ohne neue Arbeitsstelle kündigt. Also zuerst neue Arbeit finden, dann erst kündigen.

Lest ihr die Fragen eigl durch?

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@Bibliophilia

Wahrscheinlich besser als du. Im Gegenteil zu allen anderen scheinst du nicht gelesen zu haben, dass er "vll übergangslos beginnen könnte"!

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Fast jeder Leiharbeiter wäre froh über 1100 Netto. Ich verstehe die Frage nicht. Wenn er einen Job findet mit mehr Verdienst bekommst du evtl gar kein Hartz 4 mehr, bzw. entsprechend weniger. Und wenn er keinen Job findet sofort, gibts 3 Monate Sperre.

Nicht mehr auf H4 angewiesen zu sein ist doch aber auch ein lohnenswertes Ziel^^

Ansonsten vollste Zustimmung!

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ja auf jeden fall wird er gesperrt. . Es sei denn er kann "unzumutbarkeit" glaubwürdig geltend machen. Das wäre dann z. B. ein sittwidriger Lohn. Wegen den Zuständen am Arbeitsplatz kann er nicht kündigen.

Es sollt doch wohl möglich sein, sich kündigen zu lassen, oder? Einfach mal der Chefin gegenüber erwähnen, man habe mit einem Anwalt über die Arbeitsverhältnisse geredet. Nachtzulagen können eingefordert werden.

Wer sich nicht völlig dämlich anstellt und das totale Mäuschen ist, kommt auch aus jedem Job raus und auch um jeden Job rum – man muß im sozialfaschistischen Niedriglohn-System nicht mitspielen, man kann es wunderbar gegen sich selber verwenden. Machen das Alle, sind wir auch gleich die Grundlagen der europäischen Schuldenkrise los und Alle bekommen mehr Lohn :]

Wenn der Mann hinterher mehr verdient, ist doch alles gut!

Warum sollte er dann eine Sanktion bekommen? Du beantworttest dir deine Frage doch selbst

Natürlich bekommt er eine Sanktion, wenn er nicht übergangslos eine neue Stelle hat.

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@Bibliophilia

Die Frage war: Wenn er vll (vielleicht?) übergangslos eine neue Stelle.....

ohne Unterbrechung = keine Sanktion

mit Unterbrechung = Sanktion

mit / ohne Unterbrechung mit weniger Lohn = Sanktion (ggf.)

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Naja man weiß ja nie ! Die Sperren einem ja wegen allem irgendwas, so wie ich das oftmals im Netz lesen :-/ . Er arbeitet zur Zeit im Krankentransportbereich (Ausbildung als Sanitäter) . Bewirbt sich aber auch im Disponentenbereich und Sicherheitsdienst (da er dort Berufserfahrung hat und das auch wieder machen würde) . Bekommen zu den 1100€ noch 400€ ALG2 . Deshalb die Frage auch wegen der Sanktion ! Denn wenn er einen Job findet in dem die Arbeitsbedingungen besser sind und er "nur" 1100-1200€ Netto verdienen würde, würde uns ja dann (NACH einer eventuellen Sanktion) noch Geld fehlen ! Was dann echt echt wäre ! Vorallem nach der Entbindung :-((

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@ZekosLadyX

Deshaöb: neue Stelle so weit festmachen, Einstellungstermin ausmachen der mit der Kündigungsfrist im alten Job passt, mit dem JobCenter reden ob so in Ordnung, dann erst kündigen.

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