Akzeptiert ihr jede Religion?

34 Antworten

Was heißt "akzeptieren"?

Natürlich vertrete ich als Christin die Religionsfreiheit. Und wenn sich jemand für den Satanismus entscheidet, dann nehme ich das als seine Religionsfreiheit zur Kenntnis.

Trotzdem halte ich es für den falschen Weg und würde das gegebenenfalls auch deutlich machen.

Wenn es ein mir nahestehnder Mensch ist, würde ich ihn als erstes fragen, wass ihn dazu bewegt und was ihn daran fasziniert.

Es gibt nur vier Religionen, die ich anerkenne. Den Buddhismus, den Taoismus, die Kirche des fliegenden Spaghetti Monsters und den Satanismus.

Die ersten beiden finde ich ok, weil mir die Philosophie gefällt: besonders beim Taoismus. Die KdFSM gefällt mir, weil sie durchaus berechtigte Kritik an anderen Religionen wie zb die Christentum verkörpert.
Und dem Satanismus gehöre ich selbst an!

Ich denke, dass die Leute, die den Satanismus nicht akzeptieren nicht die geringste Ahnung haben, was das ist.
Das ist nämlich keine Teufelsanbetung, Menschenopfer oder ähnlicher Scheiß. Für ersteres wende man sich an den Okkultismus, für letzteres schließe man sich einer Gruppe ("Sekte") Vollidioten an.
Nein, der Satanismus ist eine der friedlichsten Religionen überhaupt. Er ist atheistisch; Satan ist ein Symbol, welche dessen Philosophie verkörpert. Und mit dieser Philosophie kann ich mich identifizieren: https://www.gutefrage.net/frage/satanismus-8

Religionen wie das Christentum, der Islam, das Judentum oder den Hinduismus erkenne ich nicht an! Ich verabscheue dessen Philosophie sowie Glauben.
Ich akzeptiere lediglich die Menschen, die dieser Religion angehören; nicht aber die Religion selbst.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – satanische Bibel gelesen || Identifiziere mich als Satanist

Über Satanismus gibt es mehr Legenden und Unwissen als sonst was (und jede Menge Spinner:innen, die sich als Satanisten bezeichnen und keine Ahnung haben).

Im übrigen sind wir in Deutschland - zum Glück - etwas restriktiver, was die Anerkennung als Glaubensgemeinschaft betrifft als z. B. in den USA, wo sich jede Psychosekte "Religion" nennen kann.

Mit den in Deutschland anerkannten Glaubensgemeinschaften kann ich leben, auch wenn mir einige persönlich sehr suspekt sind.

Ich ziehe den Strich, wenn es so radikal wird, dass der/diejenige eine/n Andersdenkende/n als das schlimmste Etwas auf der Welt abstempelt oder ihm irgendwie die eigene Denkweise aufzwingen will. Kurz um, wer durch religiöse Verblendung nicht klar denken kann, schadet sich und allen anderen drum herum.

Ich persönlich kann mit Religion weniger als nichts anfangen und sie hat dem Menschen in der Geschichte nicht gerade oft Gutes beschert. Und noch heute sorgt Religion für Konflikte oder ähnlichem. Also wenn, dann gemäßigt und realitätsnah oder gar nicht.

Ich finde keine Religion gut. Akzeptieren kann ich gläubige Menschen nur, wenn sie:

  • sich an ethische Regeln halten und diese auch praktizieren anstatt nur darüber zu reden.
  • ihre unsinnigen Ge- und Verbote aus ihrer "Satzung" nehmen und sich mehr an Naturgesetze halten.
  • ihre(n) selbsterfundenen (Rache-)Gott/Götter, Jesus, Teufel, Allah und die ganzen anderen "Geister" aus ihren Repertoire streichen.
  • ihre Drohungen von Hölle, Fegefeuer, jüngstem Gericht usw. unterlassen.
  • ihre Homophobie, Konversionstherapien, exorzistischen Handlungen bleiben lassen und sich entschieden (auch Papst) davon distanzieren.
  • ihre Intoleranz Andersdenkenden gegenüber ablegen.
  • ihre Mitgliedsbeiträge und Spenden wie jeder andere Verein oder Interessengemeinschaft selbst kassieren und nicht vom Staat kassieren lassen.
  • sich aus Politik und Schulen ganz raushalten.
  • ihre aufdringlichen Missionierungen auf ein Minimum reduzieren (z.B. ganz normale Mitgliederwerbung).
  • ihren Kindern nicht den Glauben aufzwingen, sondern durch gute Vorbildfunktionen überzeugen.
  • usw. usw.

