Aktionäre profitieren von Ölkatastrophen, stimmt das?

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9 Antworten

Nehmen wir mal als Beispiel die Exxon Valdez:

Zitat Wikipedia:

"Im Strafverfahren gegen Exxon kam es zu einem Schuldhandel, der zu einer Verurteilung Exxons zu 150 Millionen Dollar Geldstrafe, von denen 125 Millionen wegen Exxons Bemühungen zur Schadensbeseitigung und gezahltem Schadensersatz erlassen wurden, sowie 100 Millionen Dollar Wiedergutmachungszahlungen (Criminal Restitution) führte. Gegenüber den zivilrechtlichen Ansprüchen des Staates Alaska und des Bundes akzeptierte Exxon 1991 die Verpflichtung zur Zahlung von 900 Millionen Dollar über zehn Jahre mit einer Option bis 2006 auf weitere 100 Millionen Dollar im Falle von unentdeckten Schäden. Die Summe wird zur Wiederherstellung der natürlichen Ressourcen verwendet und von einem Treuhänderrat[5] verwaltet. Das Verfahren über einen Anspruch in Höhe von 92 Millionen Dollar[6] zur Beseitigung der unerwartet bis heute verbliebenen Ölreste[7] im Rahmen der Option ist noch nicht abgeschlossen. Bis zur offiziellen Erklärung der Beendigung der Säuberungsarbeiten 1992 investierte Exxon darin weitere 2,2 Milliarden Dollar. Im von privaten Geschädigten angestrengten Zivilprozess, auf Antrag des beklagten Ölkonzerns als Sammelklage geführt, wurde Exxon 1994 erstinstanzlich zu 287 Millionen Dollar Schadenersatzzahlungen an mehr als 32000 Geschädigte verurteilt, darüber hinaus zu Strafschadensersatz in Höhe von 5 Milliarden Dollar. Gegen letzteres beschritt Exxon den weiteren Rechtsweg: Berufungsgerichte legten den Strafschadensersatz auf zunächst auf 2,5 Milliarden Dollar fest, schließlich im Juni 2009 rechtskräftig auf 507,5 Millionen Dollar zuzüglich 480 Millionen Dollar Zinsen seit 1994. Vorausgegangen war im Juni 2008 die Kappung des Strafschadensersatzes durch den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten auf die Summe des insgesamt bezahlten Ersatzes für tatsächlich erlittene private Schäden von 507,5 Millionen Dollar.[8] Bereits im August 2008 hatte ExxonMobil bekanntgegeben, 75 Prozent des Kappungsbetrages an die Kläger auszubezahlen.[9]"

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Exxon_Valdez

Wir reden also über einen zweistelligen MILLIARDENbetrag.

Jetzt sag du, ob sich das gelohnt hat.

Der Aktienpreis soll ja in etwa den Wert des Unternehmens wiedergeben.

Kommt es zu einer Ölkatastrophe, muss dieses Unternehmen (außer es redet sich irgendwie aus der Sache heraus in unserer so "fairen" Justiz) gigantische Summen aufbringen, zum einen für die Beseitigung des Schadens zum anderen für eventuelle Strafzahlungen an den Staat.

Diese Barmittel fehlen dem Unternehmen und damit ist es dann natürlich auch weniger wert.

Wie sich das Unternehmen nun in Zukunft entwickelt steht in den Sternen.
Und selbst wenn: Beispiel unternehmen A und B sind 100GE (Geldeinheiten) wert.
A wird in eine Ölkatastrophe verwickelt und fällt auf 50 GE, B ist weiterhin 100GE.
In den nächsten 10 Jahren steigt der Unternehmenswert um 100%.
A ist jetzt wieder 100GE wert und hat sich "erholt"
Aber B ist schon 200GE wert und A wäre das möglicherweise auch, wenn es keinen Unfall gäbe.

Erkennst du deinen Denkfehler?
Ich hoffe ich konnte helfen

Die neuen Aktionäre profitieren möglicherweise davon. Die alten Aktionäre verlieren Milliarden. Die Ölunternehmen müssen ja Milliarden an Schadensersatz tragen bzw. Schaden hinnehmen. Und das geht zu Lasten der Gewinne und damit zu Lasten der Aktionäre.

Das kann man so nicht sagen.

Aktionäre, die Aktien von dem entsprechenden Unternehmen halten, sind eher geschädigt. Welche, die neu Anfangen, können dann später Aktien zu einem niedrigeren Preis kaufen.

Was wohl eher ist, dass Trader bei sowas Short gehen und dadurch Gewinne machen können.

Du weißt nur nicht wie lange die Aktien fallen und wann sie wirklich wieder steigen weißt Du auch nicht. Der Aktienkurs geht nicht gerade nach unten oder oben, da sind Wellen und Rücksetzer etc. Im Nachhinein sieht man dann wie der Kurs verlaufen ist. Und wie lange das ganze dauert, weiß auch Niemand.

Wieso profitiert ein Aktionär von fallenden Kursen?

Höchstens jemand der sein Aktienpaket aufstocken will oder komplett neu einsteigt hat davon einen Vorteil.

Zumindest was Exxon betrifft, trifft das so wohl zu.

Die Rendite  nach 25 Jahren beträgt mehr als 8, 75 %.

Selbst wenn an die Kursrücksetzer unmittelbar danach berücksichtigt - rund 20 % seinerzeit ) stehen die Aktionäre gut da.

Bei BP - vor 6 Jahren sieht es noch etwas anders aus.

Allerdings waren da die Strafen auch  mächtiger  und zusätzlich ist noch keine so lange Zeit ins Land gegangen.

Zusätzlich ist zu berücksichtigen, das in dem Zeitraum die Ölpreise eher zurückgegangen sind, während sie zu " Exxons  Zeiten " stetig stiegen.

Ma kann es also nicht isoliert betrachten

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

Exxon  Langfristchart - (Geld, Jura, Unternehmen) BP  Langfristchart - (Geld, Jura, Unternehmen)

So in etwa stimmt das man kann aber beim Aktienmarkt nie 100 %ig das so pauschalieren

Das war bisher in der Vergangenheit so, ob es in der Zukunft so bleibt.............?

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