Alarmierung der Presse über Leitstelle?

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Hallo Nettler81,

das ist ein ganz, ganz schwieriges Thema, was Du da ansprichst.

Die Leitstellen, Feuerwehrdienststellen oder andere Behörden informieren auf Grundlage der Landespressegesetze sowie des Artikels 5 des Grundgesetzes die Medien bzw. Presse über bestimmte Einsätze bei denen man von einem öffentlichen Interesse ausgeht (ein Großfeuer oder ein Gefahrgutaustritt sind von öffentlichem Interesse, der unter Wasser stehende Privatkeller oder der im Obergeschoss gestürzte und nun zu transportierende Patient hingegen nicht...).

Die erste Frage wäre also: Bist Du "die Presse" oder nicht? Und schon da beginnen die Probleme: Jedermann kann heute ohne Wissen und ohne Kontrolle einen Blog im Internet veröffentlichen. Und der Übergang von einem Blog zu einer Internet-Zeitung (Newsportal) kann dabei fließend sein. Während Blogs nicht als „Presse“ im eigentlichen Sinn angesehen werden, sondern eher als digitales Tagebuch, verfolgen Internet-Zeitungen klare journalistische Ziele. 

Journalismus muss dabei nicht immer hauptberuflich ausgeübt werden. Ein Großteil der anerkannten Tageszeitungen arbeitet heute mit freien Mitarbeitern, welche diese Tätigkeit nebenberuflich, aber dennoch professionell ausüben.

Auch ein Presseausweis sagt nicht viel über professionelle oder hobbymäßige Journalisten aus. Denn während beispielsweise festangestellte Layouter (also keine Journalisten i.E.S.) von Zeitungsredaktionen in der Regel über einen Presseausweis verfügen, haben neben- und/oder freiberufliche, journalistische Mitarbeiter der Redaktionen keine Chance, diesen zu beantragen.  

Zudem ist die Bezeichnung „Journalist“ nicht geschützt. Man geht heute aber davon aus, dass auch neue Medien unter den Begriff „Presse“ fallen, die „eindeutig journalistisch-redationell“ ausgelegt sind.

Letztendlich kommt es also sehr darauf an, wie die Behörde Deine Arbeit einschätzt. In der Regel kann man sich bei der Leitstelle akkreditieren lassen. Diese überprüfen dann Deine Publikationstätigkeit und bewerten diese. Spricht man Dir die professionelle, „journalistisch-redaktionelle“ Arbeit ab, dann könntest Du hiergegen rechtlich vorgehen, bis es schlussendlich an irgendeinem Richter liegt, zu bewerten, ob Du „Presse“ bist oder nicht.

In die Bewertung fließt dann ein, ob Du neutral berichtest oder nur Deine eigene Meinung vertrittst, ob Du journalistische Werte und den Pressekodex vertrittst, wie groß Deine Reichweite ist usw.
Bei den allermeisten privaten Seiten dürfte das aber nicht der Fall sein.
„Einfacher“ wäre es sicherlich, wenn Du ein Unternehmen mit klar definiertem Unternehmensziel (Nachrichtenportal, Online-Zeitung, professioneller Journalismus) gründen und einem anerkannten Medien-Dachverband beitreten würdest. 

Woher ich das weiß: Berufserfahrung
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Das musst du die Berufsfeuerwehr Herne bzw. deren Leitstelle fragen.

Ohne Presseausweis eines anerkannten Journalisten-Verbandes wird das aber wohl sicher nichts mit einer Akkreditierung.

Da gibt es einige Probleme was die Pflicht zur Verschwiegenheit und die Pressefreiheit betrifft.

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Ich kenne es nicht das die Leitstelle die Presse Alarmiert.

Das wär ja auch deshalb blöd weil man Neugierige Leute an eine Einsatzstelle schickt es arbeitet sich immer am enspanntesten wenn wenig Personen drum um stehen.

Doch, das kommt sogar sehr häufig vor. Bei uns wird von der Leitstelle ab einem bestimmten Stichwort automatisch eine Nachricht (ich meine das geschieht per SMS) an einen Verteiler mit akkreditierten Pressevertretern raus geschickt. Gleichzeitig wird dann auch der Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes alarmiert, um die Presse vor Ort zu betreuen.

Das geschieht auf Grundlage des Presserechts, beispielsweise besagt §4 des Landespressegesetzes von Schleswig-Holstein:

Die Behörden sind verpflichtet, den Vertreterinnen und Vertretern der Presse die zur Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgabe dienenden Auskünfte zu erteilen.
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