Aktienhandel - was muss man beachten?

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8 Antworten

Viel wurde schon erklärt,  aber das reicht längst nicht aus.

Zunächst mal. Um Aktien zu handeln ist dein Kapital definitiv viel zu klein.  Das ist aber kein Problem da es Alternativen gibt. Kevin hat es schon angedeutet und da du selbst schreibst,  dass Du einen online Broker hast, hast du die alternative vermutlich selbst schon entdeckt. Ein Aktien Transfer kostet rund 50 Euro an Gebühren.  Was du wahrscheinlich handelst sind Differenzkontrakte sog. CFD's die bei deinem Kapital eindeutig ehr in Frage kommen als Aktien.WWas du neben einer ganzen Menge wissen noch brauchst, ist ein Kapitalmanagement,  Du hast 4000 Euro und willst 600 in einem einzigen Wert investieren?  Das ist spätestens nach dem 10 Trade der sichere Bankrott.  Ein vernünftiges Kapitalmanagement lässt dich pro trade maximal 1% verlieren.  hört sich wenig an,  ist aber sehr viel Geld auf Dauer. Auch ist es kaum möglich binnen eines Tages oder sogar weniger Wochen 25 % Gewinn zu erzielen,  das kommt sicher ab und zu mal vor, Du benötigst aber erreichbare Ziele und die bestehen aus vielen kleinen geplanten gewinnen, wenigen Verlusten von max 1% und nicht aus irrwitzigen Gewinnerwartungen,  auch das führt in den sicheren Bankrott. 

Was du brauchst ist zunächst mal ein guter intensivkurs um Märkte zu verstehen,  Kapitalmanagement zu verinnerlichen,  Chancen und Risiken abzuschätzen,  ein Bauchgefuhl zu bekommen und das wichtigste: Selbstdisziplin,  Selbstdisziplin,  Selbstdisziplin,  Selbstdisziplin und Selbstdisziplin zu trainieren.

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Kommentar von steefi
10.02.2017, 10:28

Du schreibst: "Ein Aktien Transfer kostet rund 50 Euro an Gebühren" - Ich kenne ja Deinen Brooker nicht, aber woanders zahlst Du weniger als ein Zehntel und um Dir das lästige Ausrechnen zu ersparen sage ich Dir auch gleich, das sind keine 5 Euro Transaktionsgebühr.

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Falsch??

Vom Prinzip her möglich, doch die Börse ist keine Einbahnstraße.

Es kann sein, dass du eine schon überbewertete Aktie kaufst und dann die nächste Korrektur voll mitnimmst. 600,- € rein, 400,- € raus kann auch passieren. Vielen Anfängern fällt nämlich ein Ei aus der Hose wenn das Depot mal rot anzeigt.

Fäng damit an dass es verschiedene Trades gibt.

Traden ist eine ganz andere Baustelle als ein Aktieninvestment.

Der Trader ist daran interessiert in möglichst kurzer Zeit eine gewisse Rendite zu erzielen und die Position zu schließen. Manche nehmen hierbei hohe Risiken in Kauf (wenn mit Hebeln operiert wird). Meistens handelt man auch nicht mit einem Basiswert, sondern schließt eine Wette auf dessen Entwicklung ab.

Das sind Hochrisikogeschäfte und für Anfänger absolut nicht geeignet.

Kann damit wenig anfangen!

Es gibt zwei Regeln eines Investors die keine Ausnahmen und keine Abweichungen vorsehen:

  1. Niemals Geld verlieren
  2. Niemals Geld in etwas stecken, dass du nicht verstehst, sonst passiert meist das, was gegen Regel 1 verstößt.

Kann sich eine Aktie ..quasi automatisch "schließen" wenn beispielsweise die Aktie in den Kelöer fällt?

Du kannst einen Stop-Loss setzen, dieser löst dann eine Verkaufsorder aus. I.d.R. wird die Position dann zu dem Preis verkauft. Ist aber ebenfalls bei langfristigen Investments egal.

Ich kann dir nur raten dir mehr Wissen anzueignen, z.B. im Aktien mit Kopf Kanal auf youtube. Letztendlich ist es aber dein Geld. Mach damit was du willst.

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Da du absoluter Börsenneuling bist rate ich dir dringend von einem Investment in Einzelwerte ab. Kauf einen marktbreiten ETF, z.B. auf den MSCI World und bespare ihn monatlich. So hast du die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln und deine Risikotoleranz zu testen. Bei vielen ist die nämlich geringer als gedacht. Wenn du dann etwas fitter in Sachen Börse bist, kannst du immer noch Einzelwerte beimischen oder ganz auf diese umschichten. Aufgrund der Transaktionskosten sollte eine einzelne Position mindestens aus einer Anlagesumme von 1000-2000€ bestehen. Die Kosten sollten nicht höher als 1% der Anlagesumme sein. Ein einigermaßen diversifiertes Portfolio sollte, meiner Meinung nach, aus mindestens 8-10 Einzeltiteln bestehen. Diese Anzahl wird auch von vielen “Experten“ als ausreichend angesehen. 

