Akzenta Rosenheim. Wer weiß den aktuellen Stand?

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6 Antworten

Hallo Edgar, vielleicht hielft Dir dieses: Das Landgericht München II hat in einem mehr als einem Jahr dauernden Prozess nun das Urteil gegen die Ex-Vorstände der Akzenta AG gefällt und die Ex-Manager zu hohen Haftstrafen verurteilt. Wegen gewerbsmäßigem Bandenbetrugs wurde der 57 Jahre alte Ex-Vorstandsvorsitzende der Akzenta AG zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und neun Monaten verurteilt. Sein 32 jähriger Sohn erhielt eine Haftstrafe von fünf Jahren. Auch der 43 jährige Partner der beiden wurde mit einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren belegt.

Der jüngere Sohn des Ex-Vorstandsvorsitzenden, der zu Beginn der Betrügereien das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte, wurde zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Die Akzenta AG hatte Umsatzbeteiligungen vertrieben, bei denen zum Teil eine Verzehnfachung des Kapitals in Aussicht gestellt wurde. Das Gericht sah es nun als erwiesen an, dass das Verhalten der Ex-Vorstände den Straftatbestand des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs verwirklichte.

Tatsächlich wurden die prognostizierten Erlöse nicht erzielt. Bei den Ex-Vorständen trat jedoch eine erhebliche Vermögensvermehrung ein. Zeugen in dem Gerichtsverfahren hatten u. a. ausgesagt, sie hätten kein Kapital investiert, wenn sie gewusst hätten, dass die Gelder nur umverteilt würden. Aufgrund des beträchtlichen Schadens im Millionenbereich und der persönlichen Bereicherung wurde vom Gericht auf eine derart hohe Haftstrafe erkannt.

Dieses Urteil kann sich auch für die Geltendmachung zivilrechtlicher Ansprüche gegen die ehemaligen Vorstände bzw. gegen die Akzenta AG äußerst positiv auswirken, so Rechtsanwalt Alexander Kainz von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte, die zahlreiche Anleger vertritt.

Bis dato ist allerdings noch nicht bekannt, ob von Seiten der ehemaligen Manager der Akzenta AG das Strafurteil mittels Revision angefochten wird. Insoweit herrscht derzeit noch keine endgültige Rechtssicherheit. Die einzelnen Kammern des Landgerichts München I, die über zivilrechtliche Streitigkeiten zu entscheiden hatten, haben vor Entscheidung der Strafkammer unterschiedliche Urteile gefällt.

Anlegern, die bis dato von der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen Abstand genommen haben, ist daher dringend anzuraten, nunmehr rechtliche Schritte zu ergreifen, um ihre Schadensersatzansprüche durchzusetzen, da sich die rechtliche Situation auf Grund der Verurteilung der Ex-Vorstände deutlich verbessert hat.

Pressekontakt: RA Alexander Kainz, CLLB Rechtsanwälte, Liebigstrasse 21, 80538 München, Fon: 089/ 552 999 50, Fax: 089/552 999 90; Mail: [E-Mail anzeigen] Web: http://www.cllb.de


CLLB Rechtsanwälte Liebigstrasse 21 80538 München Tel.: 089 552 999-50 Fax: 089 552 999-90

Ein Überblick über den Stand im Akzenta-Komplex können Sie auf der website der RAe Appl in Rosenheim unter "Arbeitsthemen" lesen: "Akzenta-Komplex - und kein Ende". Dort wird für die Geschädigten dringender Handlungsbedarf berichtet. http://www.rechtsanwaelte-appl.de

Die 5. Strafkammer des Landgerichts München II hat am 14.08.2008 die Urteile im Verfahren W 5 KLs 61 Js 35077/04 verkündet. Die Angeklagten wurden für schuldig befunden, einen gewerbsmäßigen Bandenbetrug bzw. Beihilfe dazu begangen zu haben. Herr U. Chmiel wurde zu einer Haftstrafe von 6 Jahren und 9 Monaten, die Herren Braun und A. Chmiel wurden jeweils zu einer Haftstrafe von 5 Jahren verurteilt. Herr C. Chmiel erhielt eine Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung.

Der vorsitzende Richter wies in der mündlichen Urteilsbegründung ausdrücklich darauf hin, dass sich der Vorwurf des Schneeballsystems als zutreffend herausgestellt hat.

Die Entscheidungen sind zwar noch nicht rechtskräftig, jedoch ein sehr wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur judiziellen Aufarbeitung des Geschehens. Die Kanzlei Dr. Klüver, Dr. Klass rät allen betroffenen Anlegern und Kunden der Akzenta AG dazu, Schadensersatzklage beim Landgericht München I einzureichen.

http://www.akzentaopfer.de/

Das habe ich auch gehört. Nur habe ich auch gehört, das dies so nicht stimme. Das sei nur die Meinung der Presse und die Herren seien gar nicht im Gefängnis. Deshalb auch meine Frage.

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@Niklaus

Hm die Seite beschäftigt sich ja ausschließlich mit dieser Thematik, also kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, das da falsche Tatsachen stehen. Kanns aber leider auch nicht beweisen, evtl. finde ich ja noch was aussagekräftigeres.

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Die Urteile sind nicht rechtskräftig, Berufung wurde eingelegt. OLG MÜ kündigte an daß die Berufung abgelehnt werden würde.

Viel interessanter jedoch ist, daß die Verurteilten mit Ihren Geschäften weitermachen wie bisher. Es fand Mitte Anfang Oktober schon wieder eine Versammlung in Bad Aibling mit ca. 400 Interessenten statt. Dazu haben schon mehr als fünfzig Mitarbeiter neue Verträge unterschrieben. Von den Urteilen der Geschädigten gegen Akzenta ist noch kein einziges Rechtskräftig, ob diese je rechtskräftig werfen wird hängt davon ab, wie dei Deals der Staatsanwaltschaft mit den Anwälten der Beklagten ausgehen. Siehe die 30% Auszahlungen, welche so mit der OStA abgesprochen wurden und diese damit einverstanden war. Es irritiert auch , wenn man weiß, daß angeblich immer noch neun bis 18 Millionen sich in der Hand dieser Leute befinden. Diese Leute nach der Verurteileung Ihre Ausweise und Pässe zurückbekommen und Ihnen gesagt wird, bis zur Berufungsverhandlung seid ihr frei. Plötzlich, wohlwissend daß da noch eine erhebliche Menge Geld, nicht arrestiert, vorhanden ist besteht keine Verdunklungs- oder Fluchtgefahr. Man weiß auch, daß in Dubei erhebliches, angeblich Privatvermögen des Ulrich Chmiel, steckt. Die trotzdem erhebliche Unbedenklichkeit seitens des OLG München stimmt mich jedenfalls Nachdenklich.

Viel Stoff zum nachdenken

Meines Wissens nach wurden aber schon die ersten rechtskräftigen Urteile gesprochen, in denen die Vermittler zum Schadensersatz verurteilt wurden. MfG excabe

Sorry, wollte noch die Fragen beantworten: Hans Bauer ist zum 01.08. zum neuen Vorstand der Akzenta berufen worden.Ullrich Chmiel ist nach dem "Brandanschlag" auf sein Haus plötzlich Herzkrank geworden.Das meiste Geld ist nicht mehr da.

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