ALG 2 Betrag falsch berechnet?

2 Antworten

ALG II normalerweise:

  • 409 Euro zur freien Verfügung (Grundversorgung). Dazu gehört dann aber auch z.B. Strom, Internet, etc. 
  • Wohnung (Warmmiete) bekommst du zu den üblichen Sätzen (beim zuständigen Jobcenter hinterfragen was in deinem Ort üblich ist). 

_____


Wenn du zur Grundversorgung dazuverdienst wird es angerechnet. 


Schließlich bekommst du ja nicht die Grundversorgung dafür das du dann noch weiter was dazuverdienst sondern du sollst dich darum kümmern einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Daher auch die Unterstützung aber eben nicht als "Zubrot ohne Abzüge". Scheint ja auch nicht deine Absicht zu sein, du willst ja nur bis zur nächsten Arbeitsstelle überbrücken.

Wie du auf 550 Euro kommst ist mir jedoch nicht klar. 


450 Euro (Minijob) bekommst du und dazu noch 350 Euro. Das ist dann nicht ALG II sondern eine Aufstockerleistung, korrekt? Somit hättest du rund 800 Euro pro Monat zur Verfügung (zuzüglich weiterer Pauschalen). 

Abzüglich 250 Euro Miete bleiben dir somit etwa 550 Euro <- hast du so gerechnet?


Hallo. Danke für deine Antwort.

So wie du das oben erklärst, hatte ich das eigentlich auch verstanden.

Ursprünglich hatte ich mir das so ausgerechnet: 

- Mietübernahme 250 Euro (Im Antrag steht dass mir davon 33 Euro wegen Unangemessenheit - keine Ahnung was das bedeuten soll - abgezogen werden; damit kann ich leben)

- Regelbetrag 409 Euro

-  150 Euro Aus dem Nebenjob (100 Euro Freibetrag plus 20% von den restlichen 350 Euro des 450 Euro Gehalt (so ist das ja irgendwie festgelegt)

- Übernahme Krankenversicherung (steht auch so im Antrag)

Nun steht aber im Bescheid, dass ich "vorläufig Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes für den Zeitraum ... i.H. von ca 350 EUR" erhalte

Die konkrete Aufschlüsselung sieht wie folg aus:

Ermittlung Bedarf: ca 625 Euro (bestehend aus Regelsatz und Miete von ca 315)

Ermittlung anzurechnendes Einkommen (aus Nebenjob): ca 280 Euro

Ermittlung Anspruch: 625-280= ca. 350 Euro = Gesamtanspruch auf Leistungen zum Lebensunterhalt.

Ich verstehe das so, dass ich diese 350 Euro für alles erhalte und nix zusätzlich bekomme, weil das Gehalt des Nebenjobs da schon inklusive der Abzüge reingerechnet wird. Und das kann ja nicht sein. 

Wenn ich die 350 Euro bekomme plus 450 Euro aus dem Nebenjob wäre ja alles in Ordnung, aber das geht aus dem Antrag irgendwie nicht hervor.

0
@Lessgo

Ah, jetzt weiß ich wo es bei dir klemmt - und gehe davon aus das ich die Lösung habe:

Es wird immer angegeben was du inkl. Miete für Bedarf hast:

625  Euro 

Jedoch ist die Miete um 55 Euro zu hoch (das war das was ich meinte mit "übliche Sätze" am Wohnort). Also gehen davon 55 Euro weg die du selbst beisteuern musst bzw. eben nicht übernommen werden.

570 Euro Anspruch bleiben also übrig.

Von den 570 Euro geht die Miete weg welche das Jobcenter vermutlich gleich an den Vermieter zahlt. 

570 Euro - 215 Euro = 355 Euro

Ich habe bewusst die Rechnung "andersherum" gemacht weil sie so wohl leichter nachzuvollziehen ist?

Was du nun in den jeweiligen Monaten im Minijob dazuverdienst wird jeweils berechnet und abgezogen bzw. du musst es dann abführen. 

Die Warmmiete für die Wohnung wird dennoch gezahlt. Aber du bekommst nicht die 409 Euro sondern eben weniger weil du einen Teil der Miete selbst bezahlen musst (bzw. dieser Teil nicht vom Jobcenter gezahlt wird).

