ALG 1 - Sperrzeit wegen angebl. Ablehnung/nicht-bemühung - TEIL 2/2

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5 Antworten

Du hast als Leistungsempfänger selbstverständlich auch gewisse Pflichten. Offenbar bist Du diesen nicht nachgekommen. Man kann nicht nur haben wollen, sondern muss auch bereit sein eine Gegenleistung zu bringen.

Dreadlock07 01.09.2014, 13:45

Zunächst einmal vielen Dank für Deine Antwort.

Ich bin mir nicht sicher, ob Du alles von meiner Frage gelsen hast und/oder richtig verstanden hast:

Da Deine Antwort sich für mich (wieder) wie eine Unterstellung anhört, noch einmal:

Ich BIN meinen Verpflichtungen nachgegangen! Auch DIESER Verpflichtung wäre ich nachgegangen, aber der Zettel war nicht (mehr?) vorhanden. Es war - wie bereits geschrieben - nicht so, dass ich nicht wollte, sondern nicht konnte.

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Gerneso 01.09.2014, 13:49
@Dreadlock07

Dann wirst Du dies wahrscheinlich beweisen müssen. Mich wundert die schnelle Sanktion, wenn Du Dich immer beworben hast.

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Dreadlock07 01.09.2014, 13:56
@Gerneso

MICH ja eben auch!!!! Ich habe ihm, wie gesagt, alle Bewerbungen/Absagen auf den Tisch gelegt ----> er sch..... drauf.

Ich muss dazu sagen, dass ich über ihn vorher schon nichts Arbeitslosen-Freudliches gehört habe. Umso mehr aber habe ich mich eben an die Regeln gehalten. Nur bei diesem verf**, nicht vorhandenem Vorschlag nicht, weil es nicht ging.

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Hooo, Brauner! Echauffier dich mal nicht so!

Gegen die Sperrzeit legst du form- udn fristgerecht Widerspruch ein. Als Begründung: DU hast den besagten Vermittlungsvorschlag NICHT erhalten, weswegen du dich darauf eben nicht bewerben konntest.

Alles andere behalt erst mal für dich, das brauchst du dann erst, wenn der Widerspruch abgelehnt werden SOLLTE.

Durch den Widerspruch ist nämlich die Arbeitsagentur im Zugzwang. Sie müssen dir BEWEISEN, dass du besagten VV erhalten hast! Und genau das werden sie wohl nicht können.

Denn: DU sagst, du hast nix unterschrieben...also werden sie dir keine Unterschrift vorweisen können. Und den postalischen Zuagng können sie bei einfacher Briefpost nicht nachweisen.

Also: Kurz, knapp und knackig gegen den Bescheid Widerspruch erheben...und abwarten.

Davbei fleißig weiter bewerben und sich nix zu schulden kommen lassen.

Ansonsten (Ironie): Willkommen in der wunderschönen Welt der Arbeitslosigkeit! Was dir da einmal passiert ist, passiert manchen Leistungsempfängern (ALG2) mit schöner Regelmäßigkeit alle 4-6 Wochen! Behördenschikane eben.

Dreadlock07 01.09.2014, 13:53

...Behördenschikane... Du schreibst es...

Im ernst: Ich will die ja nicht (komplett) schwarz malen. Denn es gibt genug da draussen, die abzocken bzw. verarschen - das sehe ich ein. Ich gehöre aber nicht dazu und man kann doch mal kurz anrufen o.ä. und sich die Person zum Verhör einladen oder nicht?

Hier wird ERST bestraft und dann gefragt; nur um dann zu sagen: "reicht nicht." Es wurde nicht mal richtig zugehört.

