ALG 1 auf was wird aufgestockt?

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7 Antworten

Korrekt !

Es würde dann der Durchschnitt der letzten 12 Monate vor der Arbeitslosigkeit als Berechnungsgrundlage genommen,du würdest dann vom Netto ca. 60 % als ALG - 1 bekommen.

Wenn du ca. 720 € ALG - 1 bekommen würdest wäre hier vorrangig Wohngeld zu beantragen,dazu brauchst du aber ein Mindesteinkommen von 80 % von dem,was dir als volle ALG - 2 Leistung vom Jobcenter zustehen würde.

Das wären dann als Single derzeit min. 404 € Regelsatz für deinen Lebensunterhalt + deine 485 € KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ),dass würden dann derzeit min. ca. 889 € an Bedarf ergeben.

Bei 80 % Mindesteinkommen würden wir dann bei ca. 712 € liegen,ab Januar 2017 würde dann der Regelsatz wieder um ca. 4 € - 5 € angehoben,denke ich zumindest,wenn nichts dazwischen kommt.

Es könnte dann also mit dem Wohngeld gerade noch so klappen,dazu kannst du dir im Internet mal einen kostenlosen Rechner für Wohngeld suchen,am besten gibst du dann mal ein ,, Wohngeldrechner " und dazu dann den Namen deiner Stadt.

Würde kein Anspruch auf Wohngeld bestehen,weil dein Mindesteinkommen nicht reichen würde,dann käme nur noch das ALG - 2 vom Jobcenter in Betracht.

Solange du dann kein weiteres Einkommen hättest,würde dir das Jobcenter dann theoretisch von deinem ALG - 1 min. erst mal 30 € Versicherungspauschale abziehen,dass würde dann also dein anrechenbares Einkommen verringern und die evtl.Aufstockung erhöhen.

Dazu könntest du dann noch gesetzlich vorgeschriebene Beiträge für Versicherungen absetzen,wie z.B. die KFZ - Haftpflicht und ggf.noch angemessene Beiträge für die eigene Altersvorsorge,wie z.B die Riesterrente.

Dein Bedarf würde dann also bei angenommen min. 889 € liegen,dein ALG - 1 bei ca. 720 €,nach Abzug der min. 30 € würden noch ca. 690 € anrechenbares Einkommen bleiben.

Es stünde dir dann zumindest vorerst eine Aufstockung von min. ca. 200 € zu.

Denn dann würde das Jobcenter erst mal prüfen ob deine KDU - von 485 € für eine Person auch angemessen nach dem SGB - ll ist,denn wenn nicht,dann würdest du eine schriftliche Aufforderung zur Kostensenkung bekommen.

Dann kannst du dir überlegen ob du dir dann z.B. eine angemessene Wohnung suchst oder ob du da wohnen bleiben möchtest und dann nach einer Übergangszeit von in der Regel 6 Monaten ( solange würde das Jobcenter die unangemessenen KDU - weiter zahlen ) die Differenz selber zuzahlen willst.

Wenn du also durch den Rechner für Wohngeld dann einen Anspruch hättest und dieser höher als diese ca. 200 € Aufstockung vom Jobcenter wäre,dann müsste vorrangig Wohngeld bezogen werden.

Kommt darauf an. 

Du kannst Wohngeld beantragen. Wenn das aber nicht reicht, musst du Alg 2 beantragen. 

Aber beides zusammen gibt es nicht. 

Wenn du Aufstockung erhältst, gibt es kein Wohngeld. 

angenommen ich bekomme nach dem 31.12.2016 erst einmal keinen Job so erhalte ich ALG1.

Dazu müsstest du dich aber bis zum 30.09. arbeitslos und -suchend melden.

Womit wird aufgestockt?

Mit ALG II wenn du es beantragst.

