aktuelle Beispiele für Marx Krisentheorien?

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2 Antworten

Realisierungskrisen: Disproportionalitätenkrisen und Unterkonsumtionskrisen gab es schon immer, zum Teil vor der Industriealisierung und freieren Marktwirtschaft häufiger als danach. Die auf die Regulation durch Märkte gesetzten Hoffnungen waren ja, dass diese durch Preisschwankungen die Bestands-, Angebots- und Nachfrageschwankungen ausgleichen. Diese Preisschwankungen sollten flexibel alle Märkte, auch die Kapitalmärkte regulieren. Allerdings hat es eine wirklich von politischem und Machteinfluss freie Marktwirtschaft nie gegeben. Auch die aktuellen Krisen sind auf politische Fehlentscheidungen zurückzuführen. Dass die Profitrate zwangsläufig fällt, ist nicht schlüssig. Fallende Profitrate gilt für "alte Produkte", die durch neue, andere mit neuerer Technologie ersetzt werden. Dieser Tendenz wird im Rahmen des Machbaren durch zunehmende Automatisierung begegnet. Eine steigende Profitrate kann - siehe Immobiliensektor in Spanien - auch ein Hinweis auf eine Blase sein. Wenn diese dann durch staatliche Unterstützung noch verstärkt wird, kann das zu kaum noch reparablen Verwerfungen der Struktur aller Produktionsfaktoren führen, sodass sich Kapitalgeber ganz zurückziehen, es sei denn, die Misere wird durch staatliche Geldschöpfung verschleiert. Verschleiert ist aber nicht gelöst!

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Definiere Disproportionalitätenkrise, weil diese gibt es an sich seit dem Startschuss des Kapitalismus, wenn du das meinst, was ich meine.

Unterkonsumkrisen gibt es immer. Viele Branchen sind von Unterkonsum betroffen. Ein Beispiel ist zb die Atuoindustrie. Zwar stimmen die Absätze noch einigermassen, jedoch sind viele kleine Hersteller schon jetzt in einer Bredouille...

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