Dein Minijob ist in dem Leistungsbescheid nicht angerechnet da ja gar nicht bekannt ist was du verdienen wirst.
_____

Angabe natürlich ohne Gewähr. Zur Sicherheit halber einfach am Montag anrufen und nachfragen ob du das so richtig verstanden hast: "Ich bekomme etwa 350 Euro und die Warmmiete übernimmt dann das Jobcenter? Ich muss dann nicht die Differenz selber bezahlen?".

1
@Gaskutscher

Nochmals danke für deinen umfassenden Kommentar. 

So ganz ist das noch nicht der Punkt, der mich beschäftigt, aber ich glaube ich hatte das ganze Konzept falsch verstanden. Ich bin davon ausgegangen, dass mein kompletter Lohn (also die 450) quasi vom Amt komplett eingezogen und mit dem Betrag, den ich dann vom Amt erhalte verrechnet wird. Sodass ich insgesamt für alles nur 350 Euro bekomme. Das hat für mich halt keinen Sinn gemacht. 

Nach deiner Erklärung würde ich es aber nun so verstehen, dass ich die 450 Euro vom Nebenjob sicher habe (also die nimmt mir keiner weg). Und man dann eben alles was über den Freibetrag + 20% hinausgeht (insgesamt ca 280 Euro) vom ursprünglichen Regelsatz (den 409 Euro) abzieht. Sind also ca 130 Euro, die verbleiben. Dazu Mietkosten von denen ca 215 übernommen werden. Dadurch komme ich auf die knapp 350 Euro, die ich für alles (Miete und Lebenserhaltungskosten) vom Amt bekomme. PLUS eben meine 450 Euro Lohn. Also komme ich im Endeffekt auf ca 550 Euro, die ich zur freien Verfügung habe. Das ist für mich in Ordnung, denn so hatte ich es ursprünglich auch ausgerechnet. Aber ich werde trotzdem am Montag nochmal anrufen, um auf Nummer sicher zu gehen.

0
@Lessgo

Da nicht bekannt ist wie viel du in dem jeweiligen Monat verdienst -> wird erst hinterher berechnet. 

Könnte ja sein das du deinen Minijob verlierst. Dann können sie dir für den Monat ja nicht den Betrag abziehen und sagen "Hier haste 55,13 Euro - viel Spaß im November!". ;)

0
@Gaskutscher

Also ziehen sie doch das Geld vom Minijob ab? Jetzt bin ich wieder verwirrt. Hab ich die 450 Euro von meinem Minijob nun quasi safe oder nicht?

0
@Lessgo

Sicher hast du deinen Verdienst,der kommt ja vom Arbeitgeber,da geht das Jobcenter nicht ran,es wird von deinem Einkommen nur der anrechenbare Teil von deinem Leistungsanspruch ( Bedarf ) nach dem SGB - ll abgezogen !

Du bekommst dann den Differenzbetrag als Aufstockung vom Jobcenter gezahlt.

1
@Lessgo

Also ziehen sie doch das Geld vom Minijob ab?

Ja. Aber sie können nicht im Voraus abziehen. Sie wissen ja nicht wie viel du im November verdienen wirst, bekommst das ALG II für den November jedoch eigentlich heute am 30.10.

Hab ich die 450 Euro von meinem Minijob nun quasi safe oder nicht?

Du bekommst sie an dem Zahltag auf dein Konto. Kannst sie jedoch nicht komplett ausgeben da das Jobcenter ausrechnet wie hoch dein Anspruch für den Monat November ist -> entsprechend fallen die Abzüge aus. 

Berechnet werden kann jedoch erst dann, wenn die Abrechnung vorliegt.

0

Da kann bei dir etwas nicht stimmen !

Was zahlst du denn nun an Warmmiete,sind es 250 € oder wie im Kommentar angegeben ca. 315 € im Monat ?

Wieso sollte deine Warmmiete bei selbst 315 € um ca. 33 € über der Angemessenheit nach dem SGB - ll liegen,kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Selbst wenn das der Fall sein sollte,dass deine KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) nach dem SGB - ll nicht angemessen wäre,müsste dir das Jobcenter die unangemessenen KDU - bei Bedürftigkeit in tatsächlicher Höhe bis zu weiteren 6 Monaten zahlen bzw. bei der Berechnung deines Bedarfs berücksichtigen.

