Aktive Sterbehilfe endlich in Deutschland legalisieren - aber wie?

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13 Antworten

Hallo,

es gab darüber schon mal eine Abstimmung und die wurde live aus dem Bundestag übertragen. Ich hab sie nämlich die vollen 3-4 Stunden gesehen.
https://www.bundestag.de/mediathek oder alternativ überträgt Phönix auch oft die Sitzungen. Die aktive Sterbehilfe wurde bewusst nicht vollkommend legalisiert und alle Seiten hatten durchaus gute Argumente für ihre Meinungen. Um die aktive Sterbehilfe zu erlauben und zwar uneingeschränkt, müsste man erst Regeln aufstellen. Was ist z.B. bei Erben, wo es nicht wirklich sicher ist, dass die Person damit einverstanden war? Wann genau, sollte es erlaubt sein? Welche Krankheiten dürfen nicht so beendet werden? Wer kontrolliert das? Um Solche Fragen geht es da auch oft und so einfach wie es scheint, ist das Thema nicht. Du könntest eine Petition starten, aber selbst dann ist es nicht garantiert, dass es jemals ganz erlaubt sein wird. Es gibt gute Gründe dafür, aber auch gute dagegen. Wenn du so sehr politisch interessiert bist, dann gehe doch in eine Partei und arbeite dich nach oben. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Und nein, ich bin keine Politikerin, bevor mir irgendwer das hier vorwirft :) Ich hatte schon so einen Fall in meiner Familie und ja, ich würde manchen die Möglichkeit einer Erlösung schon wünschen, aber es gibt auch einige die das Ausnutzen könnten.

LG SarahTee

Fragt sich nur, warum die notwendigen Regeln nicht endlich erstellt werden.

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Sehe keine Chance das dies jeh der Fall sein wird,wäre auch dafür das jeder Mensch das Recht haben sollte selber über sein Leben bestimmen zu dürfen!

Menschen die sich für Selbstmord entscheiden machen es sich nicht leicht mit ihrer Entscheidung haben ihre Gründe.

Dieses Thema ist - wie auch die Legalisierung der Stammzellenforschung an Embryonen oder die "Leihmutter-Geburt" - bei uns durch die Kirchen und die von ihnen beeinflussbaren Abgeordneten vergiftet.

Diejenigen, die sich für eine Freigabe der Sterbehilfe einsetzen, werden in eine Euthanasie-Ecke gestellt, und die große Mehrheit des Volkes interessiert sich überhaupt nicht für solche Fragen, weil sie anscheinend glaubt, nie sterben zu müssen.

Vielleicht und hoffentlich kommt dieses Thema im Bundestag wieder auf die Tagesordnung, wenn die FDP wieder einzieht. Sie ist die Partei, die sich um solche Themen kümmert.

Warum brauchst Du »aktive« Sterbehilfe? Bist Du zu behindert oder zu feige es selbst zu tun? Es ist eine schwere Bürde, die Ärzten aufgeladen würde, wenn sie Menschen auf ihr Verlangen hin umbringen sollten.

Menschen ein Medikament zur Verfügung zu stellen, wenn sie ihr Leben selber beenden wollen, ist eine andere Sache, die ja unlängst gerichtlich erlaubt wurde.

Wenn mir ein Arzt, nach sorgfältiger Abklärung und vorheriger Ausschöpfung aller Möglichkeiten der Palliativmedizin und nach Einholung eines Zweitgutachtens Natriumpentobarbital zur Verfügung stellt (wie z. B. in der Schweiz), wäre das in Ordnung. Dafür sollten wir uns einsetzen. Dafür müsste aber erst der § 217 StGB wieder abgeschafft werden. Das Bundesverfassungsgericht beschäftigt sich gegenwärtig damit.

Solange ich noch kommunizieren und selbstständig trinken kann, ist diese Methode durchführbar. Viele (auch Ärzte) wissen aber anscheinend nicht, dass es auch legal ist, lebenserhaltende Maßnahmen einzustellen, wenn es meinem aktuellen oder verfügten Willen entspricht. Dafür sollte eine konkrete Patientenverfügung erstellt worden sein und Bevollmächtigte eingesetzt, die meinen Willen kennen, respektieren und angemessen durchsetzen können.

Und wenn das alles nichts hilft, bleibt mir noch die altehrwürdige Methode des freiwilligen Verzichts auf Nahrung und Flüssigkeit, siehe www.sterbefasten.de.

Ich bin gegen die aktive Sterbehilfe! Die Legalisierung der Sterbehilfe ist der erste Schritt zum legalen Morden. Ich spreche zum einen aus inhaltlicher Überzeugung, zum anderen auch aus familärer Erfahrung. Ich habe die Befürchtung, dass ein solches Gesetz lücken haben wird, die einige Ärzte ausnutzen werden.