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Ich hab mir das immer ganz einfach vorgestellt. Kaufst ne Aktie für 600€, nächsten Monat ist sie 700 wert und du verkaufst mit 100 Profit (-Tradekosten). Falsch??

Grundsätzlich korrekt, aber die Aktie kann nächsten Monat auch nur noch 500€ wert sein. Zu den Tradekosten kommen übrigens auch nur Steuern.

Dann werden mir Begriffe wie Stop Loss, Volatiliät etc. an den Kopf geschmissen... Kann damit wenig anfangen!

Einzelne Begriffe kannst du googeln, ich werde dir hier kein Börsenlexikon hinschreiben.

Kann sich eine Aktie ..quasi automatisch "schließen" wenn beispielsweise die Aktie in den Kelöer fällt?

Ja, genau dazu ist ein Stop Loss da. Ein Stop Loss garantiert aber nicht, dass die Aktie zu genau dem Preis verkauft wird, den man eingegeben hat


Wichtig: Du solltest dir über den Unterschied von Investieren und Traden bewusst werden:

- Investieren = Aktien von guten Unternehmen kaufen und die über Jahre liegen lassen

- Traden = Kurzefristiger Kauf und Verkauf aufgrund von dir erwarteter nahender Kursbewegungen (der Zeitraum kann hier nur wenige Sekunden bis zu einigen Wochen sein)

Letzteres ist deutlich schwieriger und in vielen Fällen auch ein Verlustgeschäft für den Trader.  

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Kommentar von PseudoJurist
10.02.2017, 14:32

Vielen Dank erstmal! Klar informiere ich mich noch genauer, bevor ich Geld investiere. Es geht mir ausschließlich um Langzeitinvestment. Ganz explizit habe ich überlegt Wertpapiere von Amazon zu erwerben. Dass diese im nächsten Monat auch weniger wert sein können ist mir klar. Aber mit der Einstellung, dass die Aktie zu irgendeinem Zeitpunkt in der Zukunft über dem Einstiegskurs (+Gebühren) liegen wird, wäre das ja unerheblich. Bei solch wirtschaftsstarken Unternehmen würde ich eher 3 Jahre warten und mein glück herausfordern, als beispielsweise mit 20% Verlust verkaufen. 

Außer du belehrst mich jetzt eines Besseren ;D

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Im Prinzip ist das grob schon ganz richtig gedacht. Stop Loss ist z.B. ein Verlustbegrenzer den du auf einen bestimmten Kurs einstellen kannst. 

Würde die Aktie also extrem fallen kannst du sagen dass du mehr als diesen Verlust nicht hinnehmen willst und alles auf den Markt schmeißen willst.

Habe eine Seite gefunden die deine Frage gut aufgreift und intensiv erklärt.

http://www.brokerdeal.de/blog/traden-fuer-anfaenger-12-tipps-fuer-erfolg-an-der-boerse

Hat mir auf jedenfall geholfen es besser zu verstehen

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Mit solchen Begriffen solltest du dich gar nicht rumärgern, geh zu einer Bank und lass dich dort beraten. Der Trader übernimmt dann das Ganze für dich, das ist nämlich seine Arbeit.

Du bezahlst nicht nur die Tradekosten, sondern auch noch ggf. Depotkosten, Dann eine Bankgebühr, Gewinnsteuer,Kirchensteuer..das sind so die meisten, kommt natürlich auf den Fall an.

Wenn du selbst Traden willst, solltest du 24/7 mit der Materie beschäftigt sein, ansonsten sicher und weit streuen in einer gängigen Kapitalanlage über Zeit.

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Mit 4000 Euro kannst Du auf jeden Fall Aktionär werden, warum auch nicht ? Aber : Nix google, amazon und co. Kaufe Dir Dax Aktien die Dir gefallen und warte auf einen günstigen Einstiegskurs. 

Nach ein paar Jahren kannst Du die dann mit Gewinn verkaufen und während der Haltephase hast Du immer auch Dividende bekommen, die höher ist als die mickrigen Zinsen derzeit.

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Kommentar von PseudoJurist
10.02.2017, 14:33

Meine Rede! Die 0,5% p.a. bei der Bank sind ein Witz .

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erstmal zwei fragen:

Kannst du bei deinem Broker andere Trader Kopieren? Und hast du dort startbonus erhalten?

Beachten sollte man, dass man zur risikominimierung eben nicht nur mit Aktien handelt und das mache ich genau, indem ich andere Trader Kopiere, da ich selbst halt auch noch ein laie bin. Und man kann natürlich einstellen als "Stop loss" einen prozentsatz angeben, ab dessen verlust ein trade oder kopiervorgang automatisch beendet wird.

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