Es sei denn du hättest schon einmal ALG - 2 bezogen und das Jobcenter hätte dich schon einmal schriftlich Aufgefordert deine unangemessene KDU - zu senken,dann würde es diese Übernahme bis zu weiteren 6 Monaten nicht geben,dann würden gleich bei der Berechnung des Bedarfs nur die angemessenen KDU - berücksichtigt.

Wenn du also noch kein ALG - 2 bezogen hast bzw.schriftlich aufgefordert wurdest die unangemessene KDU - zu senken,dann müssen deine tatsächlichen Aufwendungen für die KDU - erst einmal anerkannt werden.

Du solltest dann also fristgerecht einen schriftlichen Widerspruch einlegen und begründe diesen dann mit meiner Antwort.

Selbst wenn ich mal davon ausgehe das die 315 € um 33 € über der Angemessenheit liegen würden,dann müsste dir für deine KDU - immer noch 282 € zustehen.

Als Single stünden dir derzeit eine Regelleistung für den Lebensunterhalt von 409 € pro Monat zu und dazu müssten ja dann min.diese ca.282 € kommen,somit läge dein Bedarf dann bei 691 € pro Monat.

Auf dein Erwerbseinkommen stehen dir ab dem 15 Lebensjahr Freibeträge nach § 11 b SGB - ll zu,dass wären dann vom Bruttoeinkommen zunächst einmal 100 € Grundfreibetrag.

Ab 100 € - 1000 € Brutto kommen dann 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto 10 % an Freibetrag dazu,diese werden addiert,theoretisch vom Nettoeinkommen abgezogen und ergibt dann dein anrechenbares Einkommen,dieses wird dann auf deinen Bedarf angerechnet.

Bei 450 € Verdienst stünden dir also 170 € an Freibetrag zu und das anrechenbare Einkommen läge bei 280 €,diese 280 € würden dir also zunächst von den 409 € Regelleistung abgezogen,hättest du dann mehr anrechenbares Einkommen würde es dann ggf.auch auf die KDU - angerechnet.

Dir müssten dann also nach Abzug der 280 € noch 129 € für deine Regelleistung zustehen + deine derzeit tatsächliche KDU - also entweder 250 € oder 315 € und das müsstest du vom Jobcenter bekommen.

Auch dir danke für deine umfassende Antwort.

250 sind es warm. Die ca. 315 aus dem Kommentar waren ein Tippfehler. Sollte eigentlich 215 heißen, sprich die 250-33 (Unangemessenheit). Daher gehe ich mal davon aus, dass das ganze schon so hinhaut. 

0
@Lessgo

Ob das ganze so korrekt ist kann man so nicht sagen !

Denn wie ich schon geschrieben hatte sind 250 € an KDU - für einen Single mit 100 % Sicherheit nicht unangemessen,wenn du alleine in deiner Wohnung wohnst.

Demnach könnte dann die Berechnung auch nicht korrekt sein.

Man hat dir doch sicher einen Grund angegeben warum diese 250 € KDU - nicht angemessen sein sollen ?

Wenn du vom Jobcenter 350 € bekommst und dazu dein anrechenbares Einkommen aus deinen 450 € von 280 € kommen,dann komme ich auf einen Bedarf von 350 € + 280 € = 630 € pro Monat.

Ziehe ich dann von den 630 € deinen derzeitigen Regelsatz für den Lebensunterhalt von 409 € ab,bleiben für deine angemessene KDU - ja nur noch um die 221 € pro Monat übrig und diese wären wie gesagt auf keinen Fall unangemessen,egal auf welchem Dorf du auch wohnen würdest.

Es würde meiner Ansicht nach nur zwei Situationen geben in dem ich das ganze dann nachvollziehen könnte,warum die 250 € warm nicht angemessen sind.

Das wäre erstens,wenn du ohne Mietvertrag in einer WG - wohnen würdest,dann würde die gesamte KDU - pro Kopf verteilt und zweitens wenn du min.25 wärst und noch bei deinen Eltern wohnen würdest,dann würde die gesamte KDU - auch pro Kopf berechnet.