Es gibt viele Wege zu sterben. Der naivste wäre es anzunehmen, dass die gesetzliche aktive Sterbehilfe nicht ausgenutzt werden würde und gesunde Mitmenschen möglicherweise mit in den Tod reißt.

Aber vielleicht irre ich mich ja auch. Das ist ein wirklich heikles emotionales Thema, über das niemand am liebsten ein Urteil fällen würde. Hier gibt es kein richtig oder falsch.

Es gibt Argumente die kann ich nachvollziehen und andere weniger. Ich kann nur hoffen, das wir alle niemals in die Situation geraten unheilbar zu erkranken. Ich wünsche uns allen ein langes und gesundes Leben.

Das ist schön, dass du niemand deine Meinung aufzwingen willst.

Leider hat das der Bundestag gemacht. Er zwingt jeden, den Mehrheitswillen der Abgeordneten zu befolgen   -- oder in die Schweiz zu fahren.

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Du irrst, was Du über einige Ärzte schreibst. 

Gesunde Mitmenschen sind keine Patienten.

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Dafür gibt es keinerlei Bedarf.

Der Bundestag hat sich ausgiebig mit der Thematik beschäftigt und einen sinnvollen Kompromiss gefunden.

Für eine vollständige Legalisierung ohne Regeln und Restriktionen gibt es keinerlei Mehrheiten.

Das ist eher unwahrscheinlich. Es fehlt an Motivation: Es steckt kein Potenzial drin. Man kann damit kein Geld machen, keine Wähler überzeugen und die, die es direkt betrifft sind sehr wenige.

Hallo.

Die Debatten darüber ob Positiv oder Negativ können in dem Bundestag  mit guten Argumenten nicht einfach durchgesetzt werden.
Die Mehrheit will es nicht, das ist Demokratie.

Man bekommt immer wieder mit Artzt verhalf Patienten zu sterben oder Krankenschwester!

Und die werden bestraft das sind gute Menschen,haben nur den Wunsch des Patienten erfüllt.

Solange sich mit kranken Menschen Geld verdienen lässt, wird die Sterbehilfe in Deutschland auch nicht legal werden. :(

Ganz genau werden mit Medikamente voll gepumpt und jemand verdient daran,ob der Mensch leidet ist doch gleich!

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@nowka, Und du beschäftige dich mal mit der Realität. Sie hat recht.

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Das Selbstbestimmungsrecht eines schwerkranken Patienten berechtigt ihn zur Einnahme eines Betäubungsmittels zur Selbsttötung.. Das ist jetzt vom Bundesverwaltungsgericht bestätigt worden.

Auch wenn sich Mediziner und Ethiker dagegen sträuben, es gibt diesen Weg.

Leider gibt es schwerkranke Patienten, die zur aktiven "Einnahme eine Betäubungsmittels zu Selbsttötung" nicht mehr in der Lage sind und auf Hilfe Dritter angewiesen sind.

Diese Dritten entscheiden dann und nicht der Patient.

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@HansH41

Diese Dritten sind der juristische Ausdruck, es reicht, wenn  der Zweite diesen Dienst erweist. Und das sollte der Arzt sein.

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Wieso betrifft uns das alle?

Das betrifft den, der todkrank ist und seine engsten Angehörigen.

Und niemanden sonst.

Lasst uns mit dir hoffen, dass du nie krank wirst und nie stirbst.

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@HansH41

Das ist sehr freundlich von dir und dafür danke ich dir.

Allerdings weiss ich, daß ich eines Tages sterben werde. Und es ist auch nicht ausgeschlossen, daß ich vorher möglicherweise eine lange oder schwere Krankheit durchmachen werde.

Darum werde ich zu gegebener Zeit Vorkehrungen treffen, um meine Angehörigen und meine behandelnden Ärzte nicht mit moralisch oder ethisch schwerwiegenden Entscheidungen zu belasten.

Eine Entscheidung, die ICH treffe, solange ich noch bei gesundem Menschenverstand bin und nicht eine, die pauschal von der Allgemeinheit getroffen wird.

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@Roderic

Deine Meinung in allen Ehren:

Leider kannst du nicht sicher sein, dass dann die Gesetzeslage deine Entscheidung zulässt oder die Ärzte deine Entscheidung respektieren und umsetzen.

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das leben ist zu wertvoll um es künstlich zu beenden

Ist es das?Sag das mal Menschen die starke Schmerzen haben da ist es mit einer Pille nicht auf Dauer getan.

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@Nora700

hört sich grausam an, aber auch ein schmerzdurchwirktes leben ist lebenswert, indem man die schmerzen dämpfen kann durch ärztliche kunst.

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