Alchemist, Goldmacher

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Die modernen Wissenschaften, für uns heute selbstverständlich existieren so wie wir sie heute kennen kaum 200 Jahre. Früher nahm die Alchemie den Rang ein den heute Chemie, Pharmakologie und teilweise auch die Physik einnehmen.

Ich zitiere mal aus zwei Wikipedia Artikeln:

Ein Ziel der Alchemisten war häufig die Transmutation von unedlen Metallen zu Gold und Silber. Die Möglichkeit, war aber auch unter Gelehrten im Mittelalter keinesfalls allgemein anerkannt, viele große Wissenschaftler lehnten das ab. Ein Problem ist, das nicht immer ganz genau klar ist, was in alchemistischen Texten mit den dort erwähnten, meist nicht in reiner Form vorliegenden Chemikalien gemeint ist.

Der Stein der Weisen war dabei den Alchemisten eine besondere die Umwandlung eines unedlen Metalles zu Gold oder Silber ermöglichende „Tinktur“, vergleichbar einem Katalysator der heutigen Chemie. Die Alchemie war aber nur teilweise von der Idee der künstlichen Herstellung von Gold und dem Stein der Weisen, man suchte auch ein Universal-Allheilmittels. Ein gesuchtes Universallösungsmittel wurde Alkahest genannt.

In der griechisch-arabischen Alchemie waren die Urelemente Erde, Wasser, Luft und Feuer nach Empedokles bekannt. Hinzu kam eine schon in Ansätzen bei Aristoteles vorhandene Auffassung von gegensätzlichen Prinzipien, die ihre Entsprechungen in der Alchemie hatten. Danach sollten für Umwandlungen die Stoffe erst von unreinen Zutaten durch Anwendung der Prinzipien befreit und auf die materia prima zurückgeführt, die dann z.B. in Gold überführt wurde.

Im arabischen Raum kam ab dem 9. Jahrhundert auch den Elementen Schwefel und Quecksilber eine besondere Bedeutung zu, was auch für die abendländische Alchemie bestimmend wurde, die sich ab dem 12. Jahrhundert durch das Bekanntwerden arabischer Autoren durch Vermittlung über Spanien entwickelte. Sie übernahmen die Rolle von„Prinzipien“ bei der Umwandlung der Stoffe, das Prinzip Schwefel wurde Feuer und Luft zugeordnet, das „Prinzip“ Quecksilber, Erde und Wasser.

Paracelsus führte im frühen 16. Jahrhundert ein drittes Prinzip, das Salz ein, was teilweise die inzwischen entdeckte Bedeutung der Mineralsäuren widerspiegelte. Das Ziel von ihm und seinen Nachfolgern war in erster Linie die Erneuerung der damaligen Medizin und Entdeckungen in der Pharmazie.

Die alchemistischen Vorstellungen beruhten auf den damals gängigen und auch für nicht-okkulte Forscher verbindlichen Naturphilosophien. Auch wenn manche der damaligen Vorstellungen abwegig erscheinen mögen, so führte doch die Theoriebildung über die Wandlungen der Stoffe in der praktischen Laborarbeit hin zur modernen Naturwissenschaft. Der Übergang von der Alchemie zu den heute noch gängigen Materialwissenschaften wie der Metallurgie, der pharmazeutischen und der medizinischen Forschung geschah teilweise fließend.

Alchemisten standen häufig als frühe Chemiker und Metallurgen mit dem Bergbau und Metallverarbeitung in Verbindung. Weitere Bereiche waren neben Pharmazie z.B. Glasherstellung. So ist die experimentelle Anwendung der Alchemie die Grundlage für die Wieder-Erfindung des Porzellans und des Schwarzpulvers in Europa. Das Porzellan zum Beispiel ist ein Abfallprodukt der Suche nach Gold. Ein Alchemist am sächsischen Hof, Johann Friedrich Böttger, rettete sein Leben, indem er seinem „Arbeitgeber“ wenigstens „Weißes Gold“ liefern konnte.

Die moderne Wissenschaft hat auf die Frage folgende Antwort:

In einem Kernreaktor kann durch Bestrahlung von Platin oder Quecksilber Gold hergestellt werden. Platin ist als Ausgangsmaterial unwirtschaftlich, da es nicht wesentlich billiger als Gold ist. Vom Quecksilber kann nur das leichteste stabile Isotop 196Hg, welches im natürlichen Quecksilber mit einem Gehalt von 0,15 % enthalten ist, bei Bestrahlung mit langsamen Neutronen durch Neutroneneinfang zu 197Hg umgewandelt werden, das anschließend durch Elektroneneinfang mit 64,14 Stunden Halbwertszeit in das einzige stabile Goldisotop 197Au zerfällt. Die anderen Quecksilberisotope wandeln sich bei Bestrahlung mit langsamen Neutronen ineinander um oder bilden Quecksilberisotope, die sich durch Beta-Zerfall in Thallium umwandeln. Mit schnellen Neutronen kann das Quecksilberisotop 198Hg, welches im natürlichen Quecksilber zu 9,97 % enthalten ist, durch Abspaltung eines Neutrons in das Quecksilberisotop 197Hg umgewandelt werden, welches dann (wie oben beschrieben) zu Gold zerfällt. Allerdings besitzt diese Reaktion einen geringeren Wirkungsquerschnitt und wäre nur in Schnellen Brütern oder mit Spallations-Neutronenquellen durchführbar. Denkbar ist auch, mit sehr energiereichen Neutronen aus den anderen Quecksilberisotopen mehrere Neutronen herauszuschlagen, um so Quecksilber 197Hg zu erhalten. Allerdings können so energiereiche Neutronen nur mit Hilfe von Teilchenbeschleunigern erzeugt werden.

Die Goldsynthese hat wegen ihrer geringen Effizienz keine wirtschaftliche Bedeutung.

Es ist schon interessant, was von dem was man Kind irgendwann einmal gelesen hat, heute bekannt ist. Ich hätte als Antwort auch nur geschreiben: Fauler Zauber

Danke

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