Dann könnte es schon sein das deine angegebenen 250 € für deine KDU - nicht anerkannt werden,weil der Teilbetrag pro Kopf geringer ausfällt als deine 250 € die du im Antrag angegeben hast.

0

Minijob, Steuer zurück?

Seit September habe ich einen Minijob (450 Euro monatlich). Davon erhalte ich etwa 380 Euro übrig. Gerade mache ich meine Steuererklärung. Wie kann ich die bezahlte Steuer zurückbekommen? Soll ich etwas Besonderes schreiben oder nur die Lohnbescheinigung vom Minijob beilegen?

...zur Frage

Kleinunternehmerregelung + Minijob ... Steuern? Wohngeld? Krankenversicherung?

Hallo,

ich befinde mich zur Zeit noch im Studium und übe einen Minijob auf 450€ Basis aus und möchte aufgrund von nicht mehr vorhandenem Bafög-Anspruch Wohngeld beantragen.

Gleichzeitig bietet sich mir momentan die Möglichkeit als Sporttrainer tätig zu sein. Die Institution ist allerdings kein Sportverein und das Ganze lässt sich nicht als Übungsleitertätigkeit steuerfrei über die Bühne bringen.

Da ich schon einen Minijob habe, kann ich es auch nicht über einen solchen Vertrag laufen lassen.

Weiß jemand wie sich das Ganze dann steuerrechtlich verhält? Darf ich neben dem Minijob noch steuerfrei die Kleinunternehmerregelung wahrnehmen?

Und: habe ich dann überhaupt als "Selbstständiger" Anspruch auf Wohngeld? Das Ganze wird anfangs nur 140€ mntl. bringen (darunter reiner Erlös von 60€ aufgrund von Spritkosten) und später bei einem zweiten Kurs auf maximal das Doppelte steigen. Insgesamt also nicht wirklich viel. Werden die Spritrückzahlungen auch als Einkommen gewertet? Ist für mich ja kein Gewinn...

Außerdem wäre vielleicht noch gut zu erwähnen, dass ich noch Waisenrente und Kindergeld erhalte. Soweit ich weiß hängt die Krankenversicherung ohnehin schon mit der Waisenrente zusammen .. Brauch ich mir da bzgl. der Kleinunternehmergeschichte + Minijob dann keine Sorgen machen?

Gibt es sonst noch andere Möglichkeiten die Sporttätigkeit steuerfrei auszuüben? Meint ihr, ich die Sportgeschichte lieber lassen, da vermutlich das Wohngeld gar nicht genehmigt werden würde, obwohl ich ohne diesen Job ja Anspruch hätte (...wohl zu keinem großen Beitrag, aber dennoch)?

Das Ganze ist sehr verwirrend und ich bin dankbar für jede Hilfe!

LG

...zur Frage

Sozialleistungen für Studenten, die die Regelstudienzeit überschritten haben?

Ich habe weder Anspruch auf Bafög (wegen Überschreitung der Regelstudienzeit), noch auf ALGII (auch nicht auf "Kosten der Unterkunft", weil Student), noch auf Wohngeld (dazu ist laut Aussage der Sachbearbeiterin mein Einkommen zu niedrig, habe nur einen Minijob). Meine Eltern können mich finanziell nicht unterstützen.

Gibt es noch andere Möglichkeiten für Sozialleistungen, oder muss ich mich damit abfinden, durchs soziale Netz zu fallen?

...zur Frage

Hartz IV + Minijob = Unterhaltspflichtig?

Die Überschrift sagt alles. Weiß jemand, ob ich als ALG IIer meine 160 verbleibenden Klöten von den 400 Euro (Rest geht ja ans Jobcenter) an das Jugendamt zahlen darf, wenn ich als ALG IIer einen Minijob eingehe?

Nur so zur Info. Danke!

...zur Frage

bei Wohngeld Kaltmiete oder Warmmiete angeben?

bei Wohngeld Kaltmiete oder Warmmiete angeben? Regelsatz 351euro + Miete (soll ich jez lieber 200Euro kaltmiete oder 300Euro Warmmiete angeben?) = 651 bzw 751 euro * 80% = also brauche ich monatlich 520,80 (bei Kaltmiete) um Wohngeld zu bekommen

also bekomme ich bei dem einen mehr wohngeld? oder wie läuft das?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?