ALG 1 und Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, wie geht das?

3 Antworten

Liebe Leute, zur Richtigstellung:

Folgendes gilt nur für ALG1:

Es gibt grundsätzlich einen Freibetrag. Dieser Freibetrag (165 €) wird grundsätzlich vom Nebenverdienst abgezogen. Jeder darüber hinaus gehende Nebenverdienst wird in voller Höhe vom ALG 1 abgezogen. Grundsätzlich gilt, dass man sowieso nur bis maximal 15 Stunden pro Woche arbeiten darf. Arbeitet man mehr, gilt man nicht mehr als arbeitslos und erhält gar nichts mehr.

Bei Mieteinnahmen sieht es anders aus. Eine reguläre Arbeit gilt als mühevoller Verdienst und wird wie oben beschrieben behandelt. Mieteinnahmen, Zinsen aus Guthaben etc. gelten als sogenannte mühelose Einkünfte. D. h. ohne wirklichen Arbeitseinsatz. Solche mühelosen Einkünfte werden nicht vom ALG1 abgezogen!!

Darüber hinaus kann es auch sein, dass eine nebenberufliche Tätigkeit nicht abgezogen wird, sofern sie schon 18 Monate vor der Arbeitslosigkeit bestanden hat und der Durchschnittsverdienst der letzten 18 Monate wird dann als Freibetrag berücksichtigt. Anders wäre auch unfair, denn man hat neben dem nebenberuflichen Einkommen ja auch die vollen Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt.

Wie gesagt, dies gilt alles nur für ALG1.

ALG1 bitte nicht mit ALG2 verwechseln! Und Einnahmen darf/soll man sowieso immer haben, das ist ja wohl nicht das Problem. Angeben muss man sie, denn es ist nicht okay, hohen Verdienst zu haben und Lohnersatzleistungen zu beziehen. Schließlich ist ALG2 (nicht ALG1!) da, wenn kein eigener Verdienst da ist. ALG1 hingegen ist ein Versicherungsfall im Sinne der Arbeitslosenversicherung.

Nein, auf ALG I werden solche Einnahmen nicht angerechnet.

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