Aktienkurs: Ändert sich der Kurs wenn Aktien zum Verkauf angeboten werden oder wenn wenn tatsächlich verkauft wurden?

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2 Antworten

Die Preisfindung läuft über die im Orderbuch aufgelaufenen Orders. Auf der Käuferseite stellt sich ein "ask"-Kurs ein, auf der Verkäuferseite ein "bid"-Kurs. Die Handelsspanne besteht dann bei denjenigen offenen Orders, wo "ask" und "bid" möglichst nah bzw. idealerweise gleich sind. Sogenannte "Market Maker" agieren als Ausgleich bzw. "puffern" ab, wenn Kauf- und Verkaufsorders nicht zu einem exakten Match kommen.

Wenn ein Wert illiquide wird, weil "ask" und "bid" zu weit auseinander liegen, dann wird der Kurs ggf. schon mal mit einem Zusatzbuchstaben veröffentlicht. "G" für "Geld" beispielsweise. Dann weiß man beim Lesen der Kurse, dass der Handel damit endete, dass Nachfrage, aber kein Angebot bestand. Umgekehrt gibt es "B" für "Brief" (also Verkäuferüberhang). Trocknet der Markt für einen Titel komplett aus, gibt es auch schon mal Kurse mit Suffix "T" (wie "Taxe", also "Schätzung").

Wenn Du's noch detaillierter brauchst, musst Du im Zweifelsfall für die einzelnen Börsenplätze wirklich in die dortigen Handelsreglemente reinschauen. Verschiedene Handelsplätze unterscheiden sich in Details ein wenig davon, wie sie mit offenen Orders und deren Priorisierung umgehen. Außerdem gibt es noch so "specials" wie beispielsweise bei "Kassa"-Aufträgen, wo die Preisfindung nach nochmal anderen Regeln erfolgt.

Der Kurswert richtet sich vor allem nach dem Orderbuch, siehe mal Beispiel anbei.

Links die Kaufangebote, rechts die verkaufsangebote. Dementsprechend nähern sich die Preise mit der zeit an und manche Käufe und Verkäufe werden ausgelöst.

Extrem sieht man die bewegung bei USA-Aktien vor nachbörslichen Quartalsberichten, wie der Trend aussieht, dann kann man noch einsteigen, bevor die Börse schliest. Das nennt man dann Quartalstrading

 - (Aktien, Börse, Kurs)

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