Aktien kaufen richtung?

2 Antworten

Nachdem die Frage gut und ausführlich beantwortet ist, bleibt mir nur wenig hinzu

zu fügen.

Ich würde mit einem Aktien oder Fond-Sparplan

anfangen.

Das hat mehrere Vorteile.

Ein Vorteil ist das geringe Risiko bei zB einer Rate von 25€/min.

Ein anderer ist der costaverage Effekt.

Dazu kommt noch, daß Du antizyklisch investierst.

Darüberhinaus ist Fonssparen sehr flexibel.

Du kannst jederzeit dazukaufen oder Verkaufen.

ZB DAX Fonds oder auch ETFs sind neben vielen

anderen Möglichkeiten interessant, wegen der

Volatilität in diese Tagen oder Stunden.

Eine Sache noch, die mir selbst sehr schwer fällt.

Ich meine voll investiert sein oder besser genau das Gegenteil.

Das Beste ist, was Du nicht investiert hast um in Zeiten wie diesen nach zu kaufen.

Viel Spaß und viel Erfolg und Geduld.

tomkaller

Ich habe viele Jahre bei einer Bank investiert, bei

der die Gebühren sehr hoch sind > 5%,

daher möchte ich eine gute Empfehlung meines Patenkindes weitergeben ... ING-Diba.

Und folgendes ist nach meiner Meinung

wichtig, das Online-Banking.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Der Fragesteller hatte ausdrücklich angegeben, das er einzelne Aktien, keine Aktienfonds, auch keine ETFs, sondern einzelne Aktien kaufen will. Das ist ein gutes Vorgehen, weil der Fragesteller dabei lernen kann, sich mit einzelnen Unternehmen zu beschäftigen. Das geht schon mit der Auswahl der Aktie los. Wenn er die Aktie dann hat, wird er sich dafür interessieren, wie sich "sein Unternehmen" macht und wie der Kurs sich ändert.

Was er dabei nicht lernt, ist das sog. Timen, d.h. die Bestimmung des richtigen Zeitpunktes zum Kaufen und Verkaufen. Das kann nämlich niemand, wer anderes behauptet, lügt mit großer Sicherheit. Aber vielleicht lernt er was über die Bewertung einer Aktie, insbesondere durch den Vergleich mit anderen Aktien derselben Branche.

Beim Engagement in Fonds lernt er bestenfalls etwas über die allgemeine Lage des Aktienmarktes und der gesamten Wirtschaft. Von daher wäre es wohl das Beste, beides zu tun, einen Fonds, z.B. Vanguard S&P500, zu kaufen UND einzelne Aktien.

Der Ratschlag, einen Sparplan einzurichten, ist natürlich gut, wenn der Anleger regelmäßige kleine Anlagebeträge, z.B. 25 Euro/Monat oder /Quartal zur Verfügung hat. Wenn er aber nur gelegentliche Beträge anlegen kann (Ferienjob, Geburtstagsgeschenk) fährt er besser, wenn er erst einmal ein Musterdepot anlegt, seine Auserwählten beobachtet und dann von Fall zu Fall "zuschlägt", und zwar gleich mit dem ganzen Betrag. Unter Beachtung der "generellen Richtlinie" (letzter Absatz).

Der viel besungene Cost-Averaging-Effekt tritt übrigens nur ein, wenn Du bei der Anlage von regelmäßigen Anlagebeträgen entscheiden musst, ob Du lieber regelmäßige feste Beträge anlegen willst oder lieber regelmäßig feste Stückzahlen kaufen willst. Das erstere ist besser, aber nur in dieser Entscheidung. Wenn Du eine große Summe auf einmal zur Verfügung hast (Bonus für Deine Arbeit / Erbschaft / fällige Lebensversicherung / Hausverkauf) macht es keinen Sinn, das Geld "untätig" herumliegen zu lassen, um dann peu à peu für kleine Beträge Aktien oder Fonds zu kaufen.

Die generelle Richtlinie lautet nämlich: Aktien soll man kaufen, wenn man meint, dass sie zu billig sind, verkaufen sollte man sie, wenn man meint, dass sie zu teuer sind, d.h. wenn man sie zu diesem Kurs nicht kaufen würde. So denken zwar die meisten Anleger nicht, außer unser aller Meister Warren Buffett, aber richtig wäre es im eigenen Interesse schon. Ich versuche jeden Tag, mich daran zu erinnern.

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Du sagst Deiner Bank, dass Du zu Deinem Konto ein sog. "Depot" einrichten willst. Das macht die Bank für Dich. Frag nach den Gebühren! Ein Depot ist eine Art Konto, aber nicht für Geld, sondern für Wertpapiere

Der Schlüsselbegriff beim Aktienkauf ist die sog. WKN (Wertpapier-Kennnummer). Das ist eine 6-stellige ID jedes Wertpapiers. Es war lange Zeit numerisch, d.h. es waren alle Zeichen Ziffern. Dann sind irgendwann die Nummern ausgegangen, jetzt gibt es auch viele "Nummern", die Buchstaben enthalten.

Wenn Du eine Aktie kaufen willst, brauchst Du im Wesentlichen vier Angaben:

-- Die Menge, d.h. wie viele Aktien Du kaufen willst,
-- die WKN
-- das Limit, d.h. den Preis, den Du maximal zahlen möchtest. Wenn es zu diesem Preis keinen Anbieter gibt, findet der Kauf nicht statt, sondern der Auftrag bleibt bis zum nächsten Tag stehen bis zum Ende der
-- Laufzeit des Auftrags.

Wenn Du kein Limit angibst, wird der Auftrag "billigst", d.h. zum niedrigsten angebotenen Preis, ausgeführt. Dieser kann allerdings auch höher sein als der aktuelle Kurs. Der aktuelle Kurs ist der Preis, zu dem das letzte Geschäft (jeder Kauf ist auch ein Verkauf) abgewickelt wurde.

Auch beim Verkauf kannst Du ein Limit angeben. Er findet nur dann statt, wenn es einen Käufer gibt, der zu Deinem Limit oder einem höheren Preis (auch das kommt vor, gerade in diesen verrückten Zeiten) kaufen will. Wenn Du beim Verkauf kein Limit angibst, wird der Auftrag "bestens" ausgeführt, d.h. zum höchsten gerade angebotenen Preis. Dabei kann es passieren, dass Du "ins fallende Messer" greifst. Wenn nämlich alle Welt verkaufen will, unlimitiert, und nur Kaufaufträge zu niedrigsten Limits vorhanden sind, bekommst Du viele weniger als Du Dir erhofft hattest und gehst, bildlich gesprochen mit "blutigen Händen" nach Hause.

Deswegen mein Rat: Gib nur limitierte Aufträge! (Kauf- und Verkaufsaufträge, wenn das Limit in der Nähe des aktuellen Kurses liegt, wird der Auftrag meist ausgeführt.)

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