Du akzeptierst demnach Gläubige nur dann, wenn sie nicht gläubig sind bzw. alles, was ihnen heilig ist, über Bord werfen, bei dem wohl auch Dir von vorn herein klar sein dürfte, dass das illusorisch ist. … Warum sagst du nicht einfach, dass du Gläubige nicht akzeptierst und ersparst diesen zumindest die den Glauben betreffenden Unmöglichkeiten?

0
@mulan2255

Ganz einfach, weil ich ungern etwas sage ohne es zu begründen.

Es gibt Gläubige, die z.B. nach ethischen Regeln leben, an einen liebenden Gott glauben usw.

Leider kann ich diese an einer Hand abzählen.

1
@willione2811

Das ändert nichts an meiner Feststellung. Da du z.B. Jesus nennst, den diese Menschen aufgeben müssten, wären Christen schon mal raus aus dem Kreis der Akzeptierten. Hinzu kommt, dass du nur von Rache-Gott sprichst bzw. dass bestimmte Religionen keinen liebenden Gott kennen würden (ich wüsste da keine), so dass Muslime und Juden da wohl auch raus sind aus diesem Kreis, da der Irrglaube, diese würden nur den Rachegott kennen, bis heute weit verbreitet aber falsch ist. Du verlangst, allerlei aus den „Satzungen“ zu entfernen, also im Klartext ihre heiligen Bücher zu ändern, diverse Dinge daraus zu streichen. Dass das nicht akzeptabel ist, kannst du dir vermutlich denken. … Wer bleibt dann eigentlich noch übrig? Einen solchen Forderungskatalog, zumal wie ein Eintopf serviert, könnte selbst beim besten Willen niemand erfüllen. Nicht einmal die an der Hand abzählbaren Gläubigen, von denen du sprichst, die jedenfalls nicht Juden, Christen oder Muslime sein können. Toleranz sieht anders aus.

0
@mulan2255

Es ändert auch nichts an meiner Einstellung zu Religionen.

Gläubige welche z. B. jeden Tag in Kirchen und Moscheen gehen und zu Hause ihre Familien schickanieren, Kinder unter dem Motto: "Wer seine Kinder liebt der züchtigt sie . . . " schlagen, Frauen unterdrücken usw. zähle ich nicht zu den wahren Gläubigen. Es gibt noch viele weitere Gründe.

Du hast eine gute Frage gestellt:

Wer bleibt dann eigentlich noch übrig?
1
@willione2811

Du hast sonderbare Vorstellungen vom Familienleben religiöser Menschen. Mit der Wirklichkeit hat das nichts zu tun.

0
@mulan2255

Die ganzen Religionen haben nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Das sind alles von Menschen erfundene Geschichten. Mein Familienleben ist vollkommen intakt. Da glaubt keiner diesen ganzen Unsinn und sind trotzdem alles anständige Menschen die nach ethischen Werten leben.

1
@willione2811

Ich habe nichts zu deinem Familienleben gesagt. Ich habe nur dein Bild des Familienlebens religiöser Menschen angesprochen, das wirklichkeitsfern ist. Man hat den Eindruck, dass du meinst, religiöse Menschen leben grundsätzlich nicht nach ethischen Werten. Sollte das so sein, dann muss ich auch hierzu sagen, dass dein Bild diebezüglich wirklichkeitsfern ist.

0
@willione2811

Du magst Erfahrungen gemacht haben. Aber dieses zu pauschalisieren ist ungerecht und falsch.

0
@willione2811

Wieviele religiöse Familien kennst du, solches verallgemeinern zu können? Man müsste schon 51% aller religiösen Familien kennen, um sagen zu können, dass eine einfache Mehrheit so ist, wie du sagst. Wenn auch nur 10% solcher Familien du kennst, wären das vielleicht sogar 'ne Million? … wieviele kennst du?

0
@mulan2255

Oder anders: Pauschalisieren ist immer falsch und ungerecht. Warum? Weil es immer die falschen trifft.

0
@mulan2255

Glaubst Du im ernst das ich hier meinen ganzen Lebenslauf erzähle um meine Erfahrung zu rechtfertigen? Wenn ja ist es Ingnoranz von Dir. Es ist meine Meinung aufgrund meiner Erfahrungen. Akzeptier es oder lass es.

0
@willione2811

Halt mal inne! Komm mal runter!
Ich habe mitnichten Deine Erfahrungen Dir abgesprochen. Deine Meinung in allen Ehren. Ich habe nur gesagt, dass du deine Erfahrungen nicht verallgemeinern kannst. Und das ist sachlich, finde ich. Du ignorierst, nicht ich. Und: Nicht nur Du darfst eine Meinung haben. Akzeptiere oder lass es. Ist auch dein Recht. … Pauschalisierung ist und bleibt aber dennoch immer ungerecht und falsch, da immer die falschen getroffen werden.

0

Was möchtest Du wissen?