aleatorik selber machen

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Hallo xXCoolGirlXx!

Ich nehme an, Du willst einen kleinen Kompositionsversuch machen, der Zufallsprinzipien verwendet? Du könntest z.B. mit einer Serie von Würfelwürfen arbeiten.

Sinnvoll ist es dafür immer bestimmte Grenzen zu definieren. z.B. Jedes Instrument soll 10 Tonereignisse spielen. Diese sollen innerhalb von 2 Minuten erklingen. Sie sollen definiert sein in Hinsicht auf die Tonhöhe (Umfang jedes Instruments für sich), den Zeitpunkt und die Lautstärke.

Nun legst Du fest, wie sich aus dem Würfelwurf mit einem oder mehreren Würfeln diese Reihen ergeben könnten. Für ein Instrument mit 3 Oktaven Umfang könntest Du z.B. festlegen, dass Du mit zwei Würfeln würfelst und jeweils das Produkt aus beiden Zahlen die Tonhöhe ergibt. Dann kommen sicher nicht alle möglichen Töne vor, aber es gibt ja auch die Begrenzung auf 10 Töne. also 1 x 1 ist der tiefste Ton, 1 x 2 der zweite, usw. Die Lautstärke kannst Du einfach mit einem Würfel erwürfeln z.B. 1 = pp, 2 = p, 3 = mp, 4 = mf, 5 = f, 6 = ff. Für die Zeit-Reihe müsstest Du wieder ein anderes Berechnungsverfahren entwickeln.

Und nun würfelst Du für jedes Instrument je 3 Reihen mit 10 Würfen. Vielleicht musst Du noch eine Regel definieren für gleiche Würfe bei der Zeitreihe (Manche Instrumente können immer nur einen Ton spielen). Für eine richtige aleatorische Komposition gehört es sich, dass mit dem Zufall sehr genau und akribisch umgegangen wird, d.h. also die eigene Arbeit ernst nehmen und dem Würfel folgen.

Und wenn man die Komposition dann spielt, braucht es neugierige, offene Hörer, die sich auf ganz Ungewöhnliches und Unvorhergesehenes einlassen können.

Gruß Friedemann

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