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natürlich kannst du Widerspruch einlegen, allerdings solltest du den gut begründen. Der Unterschied zum Passanten der bei Rot über die Ampel geht besteht darin, dass der Fußgänger nicht die Allgemeinheit schädigt durch sein Verhalten/Fehlverhalten

Dreadlock07 01.09.2014, 13:49

Also muss er/sie erst die Allgemeinheit schädigen? Potenzieller schaden reicht nicht? Es muss also erst ein Unfall passieren und der Passant umgefahren werden?

Ausserdem: Sagt der Gesetzgeber nicht, dass es verboten ist, bei Rot über die Strasse zu gehen/fahren. Also wäre auch hier ein Gesetz übertreten...

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Man verhaftet doch auch nicht jeden Passanten, der bei Rot über die Straße geht oder?

Doch! Der wird verhaftet, wenn er sein Bußgeld nicht bezahlt.

Kann man da wirklich nichts machen bzw. keinen Widerspruch einlegen, der Erfolg bringen WIRD?

Gegen jeden Verwaltungsakt einer sozialen Behörde kann man Widerspruch (binnen eines Monats nach Erhalt des Bescheids) einlegen laut SGG - und danach auch noch klagen, hier beim Sozialgericht.

Man kann auch gleich einen Antrag stellen auf eine Einstweilige Anordnung beim Sozialgericht gegen die Agentur für Arbeit.

Leider sehen die "Vergesslichkeit" selten als hinreichenden Grund an;-).

Ich danke schon jetzt für die Hilfe, meiner verzweifelten Lage, denn ich bin jetzt schon im Minus und die nächsten Rechnungen/Lastschriften kommen…

Wer pleite ist, kann beim Jobcenter ALG II beantragen - und wenn es eilig ist, sogar einen Vorschuss bekommen.

Gruß aus Berlin, Gerd

Dreadlock07 03.09.2014, 10:22
Man verhaftet doch auch nicht jeden Passanten, der bei Rot über die Straße geht oder?

Doch! Der wird verhaftet, wenn er sein Bußgeld nicht bezahlt.

  • Zu diesem Nebenthema "Rote Ampel" habe ich bereits etwas in den Kommentaren geschrieben.
Wer pleite ist, kann beim Jobcenter ALG II beantragen - und wenn es eilig ist, sogar einen Vorschuss bekommen.

Der eine sagt: "Ja, Du kannst beim ALG II beantragen." Der andere schreibt das Gegenteil...

Die richtige Antwort lautet wohl (wie immer): selbst recherchieren...

LG

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GerdausBerlin 03.09.2014, 18:22
@Dreadlock07
Die richtige Antwort lautet wohl (wie immer): selbst recherchieren...

Ja, und zwar in SGB II § 31 Pflichtverletzungen und § 31a Rechtsfolgen bei Pflichtverletzungen sowie § 31b Beginn und Dauer der Minderung.

Oder man liest dazu gleich die Hinweise der Agentur für Arbeit!

Die Agentur schreibt darin u. a.: "'Sanktionen wegen festgestellter Sperrzeiten der Agentur führen zu Minderungen von 30 % (erste Stufe) des maßgebenden Regelbedarfs nach § 20": PDF Seite 6 f.

Wenn ALG II also gemindert ausgezahlt wird um 30 % des Regelbedarfs von 391,- für Singles plus Warmmiete, dann gibt es also normales ALG II (meist 600,- bis 800,-, je nach Gemeinde und Miete) - minus 117,30 wegen der Sanktion.

Gruß aus Berlin, Gerd

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hi,

natürlich kannst du einen widerspruch gegen den bescheid einlegen.

zusätzlich würde ich aber beim jobcenter algII beantragen um dir die Grundsicherung zu sichern.

lg,

Dea2010 01.09.2014, 13:34

Während einer Sperrzeit von ALG1 gibt es auch kein ALG2.

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GerdausBerlin 02.09.2014, 21:16
@Dea2010

Das ist falsch. Das ALG II wird nur abgesenkt um bis zu 120,- im Monat - und eventuell später zurückgefordert.

Gruß aus Berlin, Gerd

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