Regelsatz sind 404,- € zzgl. KdU. Es werden aber nur die ersten 6 Monate die tatsächlichen Kosten der Unterkunft bezahlt, danach nur was angemessen ist.

isomatte 10.08.2016, 11:13

Arbeit suchend müsste er sich 3 Monate vorher melden,arbeitslos erst am ersten Tag der Arbeitslosigkeit,dann persönlich,sollte er in der Zeit dann keine Beschäftigung gefunden haben !

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Wie wäre es. wenn du dir bis dahin eine andere Arbeitsstelle suchst?

DAS ist eigentlich der Sinn einer solchen befristeten Witerbeschäftigung.

@Kathyli88 so viel Mühe du dir auch mit deiner Antwort gegeben hast sie stimmt einfach nicht! Wenn ich mit ALG 1 unter dem ALG2 Satz liege wird aufgestockt. Punkt da brauchst du mir auch nix erzählen von wegen ich müsse umziehen.
Vielen Dank

Auf gar nichts wird aufgestockt. Ein hartz-4 empfänger (ALG2) bekommt etwa 404€ monatlich zur freien verfügung. Die miete der wohnung wird maximal i.H.v. 350€ übernommen. Alles über diese 350€ muss der empfänger selbst bezahlen, bzw bekommt weniger ausbezahlt. Je nach bundesland sind diese werte ein klein wenig unterschiedlich, natürlich auch je nach personenanzahl. Im prinzip hat zwar der hartz-4 empfänger mehr geld übrig, aber in deinem fall hast du etwa 720€ zur freien verfügung und bist für deine lebenshaltungskosten selbst verantwortlich. Bedeutet, dass nur weil deine miete teurer ist und du demnach weniger zum leben hast nicht der staat dafür aufkommt. Im prinzip gesehen macht es auch sinn, nehmen wir an ich bin arbeitnehmer und verdiene 2000€ netto, und miete mich in eine wohnung für 1700€ monatlich ein sodass ich nur noch 300€ zum leben habe, kann ich auch nicht noch 104 € vom staat beziehen um auf den hatz-4 betrag zu kommen, dann ist es an mir gelegen, eine günstigere wohnung zu suchen. Du müsstest dich zunächst in eine günstigere wohnung einmieten. 720€-350€ miete, wären 370€ übrig, das könntest du mit hartz-4 aufstocken und somit 34€ monatlich erhalten. Aber du kannst nicht 720€-485€ miete rechnen und 169€ aufstockung erhalten. Ich hoffe das hilft dir weiter :)

kevin1905 10.08.2016, 11:07

Die miete der wohnung wird maximal i.H.v. 350€ übernommen.

Stimmt nicht.

In den ersten 6 Monaten nach Stellung eines Neuantrags wird stets die tatsächliche Miete übernommen. Liegt die über dem, was in der Gemeinde als angemessen angesehen wird, gibt es ab dem ersten WBA eben nur noch diesen Betrag und man muss umziehen in eine günstigere Wohnung oder die Differenz aus dem Regelbeitrag zahlen.

ALG I ist Einkommen und ist unter Abzug der Versicherungspauschale von 30,- € anzurechnen.

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isomatte 10.08.2016, 11:09

Aber sicher kann er eine Aufstockung bekommen,wenn er nicht vorrangig Anspruch auf Wohngeld hätte und damit seinen Bedarf nach dem SGB - ll decken könnte !

Das Jobcenter muss dann zumindest für 6 Monate die tatsächlichen KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) anerkennen und danach dementsprechend aufstocken.

Also würde sein Bedarf als Single derzeit bei min. 404 € Regelsatz + 485 € KDU = 889 € betragen.

Ihm stünde dann bei ca. 720 € ALG - 1 eine Aufstockung von erst einmal min. ca. 199 € zu,denn von dem ALG - 1 gingen dann in der Regel min. 30 € Versicherungspauschale ab,solange er kein weiteres Einkommen beziehen würde.

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Ja du kannst Wohngeld beantragen.

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